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Gartenzwergerl

Kleine Abensberger sind fit im Gärtnern

Im Waldkindergarten ernten die Knirpse bald frisches Gemüse. Die VR Bank Niederbayern Oberpfalz hilft ihnen dabei.
Von Wolfgang Abeltshauser

Alle freuen sich: Die Hochbeete beim Sandharlandener Waldkindergarten sind angelegt. Foto: Wolfgang Abeltshauser
Alle freuen sich: Die Hochbeete beim Sandharlandener Waldkindergarten sind angelegt. Foto: Wolfgang Abeltshauser

Abensberg.Die kleine Glocke, die an einem der Bäume hängt, schellt ganz schön laut. Es dauert nicht lange, und es laufen Kinder aus allen vier Himmelsrichtungen zusammen. Den Kleinen vom Waldkindergarten in Sandharlanden ist die Freude ins Gesicht geschrieben. Sie wissen: Heute dürfen sie ihre Hochbeete bepflanzen. Dort werden in einigen Wochen leckere Tomaten, Gurken und vieles mehr gewachsen sein.

Gesunde Brotzeit ist wichtig

Wir sind mitten in der Gartenzwergerl-Aktion, welche die VR Bank Niederbayern Oberpfalz eG auch heuer gemeinsam mit der Mittelbayerischen den Kindergärten in der Region angeboten hat. Sie unterstützt die Einrichtungen mit Hochbeeten und allem, was dazu notwendig ist, um dort leckeres Gemüse und Kräuter gedeihen zu lassen. Das kam nun der Leiterin des Waldkindergartens Laura Pawlitschek gerade recht. Denn gesunde Ernährung mit natürlichen, regionalen Produkten steht auf dem Speisezettel der Brotzeiten. Und die Kinder sollen lernen, wie Gemüse gepflanzt und gepflegt wird.

Die Gartenarbeiten im Waldkindergarten unter der Leitung von Fachfrau Marion Zlamal sollen keine bierernste Sache sein. So hat sie Pettersson und Findus als Handpuppen mit im Gepäck. Foto: Abeltshauser
Die Gartenarbeiten im Waldkindergarten unter der Leitung von Fachfrau Marion Zlamal sollen keine bierernste Sache sein. So hat sie Pettersson und Findus als Handpuppen mit im Gepäck. Foto: Abeltshauser

Also hat sie sich beworben. Das konnten alle Einrichtungen im Verbreitungsgebiet der Mittelbayerischen machen. Und die Freude sei in der Tat groß gewesen, tatsächlich zu den Auserkorenen zu zählen. Immerhin: Über 50 Einrichtungen haben sich beworben – zehn von ihnen wurden ausgewählt.

Die Erwachsenen haben schon ein wenig vorgearbeitet. So stehen drei Hochbeete fertig in der kleinen Waldlichtung zwischen Sandharlanden und Eining. Die Gartenpädagogin Marion Zlamal verteilt Säcke mit Gartenerde gemeinsam mit den Kindergartenbetreuerinnen auf die drei Beete. Kurz danach kommt auch noch Michael Zinner von der VR Bank und bringt eine kleine grüne Sitzbank mit. Auf die dürfen sich die Kleinen dann nach getaner Arbeit setzen und ihr Werk begutachten.

Mit den bloßen Händen zerdrücken die Kinder größere Erdbrocken und verteilen die Gartenerde gleichmäßig in ihren Hochbeeten. Foto: Abeltshauser
Mit den bloßen Händen zerdrücken die Kinder größere Erdbrocken und verteilen die Gartenerde gleichmäßig in ihren Hochbeeten. Foto: Abeltshauser

Aber so weit ist es noch nicht. Wobei: Die Kinder haben schon vorgearbeitet. Das verraten sie Zlamal, als diese nachfragt. Die Kleinen haben in den vergangenen Tagen kleine Äste gesammelt, sie gemeinsam mit Heu und Erde in den Beeten verteilt. Was noch fehlt, ist die spezielle Gartenerde, die oben darauf kommt und in den Säcken bereit liegt. Überhaupt: In den kommenden 30 Minuten werden die Knirpse zeigen, dass sie schon so etwas wie kleine Gartenprofis sind. Haben doch einige von ihnen daheim schon mitgeholfen. Das verraten sie mit stolzer Stimme.

