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Diskukssion

Die Qual der Wahl bei der Kläranlage

Der Gemeinderat hat Finanzierungswege debattiert. Für den Wegeunterhalt wurde mit Jagdgenossen eine neue Regelung getroffen.
von Roswitha Priller

Wie die Kosten für die neue Kläranlage umgelegt werden, steht noch nicht fest. Foto: Roswitha Priller
Wie die Kosten für die neue Kläranlage umgelegt werden, steht noch nicht fest. Foto: Roswitha Priller

Wildenberg. Lange Diskussionen gab es kürzlich in der Gemeinderatsitzung zum Thema Finanzierung der Kläranlage Wildenberg. Wobei bis dato noch nicht bekannt ist, was die Kläranlage kosten wird. Das hängt von der technischen Umsetzung ab. Georg Bergermeier, Geschäftsführer der VG Siegenburg erläuterte dabei dem anwesenden Gremium und Besuchern die finanzielle Situation der Gemeinde.

Rücklage vorhanden

Rund 380 000 Euro an Rücklagen seien zur Zeit für den Bau der gemeindlichen Kläranlage vorhanden. Der zu erwartende Restbetrag müsse von den Betroffenen finanziert werden. Hier gäbe es letztendlich zwei Varianten. Entweder könnten die Betroffenen für die Kosten am Bau der Kläranlage gleich zur Kasse gebeten werden. Alternativ könnte der aufkommende Finanzierungsbedarf auch über die in den Jahren darauf folgenden entsprechend höheren Gebühren gedeckt werden. Variante zwei würde bedeuten, dass die Gemeinde aufs erste die Kläranlage komplett vorfinanzieren müsste.

Bisher hatten sich Gemeinde und Jagdgenossenschaft darauf geeinigt, für den Wegeunterhalt jeweils die Kosten 50 zu 50 aufzuteilen. Im vergangenen Jahr 2018 waren die Kosten sehr hoch. Viele Gräben wurden geräumt und Flurwege entsprechend gerichtet.

Die Jagdgenossen widersprachen nun der bisher üblichen Aufteilung. Sie boten in einer Mitteilung an, den Durchschnittsbetrag der letzten drei Jahre von rund 3250 Euro zu bezahlen. Dem Betrag stimmten die Gemeinderäte zu, da es sich um außergewöhnliche Belastungen für die Jagdgenossenschaft handeln würde. Damit die Jagdgenossen in Zukunft verlässlich kalkulieren können, will die Gemeinde ihnen künftig jährlich eine Pauschale über 3250 Euro anbieten. Und zwar unabhängig davon, wie hoch die Kosten der Gemeinde letztendlich für den Wegeunterhalt sind.

Ausrüstung Feuerwehr

Die Schutzausrüstung der aktiven Feuerwehrler der FF Wildenberg muss an die aktuellen Normen angepasst werden. Dies wurde der Gemeinde auch von der Landkreisführung bestätigt. Auf Wildenberg kommen hier Kosten in Höhe von etwa 24 000 Euro zu, wie Kommandant Christop Hirsch darlegte. Zusätzlich benötigt die Feuerwehr einige Standardmittel und Ersatzbeschaffungen wie Ölbindemittel, Einmalhandschuhe, C-Schläuche und D-Schläuche. Hierfür werden 3000 Euro fällig. Damit sie den Löschzug LF-20 der FF Wildenberg fahren dürfen, sollen zwei aktive Feuerwehrkameraden die entsprechende Fahrberechtigung der Klasse C mit Zusatz E durchlaufen. Dafür entstehen Kosten über etwa 2800 Euro. Der Gemeinderat stimmte dem Vorschlag der FF Wildenberg zu, die Kosten für die beiden Feuerwehrkameraden Sebastian Sperger und Michael Kallmünzer zu übernehmen.

Die Bürgermeisterin informierte, dass der Ausbau Ortsdurchfahrt Wildenberg / Pürkwang – Gehweg von Seiten der Firma Swietelsky abgerechnet worden ist. Die Schlussrechnung wurde vom Planungsbüro geprüft und korrigiert. Die Summe in Höhe von 25 000 Euro wird an die Fa. Swietelsky bezahlt.

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