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Tradition

Paintner lassen alte Hausnamen aufleben

Familien kommen und gehen, die Hausnamen bleiben. Damit sie auch erhalten bleiben, startet die CSU nun eine Aktion.

Daniel Häckl aus Maierhofen bringt an seinem Stadl den Hausnamen an. Foto: Bernhard Gabler
Daniel Häckl aus Maierhofen bringt an seinem Stadl den Hausnamen an. Foto: Bernhard Gabler

Painten.Die unverwechselbaren Hausnamen gehören zu Painten wie das Paintner Loch, das Paintner Kreuz oder der charakteristische Paintner Dialekt. Diese Hausnamen zu erhalten hat sich die CSU Painten auf die Fahnen geschrieben. Aus diesem Grund wurde kürzlich an jeweils einem Gebäude in den Orten Painten, Rothenbügl, Maierhofen und Neulohe ein Hausnamenschild angebracht.

Diese Schilder sollen dabei helfen, die traditionellen Hausnamen zu erhalten und ihre Verwendung zu fördern. „Wir betrachten unsere Hausnamen als ein schützenswertes Kulturgut. Wir wollen die Benutzung der Hausnamen fördern, da sie nur so überleben können,“ erläutert der Paintner Bernhard Gabler die Motivation hinter der Aktion.

Eine uralte Tradition

In Painten gibt es Familien, die seit mehreren Jahrhunderten unter dem gleichen Hausnamen bekannt sind. Die Nachnamen der Familien mögen sich dabei durch Heirat oder Verkauf der Anwesen geändert haben. Die Hausnamen wurden jedoch beibehalten und auf die neuen Familien auf den entsprechenden Anwesen übertragen. Viele Hausnamen sind jedoch auch verloren gegangen oder werden nur noch wenig benutzt.

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Sie drohen damit irgendwann in Vergessenheit zu geraten und zu verschwinden. „Hausnamen sind etwas Lebendiges und können nur überleben, wenn sie verwendet werden. Wenn man die Leute in Boin beim Hausnamen kennt, dann ist man wirklich angekommen und ein echter Bointerer“, erzählt Daniel Häckl, Mitinitiator der Aktion.

In Rothenbügl ist am Wohnhaus der Familie von Anton Weigert nun das grüne Hausnamenschild mit der Aufschrift „Mirtl“ angebracht. „Einer unserer Vorfahren hieß Martin, wurde aber im Dorf Mirtl genannt. Seitdem sind wir unter dem Hausnamen „Mirtl“ bekannt,“ erklärt Anton Weigert sen. die Wurzeln des Hausnamens seiner Familie. In seinem Ort gab es früher auch drei Familien mit dem Nachnamen Kopfmüller.

Glücklicherweise hatte jedoch jede dieser Familien einen anderen Hausnamen. „Sonst hätten wir ja nie gewusst, von welchem Kopfmüller gerade die Rede ist,“ erwähnt Anton Weigert schmunzelnd.

Namen kommen von Vorfahren

In Neulohe wurde ein Hausnamenschild am Stadl von Bernhard Gabler montiert. „Dieser Stadl wurde von einem meiner Vorfahren, Hallermaier Vitus, im Jahre 1712 errichtet. Aus seinem Spitznamen geht auch unser Hausname „Hallerveit“ hervor. Unser Familienname hat sich zwar schon längst geändert, aber der Hausname „Hallerveit“ ist geblieben,“ weiß Bernhard Gabler zu berichten. In Maierhofen ist der Hausname „Üller“ am Stadl von Daniel Häckl nun weithin sichtbar. In Painten trägt das Haus der Familie Niedermeier am Kirchplatz nun das Hausnamenschild „Wongamoatl“.

„Wir möchten diese Aktion gerne ausweiten. Wir warten jetzt die Resonanz in der Bevölkerung ab und werden uns dann Gedanken über die nächsten Schritte machen,“ so der CSU-Ortsvorsitzende Bernhard Gabler.

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