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Badereise

Auf Erkundungstour über und unter Wasser

mittendrin!-Reporter im Test: Auch Menschen mit Behinderung können das Kelheimer „Keldorado“-Erlebnisbad recht gut besuchen.
Von den Mittendrin!-Reportern

Rein ins Schwimmvergnügen: Jedes Jahr kommen ungefähr 215 000 Besucher ins Keldorado!
Rein ins Schwimmvergnügen: Jedes Jahr kommen ungefähr 215 000 Besucher ins Keldorado! Foto: Pieknik/Archiv

Kelheim.Schwimmen soll ja eine der gesündesten Sportarten sein. Schwimmen tut jedem Menschen gut, auch behinderten Menschen. Deshalb haben die mittendrin!-Reporter das Bade- und Freizeit-Paradies in Kelheim besucht: das Keldorado. Hier konnte unsere Reportergruppe den Bademeister Andreas Karl zunächst rund ums Bad befragen. Beim Rundgang durch das Schwimmbad durften wir dann auch hinter die Kulissen des Keldorados blicken.

Als erstes wollten wir wissen, was es mit dem Keldorado eigentlich auf sich hat. Dieses Freizeitbad in Kelheim gibt es ja schon seit 1992. Es brannte zwischenzeitlich mal ab, wurde aber wieder aufgebaut. Heute hat es für Groß und Klein jede Menge zu bieten. Kein Wunder, dass jedes Jahr ungefähr 215 000 Besucher gezählt werden!

Das hat uns mittendrin!-Reporter schon mal ganz schön beeindruckt. Aber jetzt wollten wir erkunden, wie so ein Schwimmbad eigentlich funktioniert. Das Keldorado hat von 9 bis 21 Uhr geöffnet. Für die Mitarbeiter heißt das: Die ersten fangen um sechs Uhr morgens an, die letzten gehen um 23 Uhr. Denn es muss ja auch geputzt oder mal was repariert werden. Deshalb arbeiten die Angestellten in zwei Schichten.

Was da alles zu tun ist, haben wir im Keller erfahren – dort standen die mittendrin!-Reporter plötzlich neben dem Boden des großen Schwimmerbeckens! Damit die Besucher unbeschwert schwimmen können, müssen die Mitarbeiter dafür sorgen, dass Wassertemperatur und Wasserstand passen. Wichtig ist der ph-Wert: Das Badewasser darf sich weder wie Zitronensaft noch wie Seifenwasser anfühlen, sondern „neutral“. Das und vieles mehr muss regelmäßig überprüft werden.

Als wir den technischen Teil der Führung abgehakt hatten, haben wir das Schwimmbad selbst mal geprüft. Den mittendrin!-Reportern fiel dabei auf, dass es nur eine behindertengerechte Toilette gibt, im Eingangsbereich. Die behinderten-gerechte Umkleidekabine ist groß und geräumig. Aber einigen von uns ist aufgefallen, dass Rollstuhlfahrer schwer den Garderobenschrank nutzen können; zumindest nicht die oberen Fächer. Es sei denn, es ist eine Begleitperson dabei. Auf dem Weg ins Bad haben wir einen Blick in den Duschbereich geworfen. Der ist mit Sitzmöglichkeit für Menschen mit Körperbehinderung ausgestattet.

Im Bad selber suchten wir nach einer Einstiegshilfe und fragten nach, wie behinderte Menschen eigentlich ins Wasser kommen sollen?! Denn einen Beckenlifter haben wir nicht gefunden – es gibt im Bad tatsächlich keinen, erfuhren wir. Aber Menschen mit Behinderung hätten bisher kein Problem damit gehabt, und es bestehe eine geringe Nachfrage, hieß es. „Wenn jemand Hilfe braucht, dann wird der Person im Keldorado selbstverständlich geholfen“, so die Auskunft. Somit kann auch ein Rollstuhlfahrer das Schwimmbad benutzen.

Wer keine Treppen steigen kann, muss sich überlegen, wie er oder sie in den Außenbereich des Keldorados gelangt. Am einfachsten ist es, gleich durch das Warmwasserbecken ins Freie zu schwimmen. Oder man kann am Eingang gleich den Weg nach Außen wählen.

Der Außenbereich ist allerdings nicht immer zugänglich, haben wir erfahren. Denn dort gibt es keine Bodenbeleuchtung im Becken. Und das heißt: Sobald es draußen dunkel ist, kann der Bademeister nicht mehr auf den Beckenboden sehen, und deshalb könnte er auch nicht sehen, wenn dort vielleicht mal eine verletzte Person liegt, die er retten müsste. Deshalb muss der Außenbereich ab der Dämmerung geschlossen werden.

Gut fanden wir „mittendrin!-Reporter“, dass das Keldorado ebenerdig gebaut ist; man kann es auch mit Rollstuhl gut erreichen. Besonders gut fanden wir auch, dass es eine Info-Kasse gibt, an der man sowohl den Eintritt bezahlen kann als auch Auskünfte erhält. Denn die Automaten für die Eintrittsmarken sind für den einen oder anderen Menschen mit geistiger Behinderung schwer zu bedienen.

Infos rund ums Bad

  • Öffnungszeiten

    Öffnungszeiten sind im Winter (bis Anfang Mai): Montags, mittwochs, donnerstags, Wochenende, Feiertage: 9 bis 21 Uhr; dienstags und freitags: 9 bis 22 Uhr. Im Sommer ist täglich von 8 bis 20.30 Uhr geöffnet.

  • Infokasse

    Öffnungszeiten der Infokasse (Wintersaison): montags bis freitags: 9 bis 11 Uhr und 15 bis 20 Uhr; Wochenende: 9 bis 20 Uhr (Sommer: täglich 9 - 19.30 Uhr)

  • Eintritt

    Eine Einzelkarte für eineinhalb Stunden Aufenthalt kostet zum Beispiel 3,30 Euro für Erwachsene und 1,80 Euro für Kinder und Jugendliche.

  • Ermäßigung

    Schwerbehinderte Menschen (ab 70 Prozent Behinderungsgrad; Ausweis nötig!) können zum Preis von 30 Euro eine Wertkarte kaufen, die einen Nutzwert von 50 Euro hat.

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