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Radsport

Race24: Favoritenkreis ist eng geschnürt

Herrenteams machen Jagd auf die Titelverteidiger. Bei den Solisten kehrt der dreimalige Champion Markus Rieber zurück.
Von Alexander Roloff

Im Kampf um die Positionen spielt auch Taktik eine entscheidende Rolle. Fotos: Pieknik/Archiv
Im Kampf um die Positionen spielt auch Taktik eine entscheidende Rolle. Fotos: Pieknik/Archiv

Kelheim.Am Samstag beginnt um 14 Uhr die mit Spannung erwartete Hatz um die Titelvergabe bei der 21. Auflage des Race24 in Kelheim. Die Zahl der möglichen Gewinner in den sechs Wertungskategorien beschränkt sich auf wenige Favoriten, immerhin greifen in vier Klassen die jeweiligen Titelverteidiger erneut an. Mit Markus Rieber kehrt nach zweijähriger Auszeit zudem der dreifache Gewinner und Rekordhalter im Herren-Einzel auf die Schleife rund um die Befreiungshalle zurück.

Doch von den 1155 gemeldeten Startern haben längst nicht alle Kandidaten ihre Karten gänzlich auf den Tisch gelegt. „In einigen Klassen kristallisieren sich die Aspiranten auf den Sieg ganz klar heraus, in anderen lassen sich kaum Vorhersagen treffen“, sagt Klaus Roithmeier, Organisationschef von Veranstalter RSC Kelheim. Definitiv klar sei, dass es eng hergehen werde und spannender Radsport zu erwarten sei. „Hoffentlich fallen alle Entscheidungen auf sportlicher Ebene, aber leider können auch mögliche Pannen ihren Einfluss auf die Ergebnislisten haben“, so Roithmeier. Der Kreis der Sieganwärter lasse sich durch den Blick auf die Meriten der vergangenen Jahre zumindest einschränken.

Titelverteidiger greift wieder an

Bei den Herren-Teams spricht der Chef vom RSC Kelheim dem amtierenden Champion gute Aussichten auf den erneuten Coup zu. Die Truppe der Kreissparkasse Kelheim mit Benedikt Schäffer, Christian Dengler sowie Andreas und Georg Fischer hat sich den talentierten Maximilian Hornung neu ins Team geholt. Die Rechnung um den Staffel-Sieg dürfe aber nicht ohne das Team Strassacker aus Baden-Württemberg gemacht werden. „Eine starke Truppe“, sagt Roithmeier. Vor zwei Jahren verpasste Strassacker den Finalsprint unglücklich. Eine Reifenpanne in vorletzter Runde kostete den Anschluss an die Spitzengruppe. Das Team www.private-racing.com eröffnet mit einheimischen Matadoren wie Manuel Lohr und Ludwig Döhl die Jagd auf den Titel. Und auch das Racing Team Winax food artists gehört wie auch im Vorjahr zum Kreis jener, die um die Krone bei der Herren-Staffel strampeln. „Es kommt halt auch auf das Rennglück an, wer am Ende die Nase vorne hat“, meint Roithmeier, der angesichts der vielen unbekannten Radsportler im Feld auch einen Außenseitersieg nicht ausschließt.

Solist Markus Rieber peilt seinen vierten Sieg in Kelheim an.
Solist Markus Rieber peilt seinen vierten Sieg in Kelheim an.

Bei den Solisten legt sich Roithmeier auf einen Favoriten fest: „Der dreimalige Sieger Markus Rieber ist nach zweijähriger Abstinenz wieder dabei und wird schonungslos um Platz eins fahren.“ Mit 49 Runden ist Rieber der Rekordhalter im Rennen der Einzelfahrer und generell als Schnellstarter bekannt. Ob sich die anderen Hochkaräter im mit über 200 Startern besetzten Feld von Riebers Taktik beeindrucken lassen, könnte entscheidenden Einfluss auf den Ausgang haben. Riebers ärgster Widersacher könnte Bernhard Steinberger werden.

