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Natur

Wildenburger diskutieren über Radwege

Kosten und Prioritäten standen im Mittelpunkt der Diskussionen um Sanierung und Ausbau des Radwegenetzes.
von Roswitha Priller

Der Weg in Schweinbach parallel zur B 299 könnte im Rahmen des Radwegekonzeptes saniert werden. Foto: Priller
Der Weg in Schweinbach parallel zur B 299 könnte im Rahmen des Radwegekonzeptes saniert werden. Foto: Priller

Wildenberg.Die Festlegung der Teilabschnitte für das Radwegekonzept entlang der B 299 stand in der ersten Sitzung des neuen Jahres auf der Tagesordnung des Wildenberger Gemeinderats. Der Rad- und in Teilabschnitten auch Wirtschaftsweg könnte entlang der Bundesstraße von der Gemeindegrenze Pfeffenhausen/Wildenberg bis nach Siegenburg führen.

Einige Abschnitte sind bereits vorhanden, aber in einem sehr schlechten Zustand. Für einen Radweg gibt es Zuschüsse. Die Wildenberger Bürger wünschen sich schon seit einiger Zeit einen Radweg nach Siegenburg. Für die Landwirte hat die Instandsetzung des Weges im Bereich von Irlach und Schweinbach Bedeutung.

Wie breit soll der Weg werden?

Nun wurde über die Teilabschnitte des Radwegs diskutiert. Im ersten Anlauf stand als Teilabschnitt eins der Bereich von der Gemeindegrenze bis hin zum früheren Gasthof Rosalie in drei Meter Breite und als Teilabschnitt zwei das Stück bis nach Siegenburg in 2,50 Meter Breite zur Debatte. Ein Kosteneigenanteil von 354 000 Euro wurde von Bürgermeisterin Marion Schwenzl hierfür genannt. Nur die Wegbreite von 2,50 Metern wird von der Regierung zu 100 Prozent gefördert, die Planungskosten liegen ohnehin bei der Gemeinde.

Dies führte zu erregten Diskussionen. Rainer Ferch sah die Kosten als maßlos überzogen an, da zu wenig landwirtschaftlicher Nutzen dahinter stände. Franz Stadler brachte den Vorschlag, den Abschnitt ab Irlach (Anwesen Steinbeck) bis nach Siegenburg nur auf 2,50 Meter Breite auszubauen. Das entspräche der förderfähigen Wegbreite. Von Irlach Richtung bis nach Schweinbach soll in jedem Fall der Weg in drei Meter Breite saniert werden, um für landwirtschaftliche Fahrzeuge befahrbar zu sein. Mit fünf zu sieben Stimmen wurde der Vorschlag abgelehnt.

Randbereiche

  • Problem:

    Bei einigen Grundstücken in Randbereichen der Gemeinde ist nicht ganz eindeutig, ob sie im Innen- oder Außenbereich der Gemeinde liegen.

  • Entscheidung:

    Die Räte entschieden sich jetzt, im Bedarfsfall diese Fälle zu klären und keine komplette Überplanung des Gemeindebereichs vorzunehmen.


Auch Abschnitt nach Siegenburg wird diskutiert

Ein zweiter Versuch wurde von Johann Mühlbauer eingeleitet. Er meinte, Bürger wünschen vor allem den Radweg nach Siegenburg. Also sollte damit angefangen werden. Baulos eins wäre dann von der Gemeindegrenze Siegenburg bis nach Irlach in 2,50 Meter Breite.

Auch wurde die Aufteilung des weiteren Abschnitts (Irlach – Schweinbach, Schweinbach – Gemeindegrenze) diskutiert. Hierzu sollten als erstes die Kosten neu aufgeschlüsselt werden. Mit einem Stimmenpatt wurde der Antrag letztendlich abgelehnt.

Mit der Vergabe einer Studie über die Kosten einer Pumpleitung für das Wildenberger Abwasser in die Siegenburger Kläranlage konnten sich die Räte nicht anfreunden. Zuvor hatten sie sich schon für eine eigenständige Lösung bei der Kläranlage entschieden. Inzwischen gibt es aber auch für eine Pumpleitung Fördergelder, die damals noch nicht berücksichtigt werden konnten. Allerdings steht immer noch nicht fest, was Siegenburg für die Einleitung verlangen würde. Solange diese Daten nicht vorliegen, wird diese Variante nicht weiter verfolgt.

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