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Menschen

Barriere-frei lebt es sich leichter

Der Staat hilft einem Hausbesitzer, wenn er sein Haus umbaut. Aber man muss einiges dabei beachten, sagt Architekt Donhauser.
Von den Mittendrin!-Reportern

m April 2016 gab es eine Informationsveranstaltung zu Reisen ohne Barrieren. Im November 2016 und Januar 2017 gab es Informationsabende zum Thema „Schöner Wohnen ohne Barrieren“ in Kelheim und Mainburg. Foto: dpa-Archiv
m April 2016 gab es eine Informationsveranstaltung zu Reisen ohne Barrieren. Im November 2016 und Januar 2017 gab es Informationsabende zum Thema „Schöner Wohnen ohne Barrieren“ in Kelheim und Mainburg. Foto: dpa-Archiv

Mainburg. Die mittendrin!-Reporter besuchten die Veranstaltung „Schöner Wohnen ohne Barrieren“. Das Regional-management hat den Vortrag vorbereitet. Er war in der Stadthalle in Mainburg.

Was ist Regionalmanagement? Das ist ein Förderprogramm der Regierung. Im Landkreis Kelheim ist Julia Schönhärl die Regionalmanagerin. Sie kümmert sich um die Themen „Klima + Energie“ und „Demografischer Wandel“. Projekte dazu werden vom Landkreis und vom bayerischen Finanz- und Heimatministerium finanziert. Foto: Hutzler
Was ist Regionalmanagement? Das ist ein Förderprogramm der Regierung. Im Landkreis Kelheim ist Julia Schönhärl die Regionalmanagerin. Sie kümmert sich um die Themen „Klima + Energie“ und „Demografischer Wandel“. Projekte dazu werden vom Landkreis und vom bayerischen Finanz- und Heimatministerium finanziert. Foto: Hutzler

Als erstes hat der Architekt Markus Donhauser geredet. Er hat die Zuhörer über einen barrierefreien Umbau ihres Hauses oder ihrer Wohnung informiert. Für die Barrierefreiheit gibt es in den Gesetzen drei Grundlagen. Teil 1 betrifft die öffentlich zugänglichen Gebäude. Im Teil 2 geht es um das Wohnen zu Hause. Teil 3 betrifft öffentliche Flächen draußen, zum Beispiel Bus-haltestellen.

Alle drei Teile sind „DIN-Normen“. Das sind Vorschriften. Bei einem barrierefreien Bau muss man diese Vorschriften einhalten. In den Vorschriften steht genau, wie groß die Räume sein müssen. Oder wie viel Platz ein Rollstuhlfahrer braucht, um eine Tür gut öffnen zu können.

Warum braucht man das? Die Projekte sollen den Bürgern im Landkreis zugutekommen. Bei beiden Themen sollen die Menschen im Landkreis zusammengebracht werden. Der Kontakt von Menschen und Gruppen mit gleichen Interesse wird hergestellt. Dadurch kann man Projekte umsetzen. Foto: dpa-Archiv
Warum braucht man das? Die Projekte sollen den Bürgern im Landkreis zugutekommen. Bei beiden Themen sollen die Menschen im Landkreis zusammengebracht werden. Der Kontakt von Menschen und Gruppen mit gleichen Interesse wird hergestellt. Dadurch kann man Projekte umsetzen. Foto: dpa-Archiv

Markus Donhauser gehört zur bayerischen Architekten-kammer. Er ist Berater in Regensburg. Seine Beratungen werden aus dem Programm „Bayern barrierefrei“ bezahlt. Die Beratungen sind deshalb kostenlos, und es kann sich jeder an Herrn Donhauser und seine Kollegen wenden. Zum Beispiel, wenn man einen barrierefreien Neubau plant. Oder wenn man seine Wohnung barrierefrei umbauen will.

