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Beschluss

Der Haushalt ist unter Dach und Fach

Auf einen Rekord-Etat einigt sich der Wildenberger Gemeinderat. Viel Geld fließt in Sanierungs- und Gestaltungsvorhaben.
Von Roswitha Priller

Wildenbergs größte Investitionsmaßnahme heuer wird der Neubau des Geh- und Radweges entlang der B 299. Foto: Priller
Wildenbergs größte Investitionsmaßnahme heuer wird der Neubau des Geh- und Radweges entlang der B 299. Foto: Priller

Wildenberg.Die Gemeinde Wildenberg geht mit einem Rekordhaushalt in das Jahr 2019. Die Gemeinderäte verabschiedeten einstimmig den Haushaltsplan 2019, der ein Gesamtvolumen von 4,885 Millionen Euro umfasst. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies eine Steigerung um rund 768 000 Euro oder 18,7 Prozent.

Im Vergleich dazu betrachtet: Im Jahr 2016 lag das Haushaltsvolumen noch bei gut 2,6 Millionen Euro, wobei hier eine hohe Erstattungszahlung durch den Freistaat das Investitionsaufkommen verringerte.

Wildenberg bleibt schuldenfrei

Die Gemeinde bleibt auch heuer schuldenfrei und verfügt über eine Rücklage, die es ermöglicht den Haushaltsplan 2019 ohne Berücksichtigung von Fremdkapital auszugleichen. Nach Vorberatungen mit dem Finanzausschuss hat der Kämmerer der VG Siegenburg, Patrick Scheck, alle Änderungswünsche in den Plan eingearbeitet. Die hohe Steigerung erklärt sich zum einen aus dem Vermögenshaushalt: Mit 2,811 Millionen Euro liegt dieser um gut eine halbe Million Euro oder knapp 22 Prozent höher als im Vorjahr. Zum anderen erhöht sich auch der Verwaltungshaushalt, um 263 000 Euro.

Teure Radweg-Erneuerung

Einige größere Maßnahmen tragen zum hohen Investitionsvolumen bei. So schlägt allein der Neubau des Geh- und Radweges entlang der B299 im laufenden Haushaltsjahr mit vom Ingenieurbüro Wöhrmann geschätzten 1,5 Millionen Euro zu Buche. Allerdings ist hier mit einer erheblichen staatlichen Förderung zu rechnen.

Wildenbergs größte Investitionsmaßnahme heuer wird der Neubau des Geh- und Radweges entlang der B 299. Foto: Priller
Wildenbergs größte Investitionsmaßnahme heuer wird der Neubau des Geh- und Radweges entlang der B 299. Foto: Priller

Insgesamt 400 000 Euro sind für allgemeinen Grunderwerb eingeplant. Auch mit den Straßensanierungen geht es in der Gemeinde weiter. Für heuer ist die Sanierung der Sonnenstraße vorgesehen. Veranschlagt sind hierfür 150 000 Euro.

Die Einkommenssteuerbeteiligung stellt für die Gemeinde weiterhin die wichtigste Einnahmequelle dar; der Kämmerer erhofft sich 874 000 Euro. Die staatliche Schlüsselzuweisung ist mit 356 560 Euro um 21 000 Euro gegenüber dem Vorjahr gesunken. Die Einnahmen aus der Gewerbesteuer werden für das laufende Jahr mit 300 000 Euro angesetzt. Die aktuellen Sollstellungen liegen höher als der veranschlagte Betrag. Im Vorjahr lagen die Einnahmen bei gut einer halben Million Euro. Doch Scheck plant hier nach eigenen Worten lieber mit gewissen Sicherheiten, da es immer gelte, die weiteren Entwicklungen abzuwarten.

Umlage an Kreis wird wohl steigen

Die Höhe der Kreisumlage stand bei Erstellung des Plans noch nicht fest. Da die Einnahmen aus der Gewerbesteuer, der Schlüsselzugweisung und der Einkommensteuer höher ausfielen als im Vorjahr, ist mit einem Anstieg der Kreisumlage zu rechnen; angesetzt sind im Etat derzeit 638 000 Euro.

Falls tatsächlich alle im Investitionsprogramm festgelegten Maßnahmen heuer schon umgesetzt werden, wäre eine Rücklagenentnahme von 500 000 Euro nötig. Die Erfahrungen zeigen jedoch, dass die Projekte meist nicht so schnell abgewickelt werden.

Einige Baumaßnahmen

Die größten Posten des Investitionsplans umfassen neben den bereits erwähnten Baumaßnahmen noch weitere in der Gemeinde. So sind etwa für die Gestaltung des Dorfplatzes 50 000 Euro vorgesehen. Der Straßenbau im Mischgebiet Pürkwang ist mit 125 000 Euro veranschlagt – ein Haushaltspunkt, der nahezu komplett aus dem Vorjahr übertragen wurde. Weitere 10 000 Euro entfallen auf die Wasserversorgung (Hausanschlüsse). Für die Sanierung von Flur- und Feldwegen stehen 25 000 Euro bereit. Auch bei der Straßenbeleuchtung ist einiges zu tun. Teilweise ist dies neue Beleuchtung oder Umstellung auf LED. Das lässt sich die Gemeinde 45 000 Euro kosten.

Für die ersten Investitionen im Bereich Nachrüstung und Erweiterung der Kläranlage sind zunächst 50 000 Euro vorgesehen. Die größere Summe wird wohl in den folgenden Jahren anfallen. Geplant sind 3,25 Millionen an Gesamtkosten bis 2021. Ein Problem ist weiterhin das Eindringen von Fremdwasser ins Wildenberger Kanalsystem. Um das zu Verringern sind 25 000 Euro eingeplant. Für Kanalbau sind 90 000 Euro vorgesehen.

Weitere Posten

  • Feuerwehr:

    Die Freiwillige Feuerwehr Wildenberg wird mit insgesamt 15 000 Euro bei der Ausrüstung unterstützt.

  • Grundschule Pürkwang: Für die Schulausstattung sind 10 000 Euro vorgesehen.

  • Renaturierung: Die Renaturierung der Prasterwiese wird insgesamt 25 000 Euro kosten; davon fallen heuer 15 000 Euro an.

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