MyMz
Anzeige

Gemeinderat

Weichen für Gewerbe in Train gestellt

2020 sollen sich weitere Firmen im Ortsteil St. Johann ansiedeln können. Negative Überraschungen gibt es beim Kindergarten.
Von Wolfgang Abeltshauser

Die neuen Gewerbeflächen sollen sich südlich des bestehenden Areals erstrecken. Foto: Abeltshauser
Die neuen Gewerbeflächen sollen sich südlich des bestehenden Areals erstrecken. Foto: Abeltshauser

Train.Binnen eines Jahres könnten die Arbeiten für ein neues Gewerbegebiet im Trainer Ortsteil St. Johann begonnen haben. Zumindest ist das Ziel von Planer Fritz Bauer klar formuliert: Die Arbeiten sollen im Winter ausgeschrieben werden. Die Politiker haben das ihre dazu jetzt erledigt. Sie beschlossen, den Flächennutzungsplan entsprechend zu ändern, und stellten einen Bebauungsplan „Gewerbegebiet Ziegelstadl“ auf.

Westlich der Bundesstraße

Der Zeitplan sei so auch notwendig. Sagte Bauer in der jüngsten Ratssitzung. Die frühe Suche nach Baufirmen helfe, finanziell sinnvolle Angebote zu erhalten. Das Areal befindet sich südlich von St. Johann westlich der Bundesstraße. Es umfasst sowohl Flächen, die der Kommune gehören als auch Areale von Firmen. Das Gelände sei nicht einfach, denn es neige sich in verschiedene Richtungen. Notwendig ist, weitere Fachplaner hinzuzuziehen, was die Räte auch so beschlossen. Das Areal soll mit einer Ringstraße erschlossen werden.

Harald Ecker (UW) brachte die Idee eines Kreisverkehrs an der Bundesstraße bei der Abzweigung Richtung Mallmersdorf ins Spiel. Denn dort soll auch in die andere Richtung – also ins Gewerbegebiet – abgebogen werden. Es sei eine Sache der Verkehrssicherheit. Derzeit gehe man davon aus, dass eine Abbiegespur ausreichend sei. So lautete die Antwort. Die Detailplanung könnte anderes ergeben.

Zuwachs bei der Kläranlage in Train

  • Arbeiten:

    Eine neue Halle soll bei der Kläranlage entstehen. Denn laut Bürgermeister sind eine Werkstatt, Lagerareale und Platz zum Trocknen von Klärschlamm notwendig. Auf das Dach soll eine Photovoltaikanlage kommen, die Strom für das Klärwerk bringen soll.

  • Antrag:

    Eine Bauvoranfrage für das Projekt ist jetzt auf dem Weg ins Landratsamt. So beschlossen es die Räte. (wo)

Allerdings liege die Entscheidung beim Straßenbauamt. Sicherlich würde ein Kreisverkehr nur dann infrage kommen, wenn die Kommune die Bau- und Unterhaltskosten trage. Da könne schon eine Million zusammenkommen. Außerdem wäre es notwendig, Grund zu erwerben, um den notwendigen Durchmesser von 40 Metern verwirklichen zu können.

Vergeben sind die ersten Gewerke für die Arbeiten am Kindergarten. Mit Blick auf die Angebote stellte Bürgermeister Gerhard Zeitler (UL) fest: „Ich bin fast erschrocken.“ Es gebe nur wenige Angebote. „Sie sind total überhöht.“ Deshalb entschloss sich das Gremium, bei den Elektroarbeiten auf einige Schmankerl zu verzichten, was eine Einsparung von rund 20 000 Euro brachte. Beispielsweise soll keine Steuerung für die Rollos eingebaut werden, die auf das Sonnenlicht reagiert.

Firmen aus der Region

Rund 125 000 Euro machen die Arbeiten jetzt aus, welche die Firma Rieger aus Saal übernimmt. Das sind dann sogar einige tausend Euro niedriger als die Kostenschätzung. Die belief sich für die Baumeisterarbeiten auf knapp 200 000 Euro. Vergeben wurden sie an eine Firma aus Feldkirchen für 205 000 Euro. Eine neue Heizung gibt es für rund 60 000 Euro. Ursprünglich ist man von knapp 10 000 Euro weniger ausgegangen. Die Sanitäranlagen gibt es für rund 70 000 Euro. Auch hier war der Ansatz knapp fünfstellig niedriger. Beide Gewerke gingen an das Unternehmen Dietrich-Scheuerle aus Neustadt.

Hier finden Sie weitere Artikel aus Train.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht