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Eigenartige Stimmung am Gillamoossamstag

Der „Gillamoos to go“ hat begonnen. Die Abensberger freuen sich, dass es überhaupt ein Angebot gibt. „Aber es ist komisch.“
Von Wolfgang Abeltshauser

Monika Friedrich, Moritz und Julia Knöfler besuchten den Gillamoos to go.
Monika Friedrich, Moritz und Julia Knöfler besuchten den Gillamoos to go. Foto: Wolfgang Abeltshauser

Abensberg.Der Gillamoos to go hat in Abensberg begonnen. Nachdem der echte Jahrmarkt diesmal nicht steigen kann, gibt es Samstag und Sonntag eine Alternative in Miniaturform auf der Gillamooswiese. Es gibt Hendl und Haxn, frisch geschnittenen Käse, Mandeln und Süßigkeiten. Alles ist zum Mitnehmen, vor Ort verzehrt kann nichts werden. Auf die Kleinen wartet dazu ein Spielwarenstand und ein Fahrgeschäft.

„Es ist komisch“, stellt Julia Knöfler fest. Nein, wie ein richtiger Gillamoos fühle sich das nicht an. Eigentlich wäre es heuer für ihren kleinen Sohn Moritz der erste Jahrmarkt in der Heimatstadt gewesen. „Deshalb wollten wir mit ihm zumindest hier einmal durchgehen“, sagt die Mutter. Immerhin bekam er einen Luftballon und ein Tretrad. Souvenire, die den kleinen Mann in einigen Jahren vielleicht weiterhin an diese ganz besondere Zeit erinnern.

Viele Abensberger wollen sich den Käse von Reinhold Dietz nicht entgehen lassen.
Viele Abensberger wollen sich den Käse von Reinhold Dietz nicht entgehen lassen. Foto: Wolfgang Abeltshauser

Das Abensberger Urgestein Reinhold „Hole“ Dietz ist auf alle Fälle erleichtert, dass es das Angebot gibt. „Ich bin so froh, dass ich wieder scheiden darf“, sagt der allseits bekannte Käsehändler. Er geht von einem guten Zuspruch aus – blickt er auf die Vorbestellungen, die er allein für den Samstag auf dem Zettel stehen hat.

Es ist ehrlicherweise nicht einfach, in Gillamoos-Stimmung zu kommen. Vor dem eingezäunten Bereich stehen Sicherheitskräfte, passen auf, dass nicht zu viele Gäste auf einmal auf das Gelände kommen. Hier besteht am frühen Nachmittag aber noch keine Gefahr. Auch weil sich die Besucher an die Vorgabe der Stadt halten, nicht übermäßig lange auf dem Areal zu verweilen, wenn der Einkauf oder die Karussellfahrt erst einmal getan ist. Die Besucher müssen Maske tragen, die vier Verkaufsstände und das Fahrgeschäft stehen weit auseinander.

Tradition

Der Gillamoos wurde „dahoam“ eingeläutet

Auch wenn die ganz große Veranstaltung heuer ausfällt, lassen sich die Abensberger ihr Fest nicht nehmen. Sie feiern zuhause.

„Sicherlich ist das kein echter Gillamoos“, stellt Helmut Selinger fest. Er kam mit Ehefrau Michaela und Nichte Steffi aus Kelheim nach Abensberg. Wie Knölfer sind auch sie Stammgäste beim Gillamoos. „Da ist es klar, dass wir dann auch hierher kommen.“ Für ihn ist das auch ein wenig Solidarität. Er rechnet es der Stadt Abensberg an, diese Alternative außersonnen zu haben.

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