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Gemeinderat

Wildenberg soll eine Kläranlage bekommen

Die Bürgerversammlung in Pürkwang erhitzte die Gemüter. Vor allem beim Thema Kläranlage sind noch viele Fragen offen.
von Josef Eder

Wie und wo das Abwasser aus der Gemeinde Wildenberg/Pürkwang künftig geklärt werden soll, ist ein Thema, das auch bei der Bürgerversammlung intensiv diskutiert wurde. Foto: Dr. Stefan Satzl/Archiv
Wie und wo das Abwasser aus der Gemeinde Wildenberg/Pürkwang künftig geklärt werden soll, ist ein Thema, das auch bei der Bürgerversammlung intensiv diskutiert wurde. Foto: Dr. Stefan Satzl/Archiv

Wildenberg.Der vom Wasserwirtschaftsamt (WSA) Landshut geforderte Neubau einer Kläranlage oder der Anschluss an die der Stadt Siegenburg erregte die Gemüter bei der Bürgerversammlung im Wildenberger Ortsteil Pürkwang. Die Gaststube im Gasthaus Stempfhuber war voll besetzt.

Die Gemeinde ist schuldenfrei. Die Rücklagen betragen 2,757 Millionen Euro. Alle Steuergelder wurde wirtschaftlich und den Notwendigkeiten entsprechend verwendet. Lobend erwähnte Marion Schwenzl den Elternbeirat, der mit seinen Initiativen so manchen kommunalen Euro einsparte.

Hitzige Diskussionen

42 Kinder gingen auf die Wildenberger Grundschule. An den Schulverband Siegenburg wurden für zehn Kinder 22 421 Euro überwiesen. Ein wichtiger Bestandteil ist die Seniorenbewirtung beim Hopfenfest. Die Teilnehmerzahl ist steigend. Für den Feuerschutz wurden 22 155 Euro aufgewendet. Für den Straßenunterhalt 144 739. Der Turnhallenunterhalt betrug 24 222.

Die Abwasseranlage arbeitet wirtschaftlich mit einem kleinen Plus und guten Abwasserwerten. Ein Problem ist Grund- und Quellwasser, das ins Netz einfließt. Die Hebesätze blieben unverändert. Auf Wildenberg kommen in den nächsten Jahren große finanzielle Aufwendungen zu.

Weitere Punkte

  • Sanierungen:

    Geplant ist die Bepflanzung einer Ausgleichsfläche, die Sanierung der Sonnenstraße sowie der nach Eschenhard. Auch im Friedhof sollen die Wege gerichtet werden.

  • Radweg:

    Weiter wurde ein Radweg nach Siegenburg gefordert. Die Gemeinde hat außer einer Metzgerei keinen Nahversorger. In die Zukunft blickend sprach die Bürgermeisterin eine Kindertagesstätte an. (lje)

Vor Beginn der Diskussion betonte Schwenzl, dass sie sich und die zwölf Ratsmitglieder die Köpfe für das Gemeinwohl zerbrechen. Ihr ist auch klar, dass man es nicht jedem Recht machen kann. Angelika Göttl bat um Geschwindigkeitsanzeigetafeln. Ihr Anliegen ist es, den Durchgangsverkehr abzubremsen. Die 30 km/h sollten eingehalten werden. Ein Zwischenrufer meinte: „Die in die Fahrbahn eingebrachten Schwellen haben auch nichts gebracht. Der Schilderwald ist sowieso zu groß“.

Schwenzl will autarke Kommune

Der Kläranlagenneubau brachte viel für und wieder. Ein Zusammenschluss mit Siegenburg und der Druckleitungsbau wurde angesprochen. Ohne eine neue Anlage, die das WSA fordert, gibt es keine neuen Baugebiete. Die Bürger fragten sich , wie teuer die Anlage wird und ob es sie wirklich braucht. Und wenn ja: Gibt es eine Einmalzahlung oder steigen die Gebühren? Um die Summe niedrig zu halten, kam der Vorschlag, die Rücklagen anzugreifen. Schwenzl konnte die Anfragen nicht beziffern, denn es gibt noch kein Angebot. Schätzwerte sind zwar vorhanden, doch die sind noch nicht spruchreif.

Die Bürgermeisterin will im Grunde eine eigene Kläranlage, um nicht von anderen abhängig zu sein. Ihr Traum ist und bleibt eine autarke Kommune. Ein Bürger forderte, die Ortsteile Schweinbach und Irlach vom Netz abzukoppeln und mit einer Naturkläranlage auszurüsten. Dann sind es nur 1 200 Einwohner und die Anlage müsste ausreichen. Ein Kläranlagensystem gibt es nicht in dieser Größenordnung. Das Thema wird die Gemeinde voraussichtlich noch eine Zeit lang beschäftigen, bis eine Lösung präsentiert wird.

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