MyMz
Anzeige

Gillamoos

Artenvielfalt bei ÖDP im Mittelpunkt

Agnes Becker (ÖDP) sprach abseits der Gillamoos-Festwiese. In ihrer Rede ging es vor allem um das erfolgreiche Volksbegehren.
Von Anna-Leandra Fischer

ÖDP-Dreiergespann setzt sich für Umwelt- und Artenschutz ein: Peter-Michael Schmalz, Agnes Becker und Klaus Mrasek (v. l.) Foto: Neumaier
ÖDP-Dreiergespann setzt sich für Umwelt- und Artenschutz ein: Peter-Michael Schmalz, Agnes Becker und Klaus Mrasek (v. l.) Foto: Neumaier

Abensberg.Während auf der Festwiese schon früh geschäftiges Treiben herrschte, war es am Veranstaltungsort der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) noch still. Im Gasthaus Stanxxs, gut einen Kilometer vom Gillamoos entfernt, fanden sich gerade einmal 50 Besucher ein. Dort stand Agnes Becker, stellvertretende ÖDP-Landesvorsitzende und Initiatorin des Volksbegehrens „Rettet die Bienen“, im Fokus der Aufmerksamkeit. Die gelernte Schreinerin und Tierärztin mit eigenem kleinen Landwirtschaftsbetrieb war – wie auch schon im letzten Jahr – die Hauptrednerin beim politischen Frühschoppen der ÖDP.

Die besten Sprüche finden Sie in unserer Galerie:

Politischer Gillamoos 2019: Die besten Zitate

Im Publikum war die Biene präsent: Eine Zuhörerin kam im schwarz-gelben Kostüm. Auch wenn der Titel des Volksbegehrens natürlich plakativ gewählt sei, sagte Becker, sei die Biene nicht nur das sympathische Maskottchen der ÖDP. „Sie ist wichtiger Indikator dafür, ob das Ökosystem, in dem sie lebt, funktioniert oder nicht.“ Das Volksbegehren war der zentrale Punkt in der Rede der ÖDP-Politikerin, die euphorisch über diesen „entscheidenden Beitrag für den Naturschutz“ sprach. Becker erzählte von ihren unbeholfenen Anfängen im Landtag, die Unterstützung, die sie von den Grünen bekam und über Aufeinandertreffen mit Markus Söder. Im letzten Jahr drehte sich bei der Politikerin schließlich alles um das Volksbegehren – vom Stimmensammeln vorher bis zum Runden Tisch nachher.

Kritik an der CSU und den Freien Wählern

Gegen Söder und seine Partei wetterte die 39-Jährige besonders: Während die ÖDP sich schon seit Jahrzehnten für den Klimaschutz einsetze, sei die CSU erst auf den Klimazug aufgesprungen, als der Druck aus der Bevölkerung es nicht mehr anders zugelassen habe, so Becker. Auch die Freien Wähler (FW) bekamen Kritik ab: „Ich lasse mir von einem Hubert Aiwanger nicht vorwerfen, das Volksbegehren sei ‚Mist‘“, sagte Becker, wenn von ihm keine konstruktive Kritik komme. Mit Blick auf die beiden Regierungsparteien stellte die Politikerin ein neues „CSU-FW-Regierungs-Prüfprogramm“ vor. Bis zur Kommunalwahl wolle die Partei Öko-Anträge stellen, die CSU- und FW-Politiker eigentlich „in Jubelstürme“ versetzen müssten, wenn sie mit der neuen Umwelt-Politik der bayerischen Regierung übereinstimmen würden.

Parteien

Das war der Politische Gillamoos 2019

Markige Sprüche gehören zum Gillamoos. In diesem Jahr bestimmten die Ost-Wahlen und der Klimaschutz den Schlagabtausch.

Neben Becker sprachen der Kehlheimer Kreissprecher der Partei, Peter-Michael Schmalz, und der bayerische ÖDP-Chef Klaus Mrasek. Im Zentrum beider Reden stand der Klimaschutz: Egal ob Hitzewellen oder Waldsterben 2.0 – die Menschen würden die Folgen des Klimawandels nun im Alltag merken, sagte Mrasek. Deswegen sei Klimaschutz nun auf einmal wieder Thema. Der ÖDP-Chef forderte, den Pro-Kopf-CO2-Ausstoß von zehn Tonnen pro Jahr auf 2,5 Tonnen zu reduzieren. Die Partei schaut mit Blick auf die Fridays-for-Future-Proteste allerdings positiv in die Zukunft: „Jetzt sind die Jungen da“, sagte Agnes Becker.

Alle Geschichten zum diesjährigen Gillamoos-Wochenende gibt es hier.

Wie waren die Reden der anderen Politiker am Politischen Montag in Abensberg? Hier gibt es eine Übersicht.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht