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Baustelle

Trainer Kindergarten ist im Zeitplan

Das Großprojekt kommt voran und liegt im Kostenrahmen. Allerdings sind weitere Arbeiten schon am Horizont zu sehen.
Wolfgang Abeltshauser

Der Gemeinderat sah sich im Ausweichquartier des Kindergartens im ehemaligen Sitzungssaal um. Foto: Wolfgang Abeltshauser
Der Gemeinderat sah sich im Ausweichquartier des Kindergartens im ehemaligen Sitzungssaal um. Foto: Wolfgang Abeltshauser

Train.Die Politiker der Gemeinde Train machten zufriedene Gesichter, als sie die Baustelle des Kindergartens inspizierten. „Die Maßnahme liegt voll im Zeitplan“, freut sich Bürgermeister Gerhard Zeitler (UL). In den kommenden Monaten soll am vorhandenen Standort eine praktisch neue Einrichtung entstehen. Absolut positiv: Auch der Kostenrahmen wird laut Gemeindechef derzeit eingehalten. Insgesamt sind 1,8 Millionen angesetzt – fast die Hälfte davon fließt aber als Zuschuss wieder zurück in die Kommune.

Die Baustelle kommt voran. Foto: Abeltshauser
Die Baustelle kommt voran. Foto: Abeltshauser

Ein wichtiger Punkt bei den Arbeiten am Kindergarten ist die Mittags- und Nachmittagsbetreuung, für die Räume geschaffen werden. Im Keller wird dafür eine neue Küche eingerichtet. Dort entstehen nach Zeitlers Worten auch Lager-, Technik- und Sanitärräume. Im Außenbereich wird eine Terrasse angelegt. So können die Kleinen in Zukunft bei schönem Wetter draußen essen. Im ersten Stock wird Platz für insgesamt drei Gruppen geschaffen. Die Kommune reagiert wie andere auf den gestiegenen Bedarf seitens der Eltern.

Zeitler berichtete beim Rundgang, dass die Arbeiten in den Sparten Haustechnik und Elektro kurz vor dem Abschluss stehen. Bald kommen die Maurer und verputzen die Wände. Die Gemeinderäte feilten bei ihrem Termin auf der Baustelle an vielen Details. Beispielsweise legten sie das Material für die Böden und die Fließenfarben fest. Auch in Nachbarkommunen wie Abensberg und Siegenburg stehen Bauarbeiten für Kindergärten auf der Agenda.

Ausweichquartier gefällt

Grundsätzlich können die Kinder und ihre Betreuerinnen während der Bauzeit am Standort bleiben. Allerdings müssen Gruppen zeitweise ausgelagert werden. Mit der gefundenen Lösung dazu zeigten sich die Räte zufrieden. „Das ist ein Glücksfall“, sagte Michaela Marx (CSU) beim Blick in den ehemaligen Sitzungssaal. Dort ist ein Gruppenraum eingerichtet. Er traf den Geschmack. Marx befand, dass ohne diese Lösung das Projekt nicht so einfach zu realisieren wäre. Zeitler blickte schon ein wenig in die Zukunft. Wenn der Kindergarten den Raum nicht mehr benötigt, soll die Volkshochschule dort Platz finden.

Allerdings zeichnen sich weitere Arbeiten ab. Zeitler ließ wissen, dass das Mauerwerk des bestehenden Gebäudes sowie der Mehrzweckhalle feucht sei. Eine nicht ausreichende Isolierung sei wohl der Grund. Also müsse hier nachgearbeitet werden. Dies werde in mehreren Schritten geschehen.

Eine weitere Baustelle kündigt sich an. Im Blick ist dabei der Ortsteil Neukirchen. Auf Nachfrage von Armin Stiegler (CSU) erläuterte der Bürgermeister kurz die Maßnahme. Die Ortsdurchfahrt soll ab dem Anwesen Schlaffer bis zur Brücke saniert werden. Es wird neuer Asphalt aufgetragen – auch dort, wo bisher gepflastert ist. Außerdem soll der Weg hin zum Seniorenheim hergerichtet werden, damit die älteren Herrschaften dort besser zu Fuß gehen können. Gedankenspiele über einen Gehweg entlang der Ortsdurchfahrt müssen die Neukirchener allerdings einstellen. Laut Planer sei zu wenig Platz dafür. Außerdem würde ein solcher Weg eher dazu führen, dass die Autofahrer schneller durch den Ort düsen als jetzt. Der Kostenvoranschlag für die Maßnahme beläuft sich auf 175 000 Euro. Vergeben sind die Arbeiten am Brückengeländer in Neuhausen. Der Zuschlag ging an die Trainer Schreinerei Schretzlmeier für 8800 Euro.

Höhere Gebühren bei der Krippe

Mehr Geld müssen Eltern in Zukunft zahlen, die ihre Sprösslinge in der Trainer Kinderkrippe unterbringen wollen. Bisher wurde pro Betreuungsstunde 1,5 Euro verlangt. Jetzt sollen es deren zwei sein. Zeitler gab ein Rechenbeispiel: Wer sein Kind bisher vier Stunden am Tag die ganze Woche über brachte, zahlte bisher 120 Euro. Nun sind es 160.

In einer kurzen Debatte fanden sich zwei Fraktionen: Die einen kritisierten den prozentual großen Schritt. Andere waren der Meinung, dass es trotzdem nicht zu teuer sei. Zeitler hatte eingangs berichtet, in Siegenburg seien es ebenso zwei Euro pro Stunde. Bei der Abstimmung war letztendlich nur Josef Limmer (CSU) dagegen.

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