MyMz
Anzeige

Schließung

Teugner wollen Lebensmittler

Die Befragung der Bürger brachte eine große Resonanz und eindeutige Ergebnisse. Eine Lösung gibt es aber noch nicht.
Von Gabi Hueber-Lutz

Ein Nachfolger für Stefan Kiendl ist noch nicht in Sicht. Ende Dezember sperrt er zu. Foto: Hueber-Lutz
Ein Nachfolger für Stefan Kiendl ist noch nicht in Sicht. Ende Dezember sperrt er zu. Foto: Hueber-Lutz

Teugn.Der Fragebogen zur Nahversorgung in Teugn ist auf sehr große Resonanz bei den Bürgern gestoßen. Weil der Lebensmittelladen Ende des Monats schließt, sucht die Gemeinde nach Lösungen. Mitte Oktober gab es eine Versammlung all derer, die an einer Lösung mitarbeiten wollen. Damals wurde beschlossen, dass die Gemeinde für einen ersten Überblick über die Bedürfnisse der Bevölkerung einen Fragebogen herausgeben soll.

Ergebnisse des Fragebogens

Das Ergebnis stellten Bürgermeister Manfred Jackermeier und Geschäftsleiter Tobias Zeitler bereits jetzt bei der Sitzung des Gemeinderats vor. Die Beteiligung war sehr hoch. Rund 45 Prozent der 630 ausgegebenen Fragebögen kamen zurück. Der Fragebogen wird wohl schon mehr als nur einen Überblick liefern, denn er ist sehr ausführlich und berücksichtigt viele Facetten der Thematik.

Einkaufsverhalten der Teugner

  • Bäckereien:

    Davon gibt es in Teugn noch zwei. Im Fragebogen sagten die Hälfte der Teugner, sie würden einen Backwarenverkauf am Sonntag nutzen.

  • Verteilung:

    Die Mehrheit der Teugner kauft Backwaren am eigenen Ort ein und Lebensmittel in Bad Abbach. Kelheim und Saal wurden nach Teugn und Bad Abbach als Einkaufsorte genannt. Danach folgt Pentling. (lhl)

Hier die wichtigsten Ergebnisse: Wenn die Versorgungssituation besser wäre, würden deutlich mehr Teugner hier einkaufen. Am wichtigsten sind ihnen dabei in erster Linie frische Lebensmittel wie Backwaren, Wurst, Fleisch, Käse, Obst, Gemüse. Großer Bedarf besteht rund um den Themenbereich Post inklusive Paketan- und -rücknahme. Die allermeisten Teilnehmer an der Befragung würden regionale Produkte bevorzugen, knapp dreiviertel plädieren für Produkte mit reduzierter Verpackung. Von Montag bis Freitag liegen die bevorzugten Einkaufszeiten zwischen neun und zwölf Uhr und von 16 bis 18 Uhr. Am Samstag möchten die Leute am Vormittag einkaufen.

Nahversorgung

Schon wieder eine Schließung

In Teugn macht nach einem Wirtshaus und der Sparkassenfiliale auch der einzige Lebensmittelladen am Ort zu.

Knapp die Hälfte wäre auch bereit, Anteilsscheine zu zeichnen. Als Betrag würden rund 25 000 Euro zusammenkommen. 34 Teugner würden mitarbeiten in einem Dorfladen. Im Moment ist der Stand der, dass sich noch niemand gemeldet hat, der das Lebensmittelgeschäft weiterführen würde. Wenn sich bis zum neuen Jahr niemand gefunden hat, müsse die Gemeinde konkret überlegen, wie sie einsteige, sagte Jackermeier. Kein Interesse hat die Mehrheit der Gemeinderäte derzeit an einer Ladestation für Elektroautos. Die Rewag hatte ein Angebot unterbreitet, das zunächst nicht viel kostet. Braucht Teugn so etwas? Stefan Kürzl verneinte und führte als Beispiel die E-Tankstelle beim Bad Abbacher Shopping-Center an, die seiner Erfahrung nach immer leer sei. Auch Bernhard Merkl sagte, dass noch zu wenig Elektroautos unterwegs seien. Mehrere Räte waren der Meinung, dass man damit in Teugn noch zu früh dran sei.

Auch ein möglicher Standort sprang niemandem sofort ins Auge. Bei der Mehrzweckhalle möchte man die beiden dafür benötigten Parkplätze nicht hergeben. Fritz Zirngibl war der Meinung, wenn, dann müsse die Ladestation mit einem Dorfladen kombiniert werden. Die Station fand lediglich fünf Befürworter. Einstimmig sprach sich das Gremium hingegen dafür aus, den gemeindlichen Zuschuss für die Stockhalle im Nachhinein noch zu erhöhen. Der FC Teugn hatte einen entsprechenden Antrag gestellt. Im September war die Halle eingeweiht worden. Auf insgesamt 262 000 Euro beliefen sich die Kosten. 75  000 Euro hat der FC Teugn bereits als Zuschuss von der Gemeinde erhalten, 35 000 Euro als Umlage. Die Halle soll nämlich auch den anderen Teugner Vereinen zur Verfügung stehen. Weil das Fundament der Halle teuerer kam, sind derzeit noch 36 000 Euro ungedeckt. Bürgermeister Jackermeier schlug vor, den gemeindlichen Zuschuss um 20 000 Euro zu erhöhen.

Zuschuss aufgestockt

Manche Gemeinderäte wollten dem Verein noch besser unter die Arme greifen. Schließlich einigte man sich darauf, erst einmal abzuwarten, da im nächsten Jahr auch noch Arbeiten anstehen. Es fehlt der Außenanstrich und auch der Außenbereich bedarf noch der Gestaltung. Bis zum Gründungsfest der Schützen soll die Halle schließlich schön dastehen. Noch unkonkret angesprochen wurden Maßnahmen, die den Lärm im Innern verringern sollen, wenn die Stockschützen ihren Sport ausüben. Einstimmig genehmigte der Rat in einem weiteren Punkt den Neubau von landwirtschaftlichen Lagerhallen in der Bergstraße.

Weitere Nachrichten aus dem Landkreis Kelheim finden Sie hier

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht