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Neustadt will Mücken bekämpfen

Die Stadt beantragt die Mückenbekämpfung nach dem vereinfachten Verfahren. Bürgermeister Thomas Reimer lässt einen Bti-Einsatz vorbereiten.
Von Jochen Dannenberg, MZ

An vielen Stellen traten beim Hochwasser Bäche über ihre Ufer (im Bild: Entlastungsgraben in Bad Gögging am TSV-Gelände). Die Wassermassen drückten das Gras nieder und schufen Brutstätten für Stechmücken. Foto: Dannenberg

Neustadt. Stechmücken nerven. Besonders wenn sie in Massen auftreten und der Griff zur Fliegenklatsche ein aussichtsloses Unterfangen ist. Deshalb fordern Bürger von der Stadt eine großflächige Bekämpfung der kleinen Plagegeister. Doch vor den Einsatz des biologischen Anti-Mücken-Mittels Bti hat die Bürokratie einige Hürden aufgebaut. Daran ändert auch die Vereinfachung des Genehmigungsverfahrens vor wenigen Tagen durch die Regierung von Niederbayern nicht viel. Das erlebte jetzt auch Neustadts Bürgermeister Thomas Reimer, der einen entsprechenden Antrag zur Mückenbekämpfung gestellt hat.

„Für die Stechmückenbekämpfung in den Überschwemmungsgebieten vom Juni ist nach Meldung vom vorigen Donnerstag durch die Regierung ein vereinfachtes Verfahren in Aussicht gestellt worden“, erläutert Reimer. Noch am selben Tag habe er deshalb einen formlosen Antrag ans Landratsamt gerichtet. Einen Tag später führte das zu einem Treffen von Mitarbeitern der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt mit dem Bürgermeister Reimer und den Fraktionssprechern im Neustädter Rathaus, um die weitere Vorgehensweise abzuklären und Möglichkeiten auszuloten, eine Bti-Bekämpfung der Stechmücken vorzunehmen.

„Trotz sogenannter Erleichterungen bei der Genehmigung des Einsatzes von Bti. muss die Naturschutzbehörde den Maßnahmen zustimmen“, stellt Reimer fest. Und: Bti kann nicht überall ausgebracht werden. „Auf eine Ausbringung in offenen Still- und Fließgewässern einschließlich Gräben, in Schilfgebieten mit Verbindung zu offenen Wasserflächen sowie einschließlich eines zehn Meter breiten Pufferstreifens ist auf den Einsatz von Bti zu verzichten.“ Inwieweit diese Bestimmung die Wirksamkeit der Mückenbekämpfung einschränkt, ist unklar. Sicher ist jedoch, dass die Neustädter Flur ist von rund 70 Kilometer Gräben und Bächen durchzogen ist und das ergibt ein weites Gebiet, das nicht behandelt werden darf.

Immerhin – das dürfte die betroffenen Bürger freuen – wurde bei dem treffen im Rathaus seitens der Vertreter der Unteren Naturschutzbehörde eine schnelle Genehmigung zugesagt.

Zwischenzeitlich hat der Bürgermeister auch mit der entsprechenden Fachfirma Kontakt aufgenommen, um mit ihr den Bti-Einsatz vorzubereiten. Nach einer weiteren Befliegung, die am Dienstag, 25. Juni, stattfinden soll, werden die verbliebenen Brutgebiete festgelegt, die behandelt werden sollten.

„Diese Behandlung wird voraussichtlich in der ersten Wochenhälfte der nächsten Woche notwendig und sinnvoll sein“ erklärt Reimer. Zwischenzeitlich werden einige Bauhofmitarbeiter für das Larven-Monitoring geschult und die entsprechenden Kontakte geknüpft, um die Bekämpfung mit B.t.i. zum erfolgversprechendsten Zeitpunkt durchzuführen. Beraten wird die Stadt Neustadt dabei von einem Fachbüro.

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