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Gründungsfest

Heiße Freude bei den Teugner Schützen

Drei Tage lang feierte die Schützengesellschaft Teugn ihren 100. Geburtstag. Der Höhepunkt war der Festzug.
Von Gabi Hueber-Lutz

Ein prächtiger Anblick waren die Damen des Teugner Jubelvereins mit Festmutter Sabine Brodmeier und dem Königspaar. Fotos: Gabi Hueber-Lutz
Ein prächtiger Anblick waren die Damen des Teugner Jubelvereins mit Festmutter Sabine Brodmeier und dem Königspaar. Fotos: Gabi Hueber-Lutz

Teugn.Bürgermeister Manfred Jackermeier hatte den Satz des Tages: „Ich bin froh, dass ihr nur zweimal und nicht dreimal zum Schönwetterbitten gegangen seid“, sagte er bei seiner Festansprache zum Jubelverein. Noch mehr schönes Wetter wäre definitiv zu viel gewesen.

Das Gründungsfest der Schützengesellschaft 1919 Teugn am Wochenende stand nämlich unter einem sehr hellen Stern. Bei 35 Grad plus x ließen sie es sich der Jubelverein am Sonntagnachmittag nicht nehmen, seinen Festzug zu starten. Festleiterin Heike Hausmann hatte aber schon am Vormittag verkündet, dass es nur einen verkürzten Festzug geben würde.

Die Fahenenträger trotzen der Hitze.
Die Fahenenträger trotzen der Hitze.

Mit ihren funkelnden Ketten boten die Könige und Liesln der Schützenvereine der Sektion Donautal ein prächtiges Bild, allen voran der Teugner Schützenkönig Albert Jackermeier mit seiner Liesl Katja Flanigan. Beide schritten unter einem Bogen aus Grün dahin. 23 Vereine waren gemeinsam unterwegs. Nach der Kehre begegneten sie sich unterhalb der Kirche.

An mehreren Stationen im Dorf hatte der Verein mit Wasserausgabestellen gut vorgesorgt. Und auch Privatleute hielten Wasser für die Festzügler bereit. Die Zugteilnehmer machten regen Gebrauch davon. Die Bereitschaft des Roten Kreuzes war in verstärkter Besetzung vor Ort und die Zuschauer am Wegesrand nutzten jeden Zentimeter Schatten aus. „Da mias ma etz durch“, sagte Festmutter Sabine Brodmeier zu Beginn mit heiserer Stimme.

Unübliche Kleiderordnung

A propos heiser, ja, man habe ordentlich Party gemacht am Abend vorher, sagte sie schmunzelnd. Auch die Kleiderordnung war an diesem herausfordernden Tag nicht ganz die übliche. Auf ihre schweren Jacken verzichteten die Herren diesmal. Beim Jubelverein dominierte deshalb Rot. Die Herren waren in rote Westen gewandet, die Festdamen und Mädchen hatten bei ihren Dirndln Silbergrau und Weinrot kombiniert und waren ein echter Augenschmaus. Der Radfahrverein Teugn, der Obst- und Gartenbauverein und die Repräsentanten vergangener Zeiten in schweren, historischen Uniformen sorgten für weitere Farbtupfer im Zug der 23 Vereine.

Das war der Festzug der Teugner Schützen:

Der Festzug war eine heiße Sache

Am Sonntagmorgen hatte Kanonenböller die Schützen geweckt. Der Jubelverein holte zunächst die Festdamen, die Festmutter und den Schirmherren ein. Anschließend gemeinsam mit seinem Patenverein aus Bad Abbach alle anderen Vereine, bevor man sich zum Kirchenzug aufstellte. Am Ende des Gottesdienstes segnete Pfarrer Schubert fünf Fahnenbänder, die die Festmutter, die Festdamen und der Patenverein dann an den Fahnen anbrachten. Bernd Schwenk überbrachte als erster Gauschützenmeister die Grüße des Donaugaus und Festleiterin Heike Hausmann blickt auf die hundertjährige Geschichte ihres Vereins zurück.

Zusammenhalt ist wichtig

1919 war er von zehn Männern gegründet worden, um mit Gemütlichkeit und Sport die Schmerzen und Nöte des Kriegs zu überwinden. Gemeinsam zu feiern und sich zu treffen sei auch heute, in Zeiten der neuen Medien, noch wichtig, denn jede Zeit habe ihre Probleme, sagte sie.

Schirmherr Jackermeier stellte den Schützen ein sehr gutes Zeugnis aus. Sie seien nicht nur sportlich sehr erfolgreich, sondern auch aktiv an der Dorfgemeinschaft beteiligt. Sein spezieller Dank ging an die Festleiterin und an Schützenmeister Dietmar Hausmann für die perfekte Organisation des Festes.

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