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Natur

Kleine Gärtner sind fleißig wie Bienen

50 Schüler der Grundschule Riedenburg waren beim Bienenlehrpfad im Einsatz. Sie waren mit großem Einsatz bei der Sache.
Von Petra Kolbinger

Bürgermeister Siegfried Lösch beobachtete sichtlich zufrieden, mit wie viel Elan die Schüler der zweiten Grundschulklassen den Blühstreifen einsäten.
Bürgermeister Siegfried Lösch beobachtete sichtlich zufrieden, mit wie viel Elan die Schüler der zweiten Grundschulklassen den Blühstreifen einsäten.

Haidhof.Kunterbunt ging es zu am vergangenen Freitag am Bienenlehrpfad. Ungefähr 50 Schüler der Grundschulklassen 2a und 2b der Riedenburger Grund- und Mittelschule, nebst ihren Lehrerinnen, Petra Dietz und Anna Engeßer, waren auf Einladung der Stadt zum Bienenlehrpfad nach Haidhof marschiert – zum Arbeitseinsatz.

Der Blühstreifen um die Streuobstwiese am Kanal soll nämlich wieder genau so bunt und fröhlich leuchten wie die Jacken und Mützen der Kinder an diesem etwas kühlen Vormittag. Luise Naderer hatte schon in den Tagen zuvor das Saatbett vorbereitet, und Martin Wibmer vom Bauhof stellte Container mit Sand auf, mit dem das feine Saatgut gemischt wurde, „damit man es gleichmäßiger ausbringen kann“, wie der Fachmann seinen kleinen Gehilfen erklärte.

Schüler greifen zur Schaufel

Diese griffen beherzt zu Schaufel und Eimer und machten sich ans Werk. Das Sand-Samen-Gemisch landete fast schon im Akkordtempo auf dem vorbereiteten Streifen. „Da ist noch eine Lücke“, – Martin Wibmer achtete genau darauf, dass die Samen die Erde lückenlos bedeckten.

Bürgermeister Siegfried Lösch beobachtete den Einsatz der eifrigen kleinen Gärtner vom Rand aus und freute sich über die Begeisterung, mit der der Nachwuchs, darunter sein eigener, bei der Sache waren. Die Kinder wussten ganz genau, wie wichtig die Aktion ist. „Wir säen Blumen an, damit die Bienen etwas zu essen haben und Honig produzieren können“, erklärten sie.

Hier finden Sie weitere Informationen:

Der Bienenlehrpfad

  • Der Bienenlehrpfad Haidhof liegt am Kanal im Riedenburger Ortsteil Haidhof, unweit der Schleusenanlage. Er ist frei zugänglich und beherbergt in der Regel ein halbes Dutzend Bienenvölker, die von Markus Hämmerl von den Bienenflüsterern betreut werden.

  • Betreuung:

    Der Gartenbauverein betreut die Obstbäume auf dem Gelände, das der Stadt Riedenburg gehört und von den Imkern und den Gartlern genutzt wird. Schulklassen, die einen Besuch mit fachlicher Begleitung wünschen, können sich bei Markus Hämmerl melden, Telefon: (01 52) 33 99 17 94.

Die Bienen des Lehrpfades zogen es bei den kühlen Temperaturen zwar vor, im warmen Stock zu bleiben, doch den Kindern machte das Wetter nichts aus. Die Bienen sind für sie „alte Bekannte“, wie auch Lehrerin Anna Engeßer bestätigte, denn Schüler der Grund- und Mittelschule waren auch dabei, als die Bienenkästen für den Lehrpfad bunt bemalt werden durften. „Und ich war sogar schon im Kindergarten beim Bemalen dabei“, fällt ihr ein Schüler ins Wort und hebt sicherheitshalber hinterher mal noch schnell den Finger – aber die Lehrerin ist nicht verärgert. Im Gegenteil.

„Es ist so wichtig, die Kinder schon ganz früh mit Flora und Fauna und den Kreisläufen der Natur vertraut zu machen. Sie sind in diesem Alter so offen für diese Themen. Später treten oft andere Interessen in den Vordergrund, aber der Grundstein ist gelegt und viele werden später zurückfinden zu diesem Naturbewusstsein.“ Außerdem verfolgen die Kinder ja, was aus den Samen wird, die sie in die Erde gebracht haben, und aus dem Bienenvolk, das in „ihrem“ Kasten sitzt.

Der Fachmann klärt auf

Gartenarbeit macht hungrig: Luise Naderer hatte Honigbrote und diverse Säfte mitgebracht. Fotos: Kolbinger
Gartenarbeit macht hungrig: Luise Naderer hatte Honigbrote und diverse Säfte mitgebracht. Fotos: Kolbinger

Was genau in der Beute vorgeht, wie die Bienenbehausung im Fachjargon heißt, erklärte ihnen Markus Hämmel, der Vorsitzende des Imkerkreisverbandes Kelheim und der Bienenflüsterer, jenes Riedenburger Imkervereines, der auch die Bienen am Lehrpfad betreut. Die Wintermonate über war Hämmerl an Schulen im Landkreis und darüber hinaus und hat Vorträge über Bienen, Imkerei und die Bedeutung der Insekten gehalten und über Maßnahmen zu ihrem Schutz gesprochen.

Etliche Schulen haben sich im Gegenzug bereit angemeldet für einen Besuch des Lehrpfades in Haidhof, der sich mehr und mehr zu einem beliebten Ziel für Schulausflüge mausert. Dann treten die fleißigen Gärtner von der Grund- und Mittelschule den Rückweg an – zu Fuß und in dem Wissen, dass sie einen wichtigen Beitrag geleistet haben für die Bienen.

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