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Zweckverband

Wasserversorger hat 2019 viel vor

Die Sanierung des Wasserwerks in Offenstetten kostet eine Million Euro. In Sachen Trinkwasserschutz gibt es ein neues Projekt
Von Peter Hübl

Im Erweiterungsbau, der das Infozentrum und den neuen Sitzungssaal aufnehmen wird, ist der Innenausbau in vollem Gange. Foto: Hübl
Im Erweiterungsbau, der das Infozentrum und den neuen Sitzungssaal aufnehmen wird, ist der Innenausbau in vollem Gange. Foto: Hübl

Abensberg.Beim Antrag zur Sanierung von Anlagen zur Wasserversorgung war man erfolgreich. Wie Vorsitzender Hans Weinzierl bei der Sitzung des Werkausschusses des Zweckverbands zur Wasserversorgung (WZV) der Rottenburger Gruppe mitteilte, hatte die Verwaltung am 20. Dezember beim Wasserwirtschaftsamt einen Förderantrag für die Verbundleitung von Neufahrn nach Ergoldsbach und das dortige Pumpwerk gestellt. Die Zuteilung sei nach dem „Windhund-Verfahren“ erfolgt. Schon am 10. Januar sei der Zuwendungsbescheid erlassen worden.

Für die Maßnahmen von rund 2,7 Millionen Euro wird eine Förderung von bis zu 50 Prozent in Aussicht gestellt. Mit der Schaffung der Projektkoordination für Landwirtschaft und Grundwasserschutz geht der WZV einen neuen Weg, und versucht Brücken zu bauen zwischen den Landwirten im Einzugsgebiet und dem Wasserversorger. Seit August 2018 ist Marlene Gruber mit der Entwicklung eines Konzepts für zukunftsfähige und wasserschonende Landbewirtschaftung zum Schutz des Grundwassers befasst. Wichtig ist ihr dabei die Zusammenarbeit mit den Landwirten, denn sie sind es, die zum einen die Erfahrung mit ihren Standortgegebenheiten mitbringen und zum andern die Maßnahmen auch umsetzen sollen.

Die Kooperationsvereinbarungen sehen vor, Prämien für bestimmte grundwasserschonende Bewirtschaftungsmaßnahmen anzubieten. Gruber erläuterte, dass die Vorgehensweise ein Grundpaket vorsehe, das zunächst über drei Jahre mit jeweils einjähriger Verlängerung laufe. Dieses beinhalte eine Bodenuntersuchung je drei Hektar im Herbst und Frühjahr, die Einhaltung von Abstandsflächen zu Gewässern beim Ausbringen von Pflanzenschutzmitteln (PSM) und den Verzicht auf Vorerntespritzung. Weitere Zusatzpakete betreffen den Öko-Landbau, den Silphie-Anbau und eine Ergebnis-Prämie je nach Stickstoff-Gehalt.

Die Umsetzung des Infozentrums sieht Anschaffungen vor, die nicht Gegenstand der Leader-Förderung sind. Deshalb beschloss der Ausschuss, Förderanträge in Höhe von 13 097 Euro an den „Kulturfonds-Bildung“ und an die „Kulturstiftung Bezirk Niederbayern“ zu stellen.

Die Sanierung des Wasserwerks Offenstetten wird nach neuesten Berechnungen etwa eine Million Euro kosten. Hier ist eine Außenstelle des Informationszentrums geplant. Hans Weinzierl merkte an, dass man auch an die kleinen Versorgungseinheiten denken müsse. Der einfachere Weg wäre gewesen, den Brunnen mit der besten Wasserqualität im WZV einfach zu schließen. Durch die Sanierung sei die Versorgungssicherheit auf 30 bis 40 Jahre gesichert. Außerdem könne man bei kleineren Einheiten einen Ausbau in Erwägung ziehen. (dph)

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