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Musik-Café

Hier stehen alle im Team an der Theke

Im Musik-Café „B14“ in Wernberg-Köblitz arbeiten Menschen mit und ohne Handicap – und kaum jemand merkt’s. „mittendrin!“-Reporter waren dort zu Gast.
Von Alex, Stefan, Franziska, Martin und Ralf

Martin und eine „B14“-Mitarbeiterin Foto: Ralf

Wernberg. Menschen mit und ohne Behinderungen führen ein Café?! Das wollte „mittendrin!“ sehen und fuhr ins „Musik-Café B14“ in Wernberg-Köblitz (Kreis Schwandorf). Kurz nach 17 Uhr hat das Café gerade geöffnet. Marianne Wagner, die den Dienstleistungsbereich leitet, und ihr Mitarbeiter Oliver beantworten unsere Fragen.

Alex: Frau Wagner, wie sind Sie auf die Idee gekommen so ein Café zu gründen?

Wagner: Auslöser war die Frage: Was tun, damit Menschen mit Behinderungen aus der Isolation herauskommen und integriert werden? So haben wir vor 14 Jahren angefangen. Die ersten zwei Jahre waren schwierig. Viele Leute aus Wernberg waren unsicher, haben sich gefragt, „gehen da nur Behinderte rein?“ Der Durchbruch kam, als eine Landjugend-Gruppe das B14 zu ihrem Stammlokal gemacht hat. Da war die Berührungsangst vorbei. Unser Ziel war von Anfang an, eine normale Gastwirtschaft zu sein – halt das Musikcafé B14! Mit abwechslungsreichem Musik- und Kulturprogramm und familiärer Atmosphäre.

Ralf: Wie viele Beschäftigte hat das B14?

Wagner: Hier arbeiten 15 Mitarbeiter/innen mit Handicap, fünf pädagogische Fachkräfte und zehn Beschäftigte auf 400-Euro Basis. Wir arbeiten in zwei Tagesschichten, auch am Wochenende, ganzjährig. Nur von Weihnachten bis Silvester haben wir zu.

Alex: Oliver, wie ist es, hier zu arbeiten?

Oliver: Mir gefällt es gut. Ich freue mich oft auf die Arbeit, es ist schön hier. Wir sind ein gutes Team, wo einer dem anderen hilft.

Ralf: Wo arbeiten Sie?

Oliver: Ich mache eigentlich alles: Theke, Bedienen, Kochen, alles.

Marianne Wagner: Wir versuchen, jeden nach seinen Fähigkeiten einzusetzen. Im Lager zum Beispiel muss alles immer am gleichen Platz stehen. Das macht der Sigi, der ist da ein echtes Genie.

Franziska: Ich würde gerne in Kelheim in einem Café arbeiten. Wie ginge das?

Wagner: Ich könnte es Dir sagen, wenn Du hier in Wernberg wärst: Da könntest Du Dich direkt bei mir bewerben. Oder ein Praktikum machen. Wie das in Kelheim gehen könnte, weiß ich nicht genau.

Alex: Wir fragen den Behindertenbeauftragten oder den Bürgermeister!

Ralf: Wer sind ihre Gäste?

Wagner: Schauen Sie sich um: ein bunt gemischtes Publikum! Von kleinen Kindern mit Eltern bis zu deren Großeltern mit 80 Jahren. Am Dienstag haben wir Stammtische mit Kartenspielern. Jugendgruppen und Vereine kommen und nicht zu vergessen unser Pfarrer und die Gemeinderäte!

http://mittendrin-kelheim.blogspot.com

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