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Mobilität

Busfahren mit Hilfen und Hürden

Die mittendrin!–Reporter auf Test-Fahrt: Sie waren mit Linien–Bussen quer durch den Landkreis Kelheim unterwegs.
Von den mittendrin! – Reportern Georg, Martin, Stefan und Carolin

Die mittendrin! – Reporter Georg, Martin, Stefan und Carolin (nicht im Bild) testen das Bus – Fahren im Landkreis Kelheim. Fotos: Stefan Seeligmann
Die mittendrin! – Reporter Georg, Martin, Stefan und Carolin (nicht im Bild) testen das Bus – Fahren im Landkreis Kelheim. Fotos: Stefan Seeligmann

Kelheim.Die mittendrin Reporter haben das Bus–Fahren im Landkreis Kelheim getestet. Es war nicht leicht für die mittendrin! – Reporter eine zusammen–hängende Fahr–Strecke zum Testen zu finden. Sie sind mit dem Bus von Kelheim nach Abensberg gefahren. Von dort mit dem Zug nach Saal. Dann nach Riedenburg. Und wieder zurück nach Kelheim.

Warum dieser Artikel ungewöhnlich ist

In viele kleine Dörfer im Landkreis fahren die Busse nur sehr selten. Die Einwohner dieser Dörfer sind also auf ein Auto angewiesen. Auf den Haupt– Strecken ist die Bus–Verbindung gut. Während der Schul–Zeit kommt man am besten ans Ziel. Wenn die Schüler in die Schule fahren oder wieder nach Hause fahren, werden sehr viele Haltestellen angefahren. In den Schul–Ferien fahren die Busse viel seltener.

Die mittendrin! – Reporter Georg, Martin, Stefan und Carolin (nicht im Bild) testen das Bus – Fahren im Landkreis Kelheim. Fotos: Stefan Seeligmann
Die mittendrin! – Reporter Georg, Martin, Stefan und Carolin (nicht im Bild) testen das Bus – Fahren im Landkreis Kelheim. Fotos: Stefan Seeligmann

Auf der Test–Strecke der mittendrin! – Reporter waren lauter Niederflur–Busse im Einsatz. Nieder–Flur– Busse können an Haltestellen abgesenkt werden. Das ist vor allem an solchen Haltestellen wichtig, an denen die Bordstein–Kanten zu niedrig sind. An der hinteren Einstiegs–Tür des Busses gibt es eine Rampe. Der Bus–Fahrer kann die Rampe ausklappen. Dann können Rollstuhl–Fahrer bequem einsteigen. Auch mit einem Kinder–Wagen kommt man in diese Busse einfacher hinein.

In dieser Bilder-Galerie sehen Sie, welche Erfahrungen die mittendrin!-Reporter auf ihrer Tour gemacht haben:

Im Innen–Raum ist der Boden tief. Außerdem gibt es in diesen Bussen einen freien Platz für Kinder–Wagen und Rollstühle. Der Mittel–Gang ist aber auch in diesen Bussen zu eng für Rollstühle. Deshalb muss der Busfahrer zum Verkaufen der Fahrkarte zum Rollstuhl–Fahrer nach hinten gehen.

Wir haben beim Landratsamt erfahren, dass Niederflur–Busse nicht auf allen Strecken fahren. Daher sollten Menschen mit Rollstuhl am besten zwei Tage vor einer Busfahrt in Regensburg bei der Firma RBO anrufen (Telefon–Nummer: 09 41 – 6 00 01 22). Die RBO plant die Busfahrten im Landkreis Kelheim. Dort bekommt man Auskunft, ob zur gewünschten Zeit auf der gewünschten Strecken ein Niederflur– Bus eingesetzt wird.

Mobil mit Handicap

  • Ausweis:

    Mit dem Behinderten–Ausweis und mit einer Wertmarke können Menschen mit Behinderung (mit Grad der Behinderung über 70 %) kostenlos Bus und Zug fahren. Mit dem Buchstaben B im Behinderten–Ausweis kann eine Begleit–Person kostenlos mitfahren.

  • Personal:

    Bus–Fahrer müssen alle 5 Jahre eine Schulung für Berufs–Fahrer machen. Dabei lernen sie auch den Umgang mit Menschen mit Behinderung.

  • Anzeige:

    In manchen Bussen gibt es gut lesbare Bildschirme. Sie zeigen die nächste Haltestelle und die End–Haltestelle an. Für Menschen, die nicht lesen können, werden in manchen Bussen die Haltestellen auch durchgesagt. Leider werden Umleitungen nicht angezeigt.

  • Halte–Stellen:

    Oft ist an Bus–Haltestellen nur das gelbe Haltestellen–Schild zu sehen. Aber der Name der Halte–Stelle fehlt. Am Wöhrdplatz in Kelheim gibt es außerdem mehrere Plätze, von denen Busse los–fahren. Nur wer den Fahrplan ganz genau lesen kann, findet den richtigen Abfahrt–Platz.

  • Fahr–Pläne:

    Oft hängen die Fahrpläne und Schilder sehr hoch oben. Dort sind sie für Roll–Stuhl–Fahrer und kleinere Menschen schwer zu lesen. Die Schrift ist sehr klein.

  • Pläne:

    Im Frühjahr will der Landkreis Kelheim an großen Haltestellen digitale Anzeige–Tafeln aufstellen. Große Haltestellen sind zum Beispiel der Wöhrd–Platz in Kelheim und die Gillamoos–Wiese in Abensberg. Digitale Tafeln zeigen Echt–Zeit an. Man weiß, wann der Bus wirklich kommt und ob er Verspätung hat. Mit dem Drücken einer Taste können blinde Menschen diese Auskunft auch hören.

Ab dem März 2020 wird es in der Stadt Kelheim ein ganz neues Bus–Angebot geben: den Ruf–Bus. Die mittendrin!-Reporter haben sich vom Kelheimer Bürger-Meister schon mal erklären lassen, wie der Ruf–Bus funktioniert:

Bus–Fahren

Der Ruf–Bus kommt wie bestellt

In Kelheim gibt es nächstes Jahr einen Ruf–Bus. Wie funktioniert der denn? Die mittendrin!–Reporter haben nachgefragt.

Die „mittendrin!“-Reporter haben schon viele Einrichtungen besucht und auf Barriere-freiheit getestet. Die Artikel dazu lesen Sie hier!

Erklärung

Warum diese Seite ungewöhnlich ist

Auf dieser Unterseite der „Mittelbayerischen“ sind die „mittendrin!“-Reporter am Werk. Sie schreiben in einfacher Sprache.

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