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Empfang

Politiker machten Halt in Wildenberg

Die Politiker Andreas Scheuer und Manfred Weber brachten Berlin und Europa ein Stück näher beim CSU-Neujahrsempfang.
Von Roswitha Priller

Bundesminister Andreas Scheuer und EVP-Vorsitzender Manfred Weber bedankten sich bei den jungen Musikern für die Umrahmung. Fotos: Priller
Bundesminister Andreas Scheuer und EVP-Vorsitzender Manfred Weber bedankten sich bei den jungen Musikern für die Umrahmung. Fotos: Priller

Wildenberg.Inzwischen sind es die Wildenberger schon ein klein bisschen gewohnt, aber spannend bleibt es nach wie vor – zum CSU-Neujahrsempfang läuft beim Kellnerbräu in Pürkwang seit einigen Jahren große politische Prominenz auf. Heuer konnte als Ehrengast Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) gewonnen werden. Dementsprechend bis auf den allerletzten Platz besetzt, war auch der Saal beim Kellnerbräu, in den der Ortsverein geladen hatte. Für die musikalische Umrahmung sorgten die Blaskapelle „Das schwarze Blech“ und die Geschwister-Trios Laurin, Noah und Janik Atzenbeck sowie Marius, Julia und Konstantin Priller. Die Verleihung von Ehrenamtstalern an aktive Wildenberger Bürger stand ebenso auf dem Programm.

Die Wildenberger Bürger, die schon seit Jahren in ihren Vereinen ehrenamtlich tätig sind, wurden mit dem Ehrenamtstaler ausgezeichnet. Heuer waren es die Kassiere der Ortsvereine sowie Ministranten, die über zehn Jahre ihr Amt ausgeübt haben. Foto: Priller
Die Wildenberger Bürger, die schon seit Jahren in ihren Vereinen ehrenamtlich tätig sind, wurden mit dem Ehrenamtstaler ausgezeichnet. Heuer waren es die Kassiere der Ortsvereine sowie Ministranten, die über zehn Jahre ihr Amt ausgeübt haben. Foto: Priller

Neben einigen Vertretern der umliegenden Gemeinden, waren auch Landrat Martin Neumeyer, Landtagsabgeordnete Petra Högl, Bezirksrätin Hannelore Langwieser sowie der Spitzenkandidat der EVP, Manfred Weber, unter den zahlreichen Gästen. Der wohlwollenden Einladung von Weber war es zu verdanken, dass Scheuer nach Wildenberg gekommen war.

Europawahl

Ein Anti-Krawallo entfacht Europagefühle

Der Niederbayer Manfred Weber hat gute Chancen, EU-Kommissionspräsident zu werden. In der CSU spürt er Rückhalt wie nie.

Startschuss für Webers Europa-Politik fällt in Wildenberg

CSU-Ortsvorsitzender Winfried Roßbauer begrüßte Weber mit den Worten: „Wir alle freuen uns über Deine erfolgreiche Europa-Politik.“ Für das nächste Etappenziel, eine erfolgreiche Europa-Wahl, werde in Wildenberg der Startschuss gesetzt. Weber ließ es sich nicht nehmen, die Begrüßung der geladenen Gäste vorzunehmen. Er stellte Scheuer als seinen „Freund, mit dem ich schon viele Schlachten geschlagen habe“ vor. Der aus Passau stammende Scheuer ist ebenfalls Niederbayer, deswegen sei man sich schon vor vielen Jahren auf JU-Ebene begegnet.

„Wir haben eine Richtgeschwindigkeit und kein Tempolimit – und das wird auch so bleiben.“

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer

Scheuer betonte, er sei gerne nach Wildenberg gekommen. „Es ist ein spannendes Jahr, da rückt man eng zusammen“, meinte der Bundesminister mit Blick auf die im Mai anstehende Europawahl.

