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Jahresfinale

Beschlüsse zu Ökolandbau und Stromtrasse

Der Kreisausschuss Kelheim billigt zwei Anträge von ÖDP-Rat Schmalz – nachdem dieser deutlichen Änderungen zugestimmt hatte.
Von Martina Hutzler

 Prototypen für Erdkabel mit drei Adern sind auf diesem Bild zu sehen. Für eine Erdverkabelung der „Juraleitung“ müsste diese zum Pilotprojekt deklariert werden. Foto: Julian Stratenschulte/dpa
Prototypen für Erdkabel mit drei Adern sind auf diesem Bild zu sehen. Für eine Erdverkabelung der „Juraleitung“ müsste diese zum Pilotprojekt deklariert werden. Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Kelheim. Einen eigenen Klimaschutz-Manager für den Kreis Kelheim wird es ab 2019 nicht mehr geben: Der Kreis-Umweltbeauftragte Peter-Michael Schmalz ist von seinem ursprünglichen Antrag abgerückt, einen speziell mit dem Ausbau der Öko-Landwirtschaft betrauten Klimaschutz-Manager zu installieren. Mit einem ähnlichen Ansinnen hatte zuvor schon Kreisrat Richard Zieglmeier keine Mehrheit gefunden.

Stattdessen stimmte Schmalz, der auch ÖDP-Fraktionschef ist, dem Vorschlag der Kreisverwaltung für ein „Arbeitstreffen“ zu, bei dem das Thema Ökologische Landwirtschaft besprochen werden soll. Seinen dahingehend abgeänderten Antrag hat nun der Kreisausschuss in der letzten Sitzung des Jahres einstimmig angenommen.

Das Treffen soll demnach im ersten Quartal 2019 am Landratsamt Kelheim stattfinden; teilnehmen sollen Vertreter des Fachzentrums Ökologischer Landbau Deggendorf, der Landesanstalt für Landwirtschaft, der Regierung von Niederbayern sowie Prof. Dr. Alois Heißenhuber, Vorsitzender der Kommission Landwirtschaft am Umweltbundesamt.

Ebenfalls beschlossen hat der Kreisausschuss, die regionalen Bundestags-Abgeordneten für das Ziel einzuspannen, dass die Hochspannungsleitung „Juraleitung“, die durch den Kreis Kelheim führt, bei ihrem geplanten Ausbau in die Erde verlegt wird. Der Ausschuss beauftragte die Kreisverwaltung mit entsprechenden Aufforderungen an die Abgeordneten.

 Prototypen für Erdkabel mit drei Adern sind auf diesem Bild zu sehen. Für eine Erdverkabelung der „Juraleitung“ müsste diese zum Pilotprojekt deklariert werden. Foto: Julian Stratenschulte/dpa
Prototypen für Erdkabel mit drei Adern sind auf diesem Bild zu sehen. Für eine Erdverkabelung der „Juraleitung“ müsste diese zum Pilotprojekt deklariert werden. Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Ursprünglich hatte der Kreisrat Peter-Michael Schmalz beantragt, dass die neue Leitung möglichst vermieden, jedenfalls aber unterirdisch verkabelt werden solle. Dieses Ansinnen liege aber nicht in der Zuständigkeit des Landkreises, wurde ihm seitens der Kreisverwaltung beschieden. Sein geänderter Antrag war Ergebnis eines Informationsgesprächs mit Schmalz, Landrat Martin Neumeyer, dem zuständigen Abteilungsleiter Sebastian Post und einer Vertreterin des Netzbetreibers Tennet.

Dieser will eine neue, auf 380 Kilovolt aufgestockte bauen, orientiert an der bestehenden Hochspannungsleitung. Die bisherige Trasse streift den Landkreis im Nordwesten, bei Thann, und quert ihn dann in der Mitte nochmals, vom Umspannwerk Sittling über Abensberg und Kirchdorf. Für die neue Leitung gibt es bisher nur eine grobe Korridor-Planung.

Eine Verkabelung auf Kreisgebiet sei nur möglich, wenn dieses Vorhaben im Bundes-Bedarfsplan-Gesetz als „Pilotprojekt“ eingestuft würde, war eine Erkenntnis aus dem Informationsgespräch. Für eine solche Einstufung sollen sich nun die Abgeordneten aus dem Bundeswahlkreis Kelheim-Landshut einsetzen, so die einhellige Meinung im Kreisausschuss.

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