Jetzt heißt es aber erst einmal hier arbeiten. Rasch sind die 23 Kinder der Gruppe auf die drei Beete verteilt. Die Erwachsenen helfen ihnen noch, die Säcke mit der Erde aufzureißen, danach sind sie selbst an der Reihe. Es macht ihnen sichtbar Spaß, die Erde in den Beeten zu verteilen.

Wurzeln gehören nach unten

Zlamal holt derweil schon einmal die Pflanzen. Ganz kurz erlaubt sie sich einen Scherz mit den Kindern. Die Pädagogin steckt einen Setzling kopfüber in die Erde, so dass die Wurzeln herausschauen. „Die gehören nach unten“, wissen die Kleinen selbstverständlich. In alle drei Beete kommt ein Mischmasch aus verschiedenen Gemüsesorten und Kräutern.

Eine bunte Mischung wächst in den kommenden Monaten im Waldkindergarten heran. Die kleinen Gärtner pflanzen Tomaten, Gurken, Salat, Erdbeeren, Kresse, Kohlrabi ein. Foto: Abeltshauser
Eine bunte Mischung wächst in den kommenden Monaten im Waldkindergarten heran. Die kleinen Gärtner pflanzen Tomaten, Gurken, Salat, Erdbeeren, Kresse, Kohlrabi ein. Foto: Abeltshauser

Die Erwachsenen haben jetzt ganz schön viel zu tun. Nicht, dass sie selbst Hand anlegen müssten. Nein, sie haben dafür zu sorgen, dass ein jedes der Kinder zumindest eine Pflanze selbst in die Erde bringen kann. Die kleinen Gärtner sind alles andere als faul. Und wer tatsächlich noch nicht an der Reihe gewesen ist, für den gibt es noch die Samen. Die Kinder lernen, dass es Pflanzen gibt – wie etwa Radieschen – bei denen man die Samenkörner in die Erde steckt. Da ist dann erst nach einiger Zeit eine Pflanze im Beet zu sehen.

Ohne Gießen wird es auch in den kommenden Wochen nicht gehen. Das Wasser befindet sich in einem großen Tank, den die Eltern der Kinder regelmäßig mit Kanistern befüllen. Foto: Abeltshauser
Ohne Gießen wird es auch in den kommenden Wochen nicht gehen. Das Wasser befindet sich in einem großen Tank, den die Eltern der Kinder regelmäßig mit Kanistern befüllen. Foto: Abeltshauser

Jetzt ist die Gartenarbeit fast geschafft. Schnell noch greifen viele kleine Hände nach den kleinen Gießkannen, die die Erwachsenen mitgebracht haben. Die Pflanzen bekommen Wasser, damit das auch wird mit dem frischen Gemüse aus dem eigenen Beet. Die Kindergärtnerinnen erhalten von Zlamal noch den Tipp, in den kommenden Tagen den Wetterbericht zu verfolgen. Sollte doch noch Frost drohen, müssen die Pflanzen abgedeckt werden, damit sie nicht erfrieren.

Jetzt ist es aber endgültig geschafft. Und die kleinen Gärtner haben sich ihre Brotzeit verdient. Und weil das eigene Gemüse erst noch heranwachsen muss, bevor es die Kleinen ernten dürfen, hat ihnen Zlamal etwas mitgebracht. Die nun hungrigen Mäuler dürfen kosten, wie die Früchte oder Knollen ihrer Pflanzen in einigen Wochen sicherlich aus schemecken werden.

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