26 Damen rasen um den Titel

Auch Vorjahressieger Pof. Dr. Martin Bendszus von der Universitätsklinik Heidelberg ist am Start. Die Chancen auf einen erneuten Sprung aufs oberste Siegerpodest schätzt Roithmeier angesichts der 46 gedrehten Runden eher gering ein. Zumindest um einen Platz auf dem Treppchen werde der Weltmeister von 2017 im 24-Stunden-Zeifahren von Borrego Springs definitiv mitmischen.

Wie stehen Anrainer und Geschäftsleute am Stadtplatz zum Spektakel? Lesen Sie dazu hier ein Interview.

Bei den Damen steigen 25 Starterinnen im Einzel ein. „Rekordbeteiligung“, meldet RSC-Boss Roithmeier. „Bislang hatten wir meist zehn bis zwölf Damen am Start.“ Worauf der deutliche Anstieg gründet, lasse sich nicht erklären. Über die Qualität im Damenfeld lasse sich nur wenig sagen. Als Favoritin geht Maria Wilke, die Drittplatzierte aus dem Vorjahr ins Rennen. Titelverteidigerin Janine Wienke, die 39 Runden packte, ist heuer nicht im Starterfeld vertreten. Auch die zweitplatzierte Marie Westphal ist nicht dabei. Die im Vorjahr auf Platz vier geführte Katja Zängl absolvierte mit 31 Runden sechs Schleifen weniger als Wilke.

Ein abwechslungsreicher Rundkurs

  • Start:

    Vor den Toren der Altstadt wird das Rennen In Höhe des Alten Hafens am Samstag für die Fahrer aus 186 Teams und 225 Solisten freigegeben.

  • Strecke:

    Der Rundkurs führt über die bewährte Strecke hinauf zur Befreiungshalle und zum Bankerl. Über Essing geht es zurück in die Kreisstadt. Nach etwa 16,4 Kilometern und 180 Höhenmetern erfolgt der Wechsel.

  • Anstieg:

    Der höchste Streckenpunkt ist am „Col d‘Stausacker“ erreicht. Die letzten Meter vor dem Gipfelpunkt gelten traditionell als Hotspot der guten Stimmung.

  • Schussfahrt:

    Auf den nächsten Kilometern geht es bergab. In Essing dürfen die Pedaleure auf ebener Strecke auf Rückenwind hoffen.

  • Wechsel:

    In der Kelheimer Innenstadt wird der Staffelstab an den Teamkollegen weitergereicht. Fahrer können sich nach getaner Arbeit zur Rast in eines der drei umliegenden Fahrerlager begeben.

  • Teilnehmer:

    106 Herrenteams, 10 Damenstaffeln, 39 Mixed-Gruppen und 26-Seniorenmannschaften gemeldet. 202 Einzelfahrer und 26 Solistinnen runden das Feld ab.

Im Peloton der zehn beteiligten Damen-Staffeln sei der Rennausgang laut Roithmeier ebenfalls völlig offen. Allerdings sind mit den Keldorado Badenixen und den Schneider Weisse Bergmädels die beiden topplatzierten Quintette aus dem Vorjahr am Start. Gemäß ihrer Vorleistungen gehören die Lokalmatadorinnen zum engsten Zirkel der Sieganwärterinnen.

Bei den Mixed-Teams führt der Sieg nur über Titelverteidiger xc-ski.de. Die gemischte Staffel um den Toplangläufer Thomas Freimuth bringt mit Silvia Perrenoud und Ladina Guidon zwei Fahrerinnen „aus der vorderen Klasse“ mit. „Die beiden Damen werden manche Männer vor schwierige Aufgaben stellen. Mit diesem Team wird wohl keiner mithalten können.“ Auch für die Teamwertung der Senioren hat Roithmeier einen Tipp: „Das Radsportteam Gaimersheim Senioren ist absoluter Favorit.“ Die Truppe baut auf klasse Fahrer aus der Ingolstädter Umgebung und fährt seit Jahren in ähnlicher Besetzung. „Unsere Einheimischen um Siegfried Guttenberger von Z-Fenster Technik werden auch gut dabei sein.“

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