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Gemeinderat

Neues Bauland, wenig Nahversorgung

Das Aus für das letzte Lebensmittelgeschäft in Teugn prägte die Diskussion. Gespräche laufen, ein Konzept ist geplant.
Von Gabi Hueber-Lutz

Das Baugebiet „Hinterm Dorf V“ kann in einem vereinfachten Verfahren ausgewiesen werden. Foto: Hueber-Lutz
Das Baugebiet „Hinterm Dorf V“ kann in einem vereinfachten Verfahren ausgewiesen werden. Foto: Hueber-Lutz

Teugn.Bei seiner jüngsten Sitzung hat der Gemeinderat Teugn den Aufstellungsbeschluss für das Baugebiet Hinterm Dorf V gefasst. Weil das Gebiet weniger als 10 000 Quadratmeter für die Bebauung mit Häusern und Garagen vorsieht und außerdem an die bestehende Bebauung anschließt, kann in einem vereinfachten Verfahren geplant werden, wie Bürgermeister Manfred Jackermeier mitteilte. Das bedeutet, dass die Planung nun nur einmal für die Öffentlichkeit und die Behörden ausgelegt werden muss.

Hangwasser berücksichtigen

Das Gebiet darf entsprechend der Vorgaben dann als reines oder als allgemeinen Wohngebiet definiert werden. Zum Beispiel dürfen sich hier keine Beherbergungsbetriebe, Gartenbaubetriebe oder Tankstellen ansiedeln. Ein wichtiges Thema dabei ist das Hangwasser. Die Planungen seien so, dass man ein 20- bis 30-jährliches Regenereignis in Griff bekommen könne, sagte Jackermeier. Das gelte auch für die bestehende Bebauung. Bei einem 50- bis 100-jährlichen Ereignis werde das Wasser dagegen sicher über die Straße laufen. Hundertprozentigen Schutz könne die Gemeinde nicht bieten. Man könne aber bei der Bebauung etliches machen. Diskutiert wurde auch wieder die Situation der Nahversorgung in der Gemeinde. Wie berichtet, wird ja das einzige Lebensmittelgeschäft der Gemeinde zum Ende des Jahres schließen.

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Eine längere Diskussion entzündete sich an der Frage, ob die Gemeinde ein Konzept zur Nahversorgung in Auftrag geben soll. Fritz Zirngibl meinte, ein Konzept helfe nichts, sondern nur ein verändertes Kaufverhalten. Jackermeier sprach die Möglichkeit einer Genossenschaft an. Dazu sei aber ein ehrliches Konzept nötig. Auch, wenn sich ein privater Betreiber finden würde, sei ein Konzept wichtig. Man rechnet mit bis zu 12 500 Euro für das Konzept. Der Fördersatz liegt bei 74 Prozent. Stefan Kürzl sagte, wenn ein Privater übernimmt, würde er das Geld nicht ausgeben.

Supermarkt bauen?

Günter Schwank plädierte dafür, einen großen Laden für eine Supermarktkette zu bauen. Interesse wäre eventuell vonseiten eines Betreibers da. Groß heißt in diesem Fall über 800 Quadratmeter. Geschäftsleiter Tobias Zeitler hielt dagegen, dass er vor einiger Zeit eine entsprechende Anfrage gemacht habe, und dass Teugn dafür zu klein sei.

Der Rat beschloss dann bei einer Gegenstimme, dass Jackermeier ein Konzept in Auftrag geben kann, außer, es findet sich ein privater Pächter. Dann geht das Thema wieder in den Gemeinderat. Einig war man sich darüber, dass die Zeit des Leerstands so kurz wie möglich gehalten werden soll. Ein weiteres Thema: Die Gemeinde wird einen Konzessionsvertrag für die Jahre 2019 bis 2039 mit der Rewag für die Versorgung mit Gas abschließen.

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