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Gemeinderat

Kindergarten wird in Teugn jetzt teurer

Die Gebühren für die Kinderbetreuung werden erhöht und das Baugebiet „Hinterm Dorf V“ wird auf den Weg gebracht.
Von Gabi Hueber-Lutz

Die Gemeinde Teugn passt die Gebühren für die Kinderbetreuung an. Die meisten Eltern werden künftig weniger zahlen. Foto: Gabi Hueber-Lutz
Die Gemeinde Teugn passt die Gebühren für die Kinderbetreuung an. Die meisten Eltern werden künftig weniger zahlen. Foto: Gabi Hueber-Lutz

Teugn.Zwei Themen standen bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderats auf der Tagesordnung, die beide intensiver Diskussion bedurften: die Kosten für die Kinderbetreuung und ein Baugebiet. In den letzten Jahren sind die Kosten für die Kinderbetreuung in der Gemeinde sprunghaft angestiegen. Schon vor zwei Jahren hatte der Rat eine kontinuierliche Anpassung beschlossen. Die wurde nun für die Kindergartenkinder und die Nachmittagsbetreuung neu geregelt.

Gebühren für beide Gruppen erhöht

Grundsätzlich werden die Gebühren für beide Gruppen erhöht. Die Eltern müssen aber nicht immer mehr bezahlen. Die Staatsregierung hat ja beschlossen, für Kindergartenkinder ab drei Jahren einen monatlichen Zuschuss von 100 Euro zu zahlen. Dieses Geld wird generell an die Gemeinden ausbezahlt und auf die Gebühren angerechnet. Kämmerer Stefan Roithmayer legte den Räten detailliert ausgearbeitete Varianten möglicher Erhöhungen vor. Die Diskussion über das Vorgehen war intensiv. Stefan Kürzl plädierte dafür, 25 Euro pro Betreuungsstunde im Monat für den Kindergarten anzusetzen und 35 Euro für die Kinderkrippe. Bei der Kinderkrippe möchte der Rat aber noch abwarten, was die Staatsregierung für unter Dreijährige beschließen wird. Die momentanen Gebühren bleiben daher bei der Krippe unverändert.

Gleichmäßige Staffelung

Für den Kindergarten gilt ab September folgende Variante: Wird ein Kind fünf Stunden pro Tag im Kindergarten betreut, bezahlen die Eltern 125 Euro pro Monat. Abzüglich der 100 Euro Zuschuss bleiben für sie aber tatsächlich nur 25 Euro Betreuungsgebühren im Monat übrig. Bei acht Stunden Betreuung pro Tag sind es 100 Euro, die aus eigener Tasche bezahlt werden müssen. Auch die Nachmittagsbetreuung wird mit 25 Euro pro Stunde angesetzt, hier gibt es aber keinen Zuschuss. Mit 8:2 Stimmen schloss sich der Rat dieser Variante an.

Martin Eisenreich hätte für eine andere Staffelung plädiert. Ein fünfstündiger Kindergartenbesuch hätte seinem Vorschlag nach unterm Strich generell kostenfrei sein sollen. Dafür wären die Beträge für die längeren Betreuungszeiten etwas höher gelegen. Ein ähnliches Modell hat zum Beispiel Abensberg, da die sogenannten Randstunden bei der Betreuung für Gemeinden ja vergleichsweise teuer sind. Es sind später am Tag nur mehr wenig Kinder da, das Personal wird aber nicht weniger.

Viele Bürger waren wegen des neuen Baugebiets als Zuhörer zu der Sitzung gekommen. Für das Areal „Hinterm Dorf V“ fasste der Rat einstimmig den Aufstellungsbeschluss. Die Planung wird nun öffentlich ausgelegt. Davor galt es aber viele Details festzulegen. Janine Ott vom Büro BBI-Ingenieure stellte die Planung vor. Sie kann in dem neu geschaffenen Verfahren für Außengebiete abgearbeitet werden. Das hat unter anderem den Vorteil, dass es weniger lang dauert.

Hinterm Dorf V

  • Umfang:

    Das Baugebiet liegt östlich des Blumenrings, umfasst insgesamt 31 Parzellen, auf denen vier Doppelhaushälften und 29 Einfamilienhäuser entstehen können. Jedes Haus kann zwei Wohneinheiten beherbergen.

  • Entwässerung:

    Schmutzwasser und Oberflächenwasser werden getrennt entsorgt. Wegen des Hangwassers müssen Bauherren Zisternen bauen. (lhl)

Es handelt sich um ein reines Wohngebiet, in dem gewerblich lediglich Büros oder in bestimmten Fällen Praxen zulässig sind. Zum Teil handelt es sich um Hanglage, in der drei Vollgeschosse erlaubt sind. Die restlichen Parzellen dürfen mit zwei Vollgeschossen bebaut werden. Sehr variabel ist man bei den Dachformen. Lediglich Flachdächer sind bei den Häusern nicht erlaubt. Bei den Garagen dagegen schon. Das Gebiet wird mit zwei Straßen und einer Ringstraße erschlossen.

Höhe individuell festgelegt

Die erlaubte Höhe jedes Hauptgebäudes wird einzeln festgesetzt. Geschäftsleiter Tobias Zeitler plädierte eindringlich für diese Form der Festlegung. Die macht zwar bei der Planung mehr Arbeit, sorgt aber sowohl bei der Verwaltung als auch bei den Bauherren für klare Verhältnisse.

Ein wichtiger Punkt in diesem Baugebiet ist das abfließende Hangwasser. Es wird zum Roithbauernbach hin abgeleitet. Bauherren müssen aber auf ihren Grundstücken auch selber Rückhaltesysteme mit mindesten vier Kubikmetern Fassungsvermögen bauen. Mehr wollte man zunächst nicht vorschreiben, denn auch das Wasserwirtschaftsamt wird sich voraussichtlich zu dieser Frage noch äußern.

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