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Politik

Trainingslager für den Wahlkampf

Die Kreis-CSU ging in Klausur. Die Zahl der Bürgermeisterposten soll steigen. Viel Einsatz wird es geben für Manfred Weber.
Von Wolfgang Abeltshauser

CSU-Granden aus Kreis und Land trafen sich in Buch bei Riedenburg. Foto: Abeltshauser
CSU-Granden aus Kreis und Land trafen sich in Buch bei Riedenburg. Foto: Abeltshauser

Riedenburg.Der Kreisverband der Christsozialen begab sich Freitag und Samstag ins Trainingslager. Es galt sich warmzulaufen für die anstehenden Einsätze. Bei der Klausurtagung im Gasthof Schneider in Buch bei Riedenburg setzten die CSU-Mitglieder die Weichen für die kommenden Wahlen.

Bürgermeistersessel verteidigen

Beim anschließenden Pressegespräch dazu nannte Kreisvorsitzender und Landrat Martin Neumeyer schon einmal das Minimalziel für die Abstimmung über die Rathäuser im Frühjahr 2020: Die Bürgermeisterposten, welche die CSU innehat, sollten auch verteidigt werden. Besonders im Blick habe man aber nicht zuletzt die Bürgermeistersessel in Mainburg, Volkenschwand und Neustadt. „Dort werden die Karten ja neu gemischt.“ Denn die Amtsinhaber treten nicht mehr an.

Mitte des Jahres soll der Landratskandidat oder die -kandidatin gekürt werden. Sehr wohl ungewöhnlich sei es, dass der Kandidat für das Bürgermeisteramt in Bad Abbach schon feststehe. Es gebe im Kurort aber eine Sondersituation: Weder sei klar, ob der Amtsinhaber weitermachen wolle noch, wo sich weitere Kandidaten befänden. So sei es nicht schlecht, wenn der CSU-Mann schon einmal Werbung für sich und seine Ziele machen könne.

Die Gespräche für Positionen auf den verschiedenen Listen würden bereits geführt. Es sehe gut aus, dass auch alle Ortslisten voll würden. „Wir haben auch junge Leute in petto“, betonte der Landrat. Das Allerwichtigste ist in den Augen von Neumeyer und seinen Stellvertretern im Vorsitz Petra Högl und Siegfried Lösch, eine hohe Wahlbeteiligung zu erreichen.

Ein weiterer Kontrahent

Der Vorsitzende blickte auf den Landkreis Schrobenhausen. Da hätte es bei der jüngsten Stichwahl um den Landratsposten Orte gegeben mit einer Wahlbeteiligung von nicht mehr als zehn Prozent. Dass die Menschen ihr Wahlrecht wahrnehmen, sei vor allem wichtig, weil es einen weiteren Kontrahenten geben werde. Da ist sich Neumeyer sicher. Es dauerte einige Sätze, bis er den Parteinamen über die Lippen brachte. Er gehe davon aus, dass die AfD zumindest eine Kreistagsliste aufstellen werde. Es werde nach der Abstimmung Kreisräte der Gruppierung geben. Da sei er sich sicher.

Vertriebene und Aussiedler

  • Themen:

    Eingeladen war die Beauftragte für Vertriebene und Aussiedler der Staatsregierung Sylvia Stiersdorfer. Es gebe in ihren Augen nach wie vor Dinge zu klären. Ein Beispiel wäre die Rentenfrage für Spätaussiedler.

  • Infos:

    Gut sei, dass neue Einrichtungen kommen. Sie nannte das Sudetendeutsche Haus in München und das Kulturzentrum für Russlanddeutsche in Nürnberg.

Eine hohe Wahlbeteiligung wollen die Christsozialen aber auch bei der Europawahl im Sommer erreichen. Die ist für sie fast so etwas wie eine regionale Angelegenheit. Denn man wolle Manfred Weber, der seine Teilnahme an der Klausur leider kurzfristig habe absagen müssen, mit aller Kraft unterstützen.

Sicherlich werde es nicht einfach sein, da zu mobilisieren. Vor allem halte Neumeyer es für eine schwere Aufgabe, im Vorfeld bei Veranstaltungen die Säle zu füllen. Man setze da nicht zuletzt auf viele Infostände. Allerdings will er bekannte Gesichter in den Landkreis locken. So hofft der Kreisvorsitzende, den mittlerweile in den Medien gut wahrzunehmenden CDU-Mann Philipp Amthor für den Wahlkampf im Landkreis gewinnen zu können. „Er ist in meinen Augen ein geradliniger – aber sicherlich nicht einfacher Mensch.“

Kritik am Volksbegehren

Das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ war ebenso Thema der Klausur. Die Kreisvorstände sehen es kritisch. Es sei eine Attacke gegen die Landwirte – kritisiert Petra Högl. Sogar Biobauern seien dagegen. Sagt Bezirksrätin Hannelore Langwieser. Ein jeder könne ja Blühwiesen anlegen, außerdem würden die Landwirte ja schon freiwillig einiges tun. Siegfried Lösch stellte fest: „Die Initiatoren missbrauchen die Bienen gegen die Landwirte.“

Bundestagsabgeordneter Florian Oßner, der bei der Klausur mit dabei war, versprach, sich dafür einzusetzen, dass bei der Autobahn 93 die Deckensanierung schneller als bisher geplant komme. Er habe dazu schon erste Gespräche geführt.

Alle betonten, Sachpolitik machen zu wollen. „Wir müssen uns mit Themen beschäftigen, nicht mit dem politischen Gegner“, forderte Högl. Die Menschen müssten wieder sehen, dass sie ernst genommen werden. So sagte es der Landrat.

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