In seinen Ausführungen hielt der Minister weiter an der Richtgeschwindigkeit auf deutschen Autobahnen fest. „Wir haben eine Richtgeschwindigkeit und kein Tempolimit – und das wird auch so bleiben.“

Digitalisierung weiter ausbauen

Einen Besen, der alle Unliebsamkeiten wegkehren kann, überreichte CSU-Orstvorsitzender Winfried Roßbauer (li.) an Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer. Der freute sich über die gute Qualität. Ob er den Besen jemals benutzen wird, bleibt fraglich. Foto: Priller
Einen Besen, der alle Unliebsamkeiten wegkehren kann, überreichte CSU-Orstvorsitzender Winfried Roßbauer (li.) an Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer. Der freute sich über die gute Qualität. Ob er den Besen jemals benutzen wird, bleibt fraglich. Foto: Priller

Scheuer mahnte an, dass nicht die wirklichen Chancen der Mobilität diskutiert würden. „Mobilität gilt es in der Zukunft zu koordinieren und zu managen.“ Dazu sei auch eine bessere Digitalisierung notwendig. Der Ausbau müsse maximiert werden, um auch die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse für den ländlichen Raum herzustellen. Aber die Digitalisierung gibt es nicht ohne Masten. „5G bedeutet drei mal so viele Masten wie 4G“, verdeutlichte Scheuer. 3,5 Milliarden Euro stünden seinem Ministerium für Internet und flächendeckenden Mobilfunk zur Verfügung, weitere zwei Milliarden für Straßenbau. „Es scheitert kein Projekt mehr, weil kein Geld da ist.“

Abschließend gab Scheuer seine Begeisterung für die EU weiter. „Kämpft für die Wahl, geht hin, Europa lohnt sich.“ Um es besser machen zu können, brauche man die Unterstützung der Bevölkerung, auch vom ländlichen Raum. Bei europaweit über 40 Prozent Skeptikern und Gegnern der EU dürfe nicht vergessen werden, dass unser Frieden, Freiheit und Wohlstand auf Europa basiere.

Verankerung in der Heimat

Die Böllerschützen vom SC Hubertus Pürkwang hatten den Ehrengästen bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt einen würdevoll „donnernden“ Empfang mit ihren Böllerschüssen bereitet. Das erlebt auch ein Bundesminister nicht so häufig. Foto: Priller
Die Böllerschützen vom SC Hubertus Pürkwang hatten den Ehrengästen bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt einen würdevoll „donnernden“ Empfang mit ihren Böllerschüssen bereitet. Das erlebt auch ein Bundesminister nicht so häufig. Foto: Priller

„Unsere Verankerung in der Heimat, ist das Wichtigste, was man haben kann“, erläuterte Weber seine Erfahrung aus dem hinter ihm liegenden EVP-internen Wahlkampf.

Sehr positiv sei die Resonanz auf sein heimatverbundenes, sehr authentisches Auftreten gewesen. Die Aufgaben, die vor Europa lägen, seien gewaltig. „Der Brexit zeigt uns, dass nichts mehr selbstverständlich ist.“

Bis in den Landkreis Kelheim strahlt die Europapolitik aus. Grund genug, für jeden Bürger auch die Europa-Wahl sehr ernst zu nehmen und die Stimme am 26. Mai abzugeben.


Wildenberg profitiert von Geld der EU

Die Gemeinde Wildenberg profitiert, wie viele andere Gemeinden im Landkreis auch, durch die landwirtschaftliche Prägung in hohem Maße von EU-Agrarzahlungen, die an die Landwirte in der Kommune ausgezahlt werden. In Niederbayern fließen jährlich rund 185 Millionen Euro an die Landwirte im Zuge von Flächenprämien und Ausgleichszahlungen.

Der „Hallertauer Hopfen“ ist eine durch EU-Recht geschützte Marke. Die EU-Politik ist bis in den Landkreis hinein spürbar. Die entscheidenden Weichen für die Zukunft werden im Europaparlament gestellt. Grund genug, am 26. Mai zur Europa-Wahl zu gehen. Foto: Priller
Der „Hallertauer Hopfen“ ist eine durch EU-Recht geschützte Marke. Die EU-Politik ist bis in den Landkreis hinein spürbar. Die entscheidenden Weichen für die Zukunft werden im Europaparlament gestellt. Grund genug, am 26. Mai zur Europa-Wahl zu gehen. Foto: Priller

Der Landkreis Kelheim hat in den letzten fünf Jahren rund 7 Millionen Euro an Wirtschaftsfördermitteln erhalten, die zum Teil aus europäischen Strukturfondsmitteln mitfinanziert werden.

Aber auch kleine und mittelständische Unternehmen werden finanziell aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) unterstützt, wenn sie Fuß in ausländischen Märkten fassen wollen. So kann beispielsweise eine Hightech-Firma aus Kelheim bei der Erschließung des chinesischen Marktes auf Fördermittel aus dem EFRE zurückgreifen.

Mehr Meldungen aus dem Landkreis Kelheim lesen Sie hier.

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