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Bankerleben

Zum Glück ist er nie überfallen worden

In Train gingen viele nicht zur Raiffeisenbank, sondern „zum Kurt“. Nun geht Kurt Ziegler in Ruhestand.

Aufsichtsratsvorsitzender Josef Gabelsberger, Vorstandsvorsitzender Karl Prohaska und Vorstand Johann Glas wünschen Kurt Ziegler (mit Urkunde in der Hand) alles Gute. Foto: Einsle
Aufsichtsratsvorsitzender Josef Gabelsberger, Vorstandsvorsitzender Karl Prohaska und Vorstand Johann Glas wünschen Kurt Ziegler (mit Urkunde in der Hand) alles Gute. Foto: Einsle

Train.Fast ein halbes Jahrhundert beim selben Arbeitgeber, nach mehr als 46 Jahren ist der Geschäftsstellenleiter Kurt Ziegler in Altersteilzeit gegangen. Mit 15 Jahren hatte er im August 1971 bei der Raiffeisenkasse in Train als Lehrling begonnen.

Drei Jahre später legte er erfolgreich die Bankkaufmannsprüfung vor der IHK ab. „Damals waren wir noch eigenständig!“, sagte er. Die Fusion mit der Raiffeisenbank Bad Gögging erfolgte erst 1982. Der Vertrag lautete damals im August ´82 auf „Bankkaufmann mit Lagertätigkeit“. Denn mit der Bank war das Lagerhaus verbunden, in dem man Dünger, Futtermittel und Saatgut erstehen konnte. Das hieß, wenn Kunstdünger-Lieferungen kamen, musste man morgens um 4 Uhr mit einem hiesigen Fuhrunternehmen nach Neustadt fahren und den Zugwaggon entladen. Freilich war auch am Samstag der Laden offen, bis zu 80 Kunden kamen um Geschäfte zu tätigen und Ware zu kaufen.

Erst 1992 wurde das Lager nach Siegenburg verlegt und somit die beiden Geschäftszweige getrennt. Schon im Mai 1985 wurde Kurt Ziegler die Geschäftsstellenleitung übertragen. Sein damaliger Chef Anton Alkofer war plötzlich verstorben. Im März 1991 legte Ziegler das bankbetriebliche Hauptseminar zum genossenschaftlichen Bankbetriebswirt ab. Zum 1. Juni 2006 wurde er dann Marktbereichsleiter. „Wenn ich zurückblicke, bin ich sehr froh, dass in meiner Filiale all die Jahre kein einziger Überfall war. Rundum war das leider anders!“

Bei der festlichen Verabschiedung beim Gasthof Gigl im Neustadt, sagte Vorstandsvorsitzender Karl Prohaska: „In Train sagte man nicht ‚gehn wir zur Raiffeisenbank‘, man sagte Jahrzehnte lang ‚gehn wir zum Kurt –- oder eben zu Herrn Ziegler‘ – er war einfach die Raiffeisenbank!“ Ziegler hat zu einigen der ehemaligen Lehrlinge immer noch guten Kontakt.

Auf die Familie und auf die Zeit, die er jetzt für selbige hat, freut er sich besonders. „Ich bin gerne Opa, meine beiden Enkel machen mir und meiner Frau Christa viel Freude!“ Vor drei Jahren hat er auch die Fischereiprüfung abgelegt und wird sicher das ein oder andre mal beim Fischen unterwegs sein. „Ich hab’ gern in der Raiffeisenbank gearbeitet, weil ich immer nah am Kunden war. Jetzt freu ich mich, dass meine Frau und ich gesund bleiben und kann hoffentlich meinen Ruhestand noch sehr lang so fit genießen!“ (dek)

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