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Feuerwehr

Wehr ist stolz auf ihre Jugend

Die Wildenberger Floriansjünger haben Jasmin Rieger zur Feuerwehrfrau des Jahres gekürt. So viele Einsätze wie nie zuvor
von Roswitha Priller

  • Jasmin Rieger (M.) ist Feuerwehrfrau des Jahres. Winfried Roßbauer (v.r.), Marion Schwenzl, Christoph und Markus Hirsch gratulierten. Foto: Priller
  • Die Feuerwehr Wildenberg bei einem Übungseinsatz Foto: Priller

Wildenberg.Während es bei anderen Feuerwehren noch keine Selbstverständlichkeit ist, dass eine Frau aktiven Dienst leisten darf, da wird mit Jasmin Rieger in Wildenberg bereits das zweite Mal eine Frau zur Feuerwehrfrau des Jahres gekürt. Anlässlich der Jahreshauptversammlung vergangene Woche der FF Wildenberg im Vereinslokal Kellner-Bräu in Pürkwang fand die Ehrung von Rieger sowie der ausführliche Jahresrückblick statt.

So oft wie in 2018 waren die Freiwilligen bisher noch nie gefordert. Insgesamt 39-mal rückten sie zu Einsätzen aus. Wobei die Bandbreite von der Beseitigung umgefallener Bäume, über das Leerpumpen von vollgelaufenen Kellern bis zum Löschen eines Waldbrands und dem Absichern von Verkehrsunfällen reichte. Als am 9. Juni ein Unwetter mit Starkregen über die Gemeinde hereinbrach, waren die Feuerwehrleute besonders gefordert. Damit bei den Einsätzen alles schnell und reibungslos klappt, ist auch ein gewisser Übungsfleiß vonnöten. „Dies souverän zu bewältigen geht nur, wenn man sich regelmäßig die Zeit nimmt Übungen zu besuchen, aus eventuellen Fehlern lernt und dadurch sein Wissen auf- und ausbaut“, betonte Kommandant Christoph Hirsch. 38 Aktive zählt die Feuerwehr Wildenberg. Und die frischgekürte Feuerwehrfrau des Jahres Jasmin Rieger ist mit viel Engagement dabei. Die Quereinsteigerin hat über Freunde Interesse an der Arbeit der Feuerwehr gefunden. Rieger durchlief die Truppausbildungen und legte nach der Umstellung auf die Modulare Truppausbildung (MTA) die Abschlussprüfung mit Erfolg ab. Zusätzlich ist sie in der Defi-Truppe der Wehr aktiv. Von den beiden Kommandanten Christoph und Markus Hirsch sowie dem Vorsitzenden Winfried Roßbauer bekam Rieger einen schönen Krug mit persönlicher Inschrift. Die Personalsituation sei aktuell gut, hob Hirsch hervor. Durch die große und motivierte Jugendabteilung rücken immer wieder Nachwuchskräfte in den aktiven Dienst auf. Sebastian Sperger und Philipp Ungelenk wurden zu Gruppenführern ernannt. All die vielen Aufgaben und Leistungen der Feuerwehr sind ohne gute Ausrüstung nicht zu bewerkstelligen. Deswegen richteten die Kommandanten sowie der Vereinsvorsitzende ihren ausdrücklichen Dank an die Gemeinde Wildenberg, vertreten durch Bürgermeisterin Marion Schwenzl. Sie habe stets ein offenes Ohr für eine vernünftige Ausrüstung der Feuerwehr. „In Berlin hat die größte Berufsfeuerwehr Deutschlands mit ,Berlin brennt!`‘ auf veraltete Fahrzeuge und Ausrüstung und zu kleine Feuerwehrhäuser aufmerksam gemacht“, berichtete Hirsch.

Aber auch das Gesellige kommt nicht zu kurz. Das Oldtimertreffen und das Wintersonnwendfeuer sind Eckpfeiler im Dorfleben. Die Feuerwehrleute haben zudem im November einen Sonderpreis beim Ostbayerischen Feuerwehrpreis der Spardabank für ihren Imagefilm „Bei Nacht und Nebel“ erhalten.

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