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Polizei

Dutzende Fische verenden in Weihern

Rund zwei bis drei Zentner Weiß- und Edelfische sind in bei Willersdorf verendet. Die Ursache ist noch unklar.
Von Roswitha Priller

An die drei Zentner verendete Fische wurden bisher aus den Weihern geborgen. Foto: Roswitha Priller
An die drei Zentner verendete Fische wurden bisher aus den Weihern geborgen. Foto: Roswitha Priller

Wildenberg.Etwa zwei bis drei Zentner Weiß- und Edelfische sind in zwei Weihern in Willersdorf verendet. Die Weiher sind über ein Rohr miteinander verbunden. Festgestellt wurde das Unglück am Mittwochnachmittag. Zur Klärung der Ursache für das Fischsterben wurden von der Polizei Gewässerproben entnommen sowie tote Fische sicher gestellt und dem Wasserwirtschaftsamt Landshut zur Untersuchung übergeben. Bis Donnerstagmittag lagen noch keine Ergebnisse vor. Als erste Maßnahme zur Schadensbegrenzung hat die FF Wildenberg die Belüftung beider Weiher mit einer Pumpe übernommen. „Wir pumpen das Wasser mit einer Leistung von 2000 Liter in der Minute um, um möglichst viel Sauerstoff in die Gewässer einzubringen,“ gab Kommandant Christoph Hirsch Auskunft. Solange die eigentliche Ursache nicht bekannt sei, sei die Belüftung momentan die sinnvollste Maßnahme, meinte auch Michael Schürmann, Gewässerwart vom Kreisfischereiverband vor Ort. Eine weitere Pumpe mit gleicher Leistung wurde zudem vom Fischereiverband eingesetzt.

Die FF Wildenberg belüftet als Sofort-Maßnahme beide Weiher. Foto. Priller
Die FF Wildenberg belüftet als Sofort-Maßnahme beide Weiher. Foto. Priller

Vom Fischsterben waren die auf Sauerstoffmangel empfindlicher reagierenden Weißfische sowie Zander betroffen. Hecht-, Karpfen- und Wallerbestände sind nicht betroffen. „Die Fische sind meiner Meinung nach aufgrund von Sauerstoffmangel verendet,“, so Schürmann. Woher der Mangel rühre, sei momentan nicht zu sagen. Da müssten die Ergebnisse der Probenentnahmen abgewartet werden. Gülleeintrag könnte eine Möglichkeit sein. Hirsch und sein Kollege Erich Lentner konnten allerdings keine Überlaufstelle vom benachbarten Feld feststellen. Sie hatten zuvor die Feldkante sorgfältig in Augenschein genommen „Die Gräben sind hier auch erst vor kurzem gereinigt worden. Eine Überlaufstelle würde sofort auffallen,“ meinte Hirsch. Auch ein natürlich entstandener Sauerstoffmangel sei aufgrund der Witterung im Zusammenspiel mit der Trübheit des Wassers nicht auszuschließen. Die Polizei Mainburg schätzte die Höhe des Sachschadens auf 1500 Euro.

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