Das kostet Geld. Aber für barrierefreies Bauen gibt es Finanzierungs-hilfe. Darüber informierte Gerhard Breunig. Er betreut die Wohnberatungs-stelle im Landratsamt Kelheim. Bei diese Stelle kann sich jeder kostenlos Rat holen. Wichtig ist, dass man sich vor Bau-beginn informiert. Denn Anträge auf Finanz-hilfen muss man vor Bau-beginn stellen.

Im Regionalmanagement ist vor allem das Projekt „Barrierefreies Leben“ für Menschen mit Behinderung interessant. In diesem Projekt geht es um Informationen für die Bürger. Zum Beispiel: Wie geht Bauen und Umbauen ohne Barrieren. Welche Vorteile hat so eine Bauweise. Foto: dpa-Archiv
Im Regionalmanagement ist vor allem das Projekt „Barrierefreies Leben“ für Menschen mit Behinderung interessant. In diesem Projekt geht es um Informationen für die Bürger. Zum Beispiel: Wie geht Bauen und Umbauen ohne Barrieren. Welche Vorteile hat so eine Bauweise. Foto: dpa-Archiv

In den Vorträgen haben wir viel über Barrierefreiheit erfahren. Es gibt viele Arten von Barrieren: Treppen, zu steile Rampen oder unebene Bodenbeläge, zum Beispiel Kopfsteinpflaster. Es zwei Arten von Barrierefreiheit: Es gibt die Barrierefreiheit, die nicht rollstuhl-tauglich ist. Und dann gibt es die Barrierefreiheit, die auch für Menschen mit Rollstuhl geeignet ist.

Ein barrierefreier Neubau kostet nicht sehr viel mehr als ein Neubau mit Barrieren. Deshalb sollte man sich gut überlegen, ob man am besten gleich barrierefrei baut. Denn dadurch hat jeder Bewohner oder Nutzer Vorteile! Auch Nicht-Behinderte können einfacher in eine ebene Dusche hinein-gehen als in eine Dusche mit hohem Rand. Und wenn man etwas Schweres trägt, erleichtern automatische Türöffner auch Nicht-Behinderten das Leben. In Mainburg hat man gesehen: Die meisten Zuhörer der Vorträge brauchen zwar jetzt noch keine Barrierefreiheit. Aber sie denken alle an ihre Zukunft. Sie überlegen: Was wird mit mir, wenn ich alt werde und körperlich eingeschränkt bin?!

Welche Pläne gibt es für 2017? Aktuell können sich Privatleute, Firmen und Einrichtungen für den „Klimaschutzpreis Landkreis Kelheim“ bewerben. Das Regionalmanagement sucht super Projekte: zum Beispiel, wie man Energie oder Rohstoffe sparen kann. Dazu gibt es heuer auch Informationsabende, kostenlos und für alle Bürger. Es geht darum, wie man das Klima schützt und dabei sogar Geld spart.
Welche Pläne gibt es für 2017? Aktuell können sich Privatleute, Firmen und Einrichtungen für den „Klimaschutzpreis Landkreis Kelheim“ bewerben. Das Regionalmanagement sucht super Projekte: zum Beispiel, wie man Energie oder Rohstoffe sparen kann. Dazu gibt es heuer auch Informationsabende, kostenlos und für alle Bürger. Es geht darum, wie man das Klima schützt und dabei sogar Geld spart. Foto: dpa-Archiv

Hier gibt es weitere Informationen:

Beratungsstelle der Architektenkammer in Regensburg: Markus Donhauser, Landratsamt Regensburg, regensburg@byak-barrierefreiheit.de

Wohnberatungsstelle im Landratsamt Kelheim: Herr Gerhard Breunig, 09441 207 4265 oder gerhard.breunig@landkreis-kelheim.de

Regionalmanagement im Landkreis Kelheim: Julia Schönhärl, Telefon

0 94 41 - 2 07 73 40; E-Mail: julia.schoenhaerl@landkreis-kelheim.de

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