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Tradition

Ein Bierkrug voller Herzblut

Der Abensberger Stadtverband stellte den Gillamoos-Krug für 2018 vor. Die frühere Dirndlkönigin Maria März hat ihn gestaltet.
Von Wolfgang Abeltshauser

Sie präsentieren den neuen Krug: Antonia Obermeier, Niklas Neumeyer, Maria März, Anton Kiermeier und Nina Mittermeier (v. l.).Foto: Abeltshauser
Sie präsentieren den neuen Krug: Antonia Obermeier, Niklas Neumeyer, Maria März, Anton Kiermeier und Nina Mittermeier (v. l.).Foto: Abeltshauser

Abensberg.Stadtverbandsvorsitzender Anton Kiermeier sagte es mit einem Strahlen im Gesicht: „Es gillamooselt wieder in Abensberg.“ Als er diesen Satz aussprach, stand er im Biegarten vom Lauberger. Und hatte einen Bierkrug in der Hand. Es war nicht irgendein Bierkrug. Es war der Gillamooskrug der Ausgabe 2018. Das gute Stück wurde auch dieses Jahr von Designerin Maria März gestaltet. Jetzt wurde es offiziell vorgestellt. Damit hat der Countdown für den Traditionsjahrmarkt begonnen.

Wieder modernes Motiv

Niklas Neumeyer – Kiermeiers Stellvertreter – betonte, dass der im vergangenen Jahr eingeschlagene Weg, ein modernes Motiv für den Krug zu wählten, weiter gegangen wird. Mit dem diesjährigen Stück sei das in seinen Augen gut gelungen. Seit jeher ziert eine Abbildung die Vorderseite des Krugs. „Mir gefällt er sehr gut“, lobt schon einmal Kiermeier. Wieder durfte März – ihres Zeichens immerhin ehemalige Gillamoos-Dirndlkönigin – das wichtige Stück gestalten. „Sie steckt da richtig Herzblut hinein“, betonte Neumeyer. Sie habe eben die größten Abensberger Festtage im Blut. Also: Warum solle man etwa eine Agentur von außerhalb mit dem Design beauftragen? Das würde nichts bringen.

Gemeinsam mit ihm stellte März dann den Gillamooskrug der Ausgabe 2018 vor. Sie erklärte erst einmal ihre Vorgehensweise. „Ich bringe erst einmal alles, was ich mit dem Gillamoos verbinde, auf ein Blatt Papier.“ So ist es dann auch auf dem Krug zu sehen. Den wir uns jetzt einmal von oben bis unten anschauen. Im Blick sofort: weiß-blaue Fahnen. Sie sind das Symbol für die Festzelte, die ja in der Tat oft mit solchen Farben geschmückt sind.

Nur ein wenig weiter unten finden wir Brez‘n und Radi. Die Abensbergerin hat Recht: Eine gute Brotzeit gehört mit dazu. Im Zentrum prangt ein großer Wegweiser: Gillamoos! Für die ehemalige Festkönigin ist es eine klare Sache: „Irgendwie kommen wir immer zum Gillamoos.“

Familie und Freunde sind wichtig

Ganz wichtig seien ihr die Rose und das Herz. Sie sollen die Wörter Freunde und Familie symbolisieren. Denn der Gillamoos sei immer noch am schönsten, wenn er mit Familie und Freunden gefeiert wird. In ihren Augen ist er auch ein Familienfest. Und ein Ort, an dem man sich eben immer wieder treffen kann.

Weitere Symbole erklären sich von selbst: Der volle Bierkrug oder die Tuba zum Beispiel. Eine Schärpe ist auch auf dem Abbildung zu finden. Sie soll darauf hinweisen, dass auch heuer wieder eine Gillamoos-Dirndlkönigin gewählt wird. Wobei der eingefleischte Gillamoos-Fan womöglich an diesen Abend gar nicht denken mag. Denn es ist der letzte – am Morgen danach ist für dieses Jahr schon wieder alles vorbei.

Schöne Souvenirs

  • Krug:

    Der Krug kostet in diesem Jahr 12 Euro. Es gibt ihn ab sofort im Herzogskasten zu den üblichen Öffnungszeiten.

  • Postkarten:

    Die Karten mit dem Krugmotiv kosten einen Euro. Es gibt auch Aufleber – etwa für das Auto – zum Preis von 50 Cent. Sie sind ebenso im Herzogskasten und dazu im Freibad sowie im Kuchlbauer-Shop zu erstehen. So sagt es Niklas Neumeyer. (wo)

Aber soweit sind wir noch lange nicht. Erst einmal geht es darum, für die kommende Auflage so richtig Werbung zu machen. Was in Neumeyers Augen eine wichtige Tat ist. Auch der Gillamoos sei kein Selbstläufer. Und so gibt es wieder Postkarten und Aufkleber mit dem Krugmotiv zu erstehen. Selbstverständlich können sich die Gillamos-Fans wieder einen Krug sichern. Wobei: Sie sollten sich dabei sputen. Denn von den 462 Stück, die es gibt, gelangen nur 112 in den freien Verkauf. Der Rest ist schon als Geschenk oder Accessoire für den Holzsäge-Wettbewerb reserviert. Zitiert sei hier Anton Kiermeier: „Wer es verdient hat, der bekommt einen Krug geschenkt. Wer nicht, der muss sich einen kaufen.“

Alt hergebrachtes Material

Festwirt Peter Schöniger lobte das Engagement rund um den Krug: „Es ist eine schöne Tradition. Die soll aufrecht erhalten bleiben.“ Seit vielen Jahren wird ein Krug herausgegeben. Der besteht nicht etwa aus Glas, wie die Krüge, die in diesen Tagen in Festzelten und vielen Biergärten in Gebrauch sind. Sondern er ist ein Steinkrug, wie es ihn in früheren Tagen noch viel öfter gegeben hat als mittlerweile.

Verschiedenste Motive zierten die bisherigen Ausgaben. Einige Jahre waren es Werke von Ferdinand Kieslinger. Der Kuchlbauerturm kam genau so zu dieser Ehre wie der Heilige Ägidius. Die Kirchen aus Abensberg und den Ortsteilen waren auch schon abgebildet.

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