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Fest

TSV Wildenberg feiert 60 Jahre

Der Verein beging sein Jubiläum und das ganze Dorf feierte. Regina Baumgartner und Franz Stadler sind neue Ehrenmitglieder.
Von Roswitha Priller

Ein langer Fahnenzug zog bei regnerischem Wetter von der Kirche zum Festzelt. Foto: Roswitha Priller
Ein langer Fahnenzug zog bei regnerischem Wetter von der Kirche zum Festzelt. Foto: Roswitha Priller

Wildenberg.Der mitgliederstärkste Verein von Wildenberg feierte am Wochenende sein 60-jähriges Jubiläum. Als der TSV Wildenberg 1959 gegründet wurde, fanden die Initiatoren um den damaligen Volksschullehrer Rudolf Seidel in wenigen Tagen über 80 Mitstreiter. Inzwischen ist der Sportverein auf 525 Mitglieder angewachsen, davon sind 132 Kinder und Jugendliche.

Mit einem Festgottesdienst und einem langen Fahnenzug von der Pfarrkirche St. Andreas zum Sportheim wurde dem besonderen Anlass Würde getragen. Leider spielte am Sonntagvormittag das Wetter nicht mit und die schönen Fahnen der Vereine blieben verhüllt. Gut beschirmt und frohen Mutes ließ sich die Festgemeinde die Feierlaune nicht nehmen.

„Wir sind sportlich und wirtschaftlich in einer sehr guten Situation“, lobte Vereinsvorsitzender Markus Reiter am Ehrenabend. Wie groß das Engagement im TSV ist, zeigten die über 200 Ehrungen an diesem Abend. Dass das durchaus nicht nur „ruhende“ Mitgliedschaften waren, zeigten die Auszeichnungen durch die Verbände BLSV, BFV und BTV.

33 Jahre als Damenleiterin

Für ihre besonders wertvollen und langjährigen Verdienste für den Verein wurden Regina Baumgartner und Franz Stadler senior zu Ehrenmitgliedern ernannt. Baumgartner hat über 33 Jahre lang die Damengymnastik geleitet. „Eigentlich ist sie nur übergangsweise eingesprungen“, sagte Reiter. Stadler ist eine der guten Seelen des Vereins. Lange Zeit war er in der Fußballabteilung aktiv, übernahm viele Jahre Ämter in der Vorstandschaft und kümmert sich immer noch um die Belange des Vereins.

Beste Unterhaltung bot die Theaterabteilung.  Foto: Roswitha Priller
Beste Unterhaltung bot die Theaterabteilung. Foto: Roswitha Priller

Zuvor hatte der Kirchenchor unter Leitung von Anton Atzenbeck schwungvoll die vielen anwesenden Gäste begrüßt. Unter ihnen befanden sich neben Ehrengästen aus den Verbänden, den beiden Bürgermeistern Marion Schwenzl und Winfried Roßbauer sowie Landrat Martin Neumeyer auch insgesamt acht Gründungsmitglieder vom TSV. Neben den vielen Ehrungen von Mitgliedern erhielt auch der TSV selbst eine Auszeichnung. Für besondere Verdienste in der Vereinsarbeit wurde vom BLSV-Kreisvorsitzenden Erich Schneider die „Goldene Raute“ an den Verein verliehen.

Verdiente Mitglieder

  • Gründungsmitglieder:

    Die acht Gründungsmitglieder Helmut Büchl, Hans Hofschuster, Franz Hofschuster, Alfons Kellner, Erich Köck, Josef Wagner, Oskar Wagner und Reinhold Wagner waren anwesend und wurden für 60-jährige Vereinszugehörigkeit geehrt.

  • Übungsleiter:

    Regina Baumgartner und Irmengard Seidl wurde für 30 Jahre Übungsleiter und Alfred Huhn für 40 Jahre geehrt.

In kurzweiligen Rückblicken liessen die ehemaligen Vereinsvorsitzenden Erich Köck, Alfred Huhn und Michael Forster die Vereinsgeschichte Revue passieren. Sagte Köck noch über die Erfolge der Fußballer in den ersten zwanzig Jahren „wir waren auf jedem Tabellenplatz - nur nicht auf dem ersten“, sah es bei Forster im 49. Jahr des Vereins anders aus. „Am 18. Mai 2008 waren wir Doppelmeister - mit der ersten Mannschaft und der Reserve!“. Wildenberg befand sich wochenlang im Ausnahmezustand. Was der Aufstieg in die Kreisklasse für einige der treuen TSV-Fans bedeutete, erkannte Forster als er sich umsah: „Viele hatten Freudentränen in den Augen.

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Kultur und Sport

Wie Reiter erwähnte, feiert die seit 1961 bestehende Theaterabteilung auch große Erfolge. „Mit der Aufführung 2018 haben wir erstmal die 700er Marke bei den Zuschauern geknackt.“ Wie strapazierend die Laiengruppe für die Lachmuskeln ist, zeigten sie am Festabend mit einem Einakter. Die Zuschauer kamen aus dem Lachen nicht mehr heraus. „Bei euch sind Kultur und Sport miteinander verbunden. Besser geht’s nicht“, lobte auch Neumeyer in seinem Grußwort.

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