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Gemeinderat

Fußweg in Teugn war Thema im Rat

Die Planung des Wegs wird eingeholt, ein Tempomessgerät soll angeschafft und der Gemeindebus verschenkt werden.
Von Gabi Hueber-Lutz

Entlang der Saalhaupter Straße zur Straße Im Ebnet fehlt ein Fußweg. Der Gemeinderat prüft den Bau des Weges. Foto: Gabi Hueber-Lutz
Entlang der Saalhaupter Straße zur Straße Im Ebnet fehlt ein Fußweg. Der Gemeinderat prüft den Bau des Weges. Foto: Gabi Hueber-Lutz

Teugn. Bei der Bürgerversammlung war die Fortsetzung des Fußwegs vom Ebnet entlang der Saalhaupter Straße beantragt worden. Das Thema ist nicht neu, sagte Bürgermeister Manfred Jackermeier bei der Gemeinderatssitzung am Montag. Bereits 2013 war es schon einmal beraten und wieder verworfen worden. Nun wird die Gemeinde aber eine Entwurfsplanung und Kostenberechnung erstellen lassen und auch den Bauausschuss in die Planung mit einbeziehen.

Fritz Zirngibl sprach sich gegen diesen Plan aus, weil dafür vermutlich drei Bäume gefällt werden müssten und die Verkehrsinsel betroffen ist. Die müsste zurückgebaut oder versetzt werden, vermutete auch Jackermeier. Genaueres werde aber die Planung zeigen.

Bereits in der letzten Sitzung war der Haushaltsplan festgezurrt worden. Nun wurde er offiziell verabschiedet. Er schließt mit rund 2,8 Millionen Euro in den Ausgaben und Einnahmen im Verwaltungshaushalt und mit 1,9 Millionen im Vermögenshaushalt. Auch die Finanzplanung und die Investitionsplanung bis 2022 segnete der Gemeinderat einstimmig ab. Die Gemeinde Teugn hat keine Schulden und rund 700 000 Euro als Rücklagen. Sämtliche Fraktionen lobten die „hervorragende“ Arbeit von Kämmerer Stefan Roithmayer.

Soll die Nutzung des Gemeindebusses billiger werden? Dieser Antrag war bei der Bürgerversammlung gestellt worden. Im Moment kostet das Ausleihen zehn Euro und der gefahrene Kilometer 20 Cent. Nach der Analyse der Kosten dachten die Gemeinderäte aber eher in die andere Richtung. Ohne die Anschaffung des „Pickerlbusses“ mit einzuberechnen, verursacht er für die Gemeinde Kosten von gut 800 Euro pro Jahr.

Verein als Busbesitzer?

Im Raum stand aber schließlich ein ganz anderer Vorschlag. Der bürokratische Aufwand wird sich nämlich aus steuerlichen Gründen für die Verwaltung erheblich erhöhen. Der Bus ist außerdem demnächst abgeschrieben. Jackermeier brachte deshalb den Vorschlag, dem FC Teugn als Hauptnutzer des Busses das Fahrzeug zu schenken. Mit der Auflage, dass auch andere ihn weiterhin nutzen können. Für den Verein als Besitzer erhöht sich nämlich der bürokratische Aufwand nicht. Martin Eisenreich wandte ein, dass er als Verein den Bus nicht haben wollte. Oswald Kaufmann sagte, es sei wichtig die Verwaltung zu entlasten. Jackermeier wird trotzdem mit dem Sportverein sprechen. Vielleicht kann die Gemeinde ja das Defizit übernehmen.

Themenreihe

Die Geschichte von „Tinginga“ zu „Teugn“

Felix Kürzl hat die gesellschaftliche Entwicklung in Teugn ab dem 19. Jahrhundert untersucht. Einiges hat ihn überrascht.

Die Landjugend Teugn wird einen Zuschuss in Höhe von 800 Euro für die Restaurierung ihrer Fahne bekommen. 1 600 Euro kostet die Instandsetzung insgesamt.

Die Landjugend sei bei allen gemeindlichen Veranstaltungen dabei. Die Unterstützung sei als Vereins- und Brauchtumsförderung zu sehen, sagte Jackermeier. Die Gemeinde wird ein Geschwindigkeitsmessgerät anschaffen, das dem Autofahrer mit freundlich oder streng blickenden Gesichtern anzeigt, ob er die vorgeschriebene Geschwindigkeit einhält. Es soll am Kreutweg aufgestellt werden. Hintergrund ist der Antrag eines Bürgers, der beklagt, dass hier zu schnell gefahren wird und sich die Anlieferer nicht an die Öffnungszeiten zwischen acht und 19 Uhr für die Grüngutentsorgung halten. Deswegen soll ein Schild aufgestellt und die Situation beobachtet werden.

Zusätzliche Bürokratie

Die Gemeinde wird eine Ortsabrundungssatzung erlassen. Es geht um zwei Parzellen am Roithbauernbach. Seit dem Jahr 2000 gibt es den Vorbescheid, dass hier zwei Häuser gebaut werden dürfen. Bisher wurde dieser Vorbescheid vom Landratsamt Jahr für Jahr verlängert. Nun nicht mehr. Deshalb muss die Gemeinde eine Ortsabrundungssatzung erlassen.

Vom Aufwand her laufe das ähnlich ab wie ein Bebauungsplanverfahren, sagte Geschäftsleiter Tobias Zeitler. Das sei ein riesen Prozedere für zwei Grundstücke.

Das Gesetz habe sich nicht geändert. Im Landratsamt werde das aber nun sehr bürokratisch gehandhabt. Martin Eisenreich meinte dazu: „Schade, dass wir uns mit solchen Sachen beschäftigen müssen, um vom Bürger eine unzumutbare Härte abzuwenden.“

Weitere Berichte aus Teugn finden Sie hier.

Neues zur Kinderkrippe

  • Aufträge:

    Der Bau macht Fortschritte. Die Gemeinderäte vergaben nun die Putzarbeiten, die Bodenbeläge und das Fliesen. Diese Woche wird die Rohinstallation fertig, in der zweiten Junihälfte kommen die Fenster. Nun müssen nur noch die Küche und die Außenanlagen vergeben werden.

  • Umfang:

    Neben dem dreizügigen Kindergarten entsteht eine zweizügige Krippe. (lhl)

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