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Unwetter

Kampf gegen das Hochwasser

Die Gemeinde Teugn will nun einen Regenrückhalt für den oberen Bereich des Roithbauernbachs errichten.
Von Gabi Hueber-Lutz

Zwischen dem Roithbauernbach und dem Triftweg soll ein Damm eventuelles Hochwasser zurückhalten. Foto: Hueber-Lutz
Zwischen dem Roithbauernbach und dem Triftweg soll ein Damm eventuelles Hochwasser zurückhalten. Foto: Hueber-Lutz

Teugn.Starkregen, Hochwasser und Schlamm können große Schäden anrichten. Das hatte sich in Teugn zuletzt 2013 massiv gezeigt, als über 50 Gebäude von Wasser- und Schlammschäden betroffen waren. Damals waren entlang der Saaler Straße , am Triftweg und auch im Bereich Rosenstraße große Schäden entstanden. „Teugn braucht Rückhaltevolumen“, sagte Bürgermeister Manfred Jackermeier bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderats.

Am Roithbauernbach plant die Gemeinde nun eine entsprechende Einrichtung. Sie soll zwischen dem Triftweg und dem Roithbauernbach angelegt werden. Dabei handelt es sich nicht um ein Regenrückhaltebecken, das in den Boden gegraben wird, sondern um eines, das durch die Aufschüttung eines Damms entsteht. Durch diese Maßnahme soll das Wasser, das aus dem Oberlauf des Roithbauernbachs kommt, bei Starkregen zurückgehalten werden. Das führt zu einer Entlastung des Wasserabflusses in den Bereichen Herrental/Ringstraße. Das Wasser im mittleren Bereich des Roithbauernbachs kann dann besser abfließen. An drei Anwesen ist außerdem noch Einzelschutz notwendig. Das Gebiet wäre dann vor einem 100-jährlichen Hochwasser geschützt. Die Kosten für diesen Schutz werden bei über einer halben Million Euro liegen.

Förderung für besseren Schutz

Da die Anlage vor einem 100-jährlichen Hochwasser schützen würde, kann sie auch finanziell durch den Freistaat gefördert werden. Die Förderung wird Minimum 50 Prozent, Maximum 75 Prozent der förderfähigen Kosten betragen, wie Tobias Zeitler, Geschäftsleiter in der Verwaltungsgemeinschaft, sagte. Im Unterschied zu Hausen und Saal sei es möglich, Teugn im Bereich des Roithbauernbachs vor einem 100-jährlichen Wasser zu schützen. Oswald Kaufmann wandte ein, bevor man eine Planung in Auftrag gebe, müsse man aber erst mit den entsprechenden Grundstückseigentümern abklären, ob die Gemeinde hier bauen darf. Bürgermeister Jackermeier wurde mit den Gesprächen beauftragt.

Mit dem Wasserwirtschaftsamt soll er außerdem abklären, ob eine Ausschreibung notwendig ist. Wenn nicht, soll er den Planungsauftrag an das Büro vergeben, das auch das Konzept für den interkommunalen Hochwasserschutz mit den Gemeinden Hausen und Saal erarbeitet hat. Einstimmig wurde die Jahresrechnung für 2017 genehmigt. Stefan Künzl berichtete vom Rechnungsprüfungsausschuss. Sein Fazit: „Wir haben versucht, Fehler zu finden. Das ist uns aber nicht gelungen. Es wurde hervorragende Arbeit geleistet.“ Die Entlastung war entsprechend einstimmig.

Überschwemmung

Schlamm legt Probleme offen

Viele Teugner stehen vor matschgefluteten Häusern. So mancher vermutet, dass Wasserabläufe und Maisanbau dazu beitrugen.

Auch etliche Anfragen und Anträgen zu Bauvorhaben standen auf der Tagesordnung. In der Saaler Straße ging es um den Vorbescheid für den Abriss eines alten landwirtschaftlichen Gebäudes. An dessen Stelle soll eine landwirtschaftliche Maschinen- und Lagerhalle gebaut werden. Sie hat eine Größe von 30 mal zehn Metern. Da sich das Vorhaben in das Ortsbild einfügt, sprach sich das Gremium einstimmig dafür aus.

Ebenfalls einstimmig genehmigte er den Neubau einer landwirtschaftlichen Maschinenhalle in der Lindenstraße. 30 mal 15 Meter soll sie haben. Die Sicht für den Straßenverkehr würde sich dadurch verbessern. Ins Protokoll wurde aufgenommen, dass eine Nutzungsänderung beantragt werden müsste, sollte die Halle zum Beispiel für einen lärmintensiven Betrieb beherbergen. Einer solchen Nutzungsänderung stimmte der Rat in der Blumenstraße zu. Dort soll ein Raum als Praxis genutzt werden. Es geht um eine Ein-Mann-Massagepraxis. Eine Erweiterung sei nicht angedacht, sagte der Bürgermeister. Stellplätze seien genug vorhanden.

Begrenzung der Begrenzung

Jackermeier teilte mit, dass das Landratsamt an den Tempo-30-Schildern bei der Schule eine zeitliche Gültigkeitsbegrenzung angebracht hat. Die Straße ist eine Kreisstraße und das Landratsamt dafür zuständig. Demnächst wird geprüft, ob man hier blitzen kann, ergänzte Zeitler. Großes Lob sprach der Bürgermeister allen beteiligten Vereinen für das Ferienprogramm aus, das sie für den Teugner Nachwuchs angeboten hatten: „Das ist eine tolle Sache und wird gut angenommen.“#

Die neue Stockhalle

  • Vermessung:

    Die neue Halle der Stockschützen am Kreutweg, die kürzlich eingeweiht wurde, ist amtlich vermessen worden.

  • Kosten:

    Die Halle steht auf einem Grundstück der Gemeinde. Sie hat es dem Sportverein bis zum Jahr 2045 verpachtet. Die Gebühren für die Vermessung von knapp 750 Euro wird daher die Gemeinde übernehmen, beschloss der Gemeinderat einstimmig. (lhl)

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