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Inklusiv

Zu Gast im Büro und im Verein

Die Kelheimer Mittendrin!-Reporter haben sich über „leichte Sprache“ informiert und Bowling ausprobiert – auch mit Rolli.
Von den Reportern Ralf, Stefanie und Alexander

  • Sebastian Müller arbeitet im „Büro für leichte Sprache“ in Regensburg. Er übersetzt schwierige Texte in einfache Worte und Sätze. In Abensberg gibt es „Die Umsetzer“: Sie prüfen, ob die Texte auch wirklich gut verständlich sind. Foto: MZ
  • Das „Prüfsiegel für leichte Sprache“ macht deutlich: Hier gibt es einen Text, der in verständliches Deutsch übersetzt wurde. Foto: dpa

Kelheim.In Regensburg gibt es jetzt ein „Büro für leichte Sprache“. Die Katholischen Jugendfürsorge hat es eingerichtet. Die Reporter von „mittendrin“ haben es besucht.

In zwei großen Büroräumen arbeiten dort Sebastian Müller und Frau Mederer. Sie übersetzen schwierige Texte in leichter Sprache. Anschließend werden die Texte geprüft.

In Abensberg gibt es eine Gruppe, die solche Prüfungen macht: die „Umsetzer“, in der Werkstatt für Barrierefreiheit. Die Gruppe liest die Texte vom Büro für leichte Sprache. Sie schaut, ob Sätze vielleicht unverständlich oder zu lang sind.

In einem Text in leichter Sprache gibt es viele Bilder. So versteht man den Text besser.

Wer braucht eigentlich Texte in leichter Sprache? Wer ist eigentlich behindert? Herr Prälat Schweiger von der Katholischen Jugendfürsorge hat sich diese Frage auch gestellt. Er sagt: „Es gibt viele andere Arten von Behinderungen. Auch Sprach-Störungen zwischen Gruppen und ganzen Ländern sind wie Behinderungen.“

Warum diese Seite anders ist

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    gibt es kurze Sätze. Lange Wörter werden mit einem Binde-strich getrennt. Die Fremd-wörter werden erklärt.

  • Bei den mittendrin!-Reportern sind auch Leute

    mit Lern-schwierigkeiten dabei. Wir mittendrin!-Reporter möchten, dass alle mitmachen können. Deshalb schauen wir uns Orte und Einrichtungen an. Dabei erleben wir, wie es dort für einen Menschen mit Lern-schwierigkeiten ist.

  • Über unsere Erlebnisse möchten wir andere Menschen

    mit Lernschwierigkeiten informieren. Deshalb schreiben wir Berichte über unsere Besuche. Die Berichte müssen gut lesbar sein, damit alle Menschen etwas davon haben.

  • Wie finden Sie diese besondere Seite?

    Wir freuen uns auf Antworten! Schreiben Sie einfach eine kurze E-Mail an: s.haertel@magdalena-kjf.de

Schwierige Texte werden leicht

Jeder, der einen Text übersetzt haben möchte, kann sich an das Büro für leichte Sprache wenden. So geht der Weg von einem schwierigen Text zu einem leichten Text: Zuerst geht eine Anfrage vom Auftrag-geber ein.

Dann macht das Büro einen Übersetzungs-vorschlag. Wenn dem Auftrag-geber der Übersetzungs-vorschlag gefällt, dann wird der ganze Text in leichte Sprache übersetzt.

Wenn der Text ganz übersetzt wurde, dann prüfen die Prüfgruppen den Text. Sagt die Prüfgruppe „Ok“ zu dem Text, dann geht der Text an den Auftrag-geber. Sagt die Prüfgruppe „Nein“ zum Text, dann wird der Text noch mal von den Übersetzern überarbeitet. Danach wird er noch mal geprüft.

Frau Mederer (Sekretärin im Büro für leichte Sprache): „Mir gefällt es sehr gut im neuen Büro. Ich wünsche mir, dass das Büro viele Menschen erreicht. Vor allem Wahlprogramme in leichter Sprache finde ich wichtig.“

Links: „mittendrin!“-Reporter Alexander testet Bowling. Mitte: Wie viele Kegel fallen wohl um?? Rechts: Mit einer speziellen Rampe können auch Rollstuhl-fahrer beim Bowling mitmachen.
Links: „mittendrin!“-Reporter Alexander testet Bowling. Mitte: Wie viele Kegel fallen wohl um?? Rechts: Mit einer speziellen Rampe können auch Rollstuhl-fahrer beim Bowling mitmachen. Fotos: „mittendrin!“-Reporter /Michael Kiefler

Besuch auf der Bowling-Bahn

Die mittendrin!-Reporter haben in Regensburg auch noch „Bowling“ getestet. Das ist eine Sportart, ähnlich wie Kegeln. Das Wort ist englisch. Man spricht es „Bouling“ aus. Wir wollten wissen: Ist Bowling auch für Behinderte und Rollstuhl-fahrer geeignet? Dazu waren wir beim Bowling-Verein „BV 68 Regensburg“. Herr Gröger hat uns dort unsere Fragen beantwortet. Die Vereins-mitglieder trainieren auf der Bowling-bahn „Super-Bowl“.

Der Bowling-Verein hat 110 Mitglieder, davon sind 20 Kinder. Kinder können ab etwa sieben Jahren mitmachen: Sie müssen die Bowling-Kugel heben können. Die kleinste Kugel wiegt drei Kilogramm.

Wir haben Bowling auch selbst ausprobiert. Es gibt nur zwei Regeln: Man muss mit der Kugel hinter einer Linie bleiben. Und man muss immer mit der gleichen Hand spielen.

Sogar Rollstuhlfahrer können Bowling spielen. Für Rollstuhlfahrer gibt es eine extra Rampe, so dass die Bowling-Kugel auf die Bahn rollen kann. Ungefähr alle 6 Wochen ist am Montag ab 16 Uhr 30 ein inklusiver Bowling-abend. Dann können Menschen mit Handicap kostenlos Bowling spielen.

Den mittendrin!-Reportern hat es einen riesen Spaß gemacht, aber man muss aufpassen welche Kugel man nimmt. Die schwerste Kugel wiegt acht Kilo – puhhh!

Alle Teile unserer Mittendrin!-Serie lesen Sie hier.

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