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Inklusion

Miteinander-Preis für Kelheimer Reporter

Große Ehre für die „mittendrin!“-Reporter und die MZ-Lokalredaktion: Ministerin Müller zeichnet sie für ihr Projekt aus.

Freude in München: Links im Bild die beiden mittendrin!-Reporter mit Sabrina Härtel, rechts Laudatorin Irmgard Badura und Kelheims Redaktionsleiter Maximilian Wachter (2.v.re.)
Freude in München: Links im Bild die beiden mittendrin!-Reporter mit Sabrina Härtel, rechts Laudatorin Irmgard Badura und Kelheims Redaktionsleiter Maximilian Wachter (2.v.re.) Foto: Eibl

Kelheim.Die Freude bei den beiden mittendrin!-Reportern Philipp Buchwald und Stefan Seeligmann sowie Sozialpädagogin Sabrina Härtel von der Offenen Behindertenarbeit Abensberg und dem Kelheimer MZ-Redaktionsleiter Maximilian Wachter war groß. Am Freitagnachmittag wurden sie in einer Feierstunde im Schloss Nymphenburg mit dem Miteinander-Preis des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Soziales, Familie und Integration ausgezeichnet.

Sozialministerin Emilia Müller übergab den mit 2000 Euro dotierten Preis an jeweils ein Projekt aus den sieben bayerischen Regierungsbezirken – über 200 Bewerbungen waren dafür eingegangen. „Der Miteinander-Preis ist eine ganz besondere Auszeichnung. Er gibt den Menschen, die sich für Inklusion einsetzen, die Möglichkeit, ihr Projekt ins Rampenlicht zu rücken. Denn wir wollen ganz Bayern zeigen, wie großartig das Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung gestaltet werden kann“, sagte Müller in ihrer Laudatio. Neben dem mittendrin!-Projekt aus Kelheim hofften aus Niederbayern auch die nominierten Teilnehmer der Wolfsteiner Werkstätten aus Freyung, der Kindertagesstätte St. Benedikt Rattiszell sowie der Selbsthilfegruppe für behinderte und chronisch kranke Kinder Hauzenberg mit ihren Projekten auf den Preis. Doch die Jury hatte sich für die Zusammenarbeit der mittendrin!-Reporter mit der Lokalredaktion unserer Zeitung in Kelheim entschieden.

Lesen Sie hier die Geschichten der „mittendrin!“-Reporter

2011 ging „mittendrin!“ als zentrales Element des EU-„Leader“-Projekts „Bürgerschaftliches Engagement und Inklusion im Landkreis Kelheim“ auf Initiative von Petra Ellert an den Start. Seitdem hat sich die Reportertruppe etabliert. Nachdem die zweijährige Förderung ausgelaufen war, arbeitete „mittendrin!“ unter dem Dach der Offenen Behindertenarbeit im Landkreis Kelheim weiter. Sabrina Härtel vom Träger Katholische Jugendfürsorge und MZ-Redakteurin Martina Hutzler koordinieren das Projekt.

Und das hat es tatsächlich in sich. Denn über Inklusion wird auch in unserer Zeitung oft berichtet – aber selten aus Sicht der Betroffenen. Bei „mittendrin!“ ändert sich dieser Blickwinkel. Denn die 15-köpfige Truppe aus Reportern mit und ohne Behinderung nimmt öffentliche Einrichtungen unter die Lupe, um sie auf barrierefreiheit zu untersuchen: um zu sehen, wie es dort für Menschen mit Behinderung ist, ob man freundliche Hilfestellung bekommt, ob man als Mensch mit Behinderung bestimmte Dinge beachten muss oder welche Vergünstigungen es gibt. Dem Kelheimer Spaßbad Keldorado statteten die Reporter ebenso einen professionellen Besuch ab wie der Justizvollzugsanstalt in Landshut – die Frage, ob auch ein Gefängnis barrierefrei ist, war für die jungen Reporter besonders spannend.

Ihre Erfahrungen veröffentlichen die „mittendrin!“-Reporter in einem Blog und regelmäßig in unserer Zeitung.

„Der Miteinander-Preis ist eine schöne Anerkennung für ein tolles Projekt“, freute sich Redaktionsleiter Maximilian Wachter. Und ein Ansporn, dieses besondere Inklusions-Projekt weiter zu führen. Was die jungen Kollegen mit dem Preisgeld machen wollen, steht auch schon fest: Schulungen in journalistischer Arbeit besuchen, und mehr über den Umgang mit der Kamera, Computer und dem Internet lernen.

Weitere Nachrichten aus Kelheim lesen Sie hier.

Nominierte aus Niederbayern

  • Aus Freyung:

    Wolfsteiner Werkstätten – eine Arbeitskooperation mit dem Nationalpark Bayerischer Wald. Menschen mit und ohne Behinderung arbeiten zusammen (z.B. Bau einer begehbaren Spechthöhle).

  • Aus Rattiszell:

    Kindertagesstätte St. Benedikt – ein Kindergarten, in dem Angestellte und Kinder mit und ohne Behinderung zusammen arbeiten, spielen und lernen.

  • Aus Hauzenberg:

    Selbsthilfegruppe für behinderte und chronisch kranke Kinder und Jugendliche e.V. – inklusive Freizeit ohne Eltern, gemeinsame Besuche von Fußballspielen oder Festen mit ehrenamtlichen Betreuern.

  • Aus Kelheim:

    Die ‚mittendrin!‘-Reporter – 15 Reporter mit und ohne Behinderung berichten über Barrierefreiheit und Inklusion, machen das Thema noch bekannter.

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