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Race24
Sonntag, 23. September 2018 24° 7

Ansturm

Race24: Über 1100 Starter strampeln mit

Kurz vor Anmeldeschluss zeigen sich Solisten und Mixed-Teams besonders stark. Kelheimer Radspektakel sieht mehr Höhepunkte.
Von Thomas Kreidemeier und Martin Rutrecht

Einmal mehr wird sich ein beeindruckendes Bild bieten, wenn die Meute am 14. Juli um 14 Uhr am Alten Kanal startet. Foto: Pieknik/Archiv
Einmal mehr wird sich ein beeindruckendes Bild bieten, wenn die Meute am 14. Juli um 14 Uhr am Alten Kanal startet. Foto: Pieknik/Archiv

Kelheim.Den 15. Juli haben viele Sportfans im Kalender rot angestrichen – das Finale der Fußball-WM in Russland steigt. In Kelheim und darüber hinaus gilt an diesem und dem Tag davor das Hauptaugenmerk aber einem anderen Ereignis: Am Samstag, 14. Juli, um 14 Uhr beginnt das 24-Stunden-Radrennen, das „Race24“. Drei Tage vor Anmeldeschluss liegt die Zahl der Fahrer bei 1100 Teilnehmern.

Die 22. Auflage markiert eine Zäsur: Nachdem seit Beginn des Rennens im Jahr 1997 das Aukofer-Gelände elf Mal Dreh- und Angelpunkt war, erlebt nun auch der Ziel- und Wechselbereich am Stadtplatz die elfte Austragung. Nicht geändert hat sich der Modus: Teams (mit maximal fünf Fahrern) und Einzelstarter sollen in 24 Stunden – bis Sonntag, 15. Juli, 14 Uhr – so viele Runden wie möglich auf der 17-km-Schleife über Befreiungshalleberg, Essing und zurück in die Kreisstadt drehen.

205 Solisten greifen an

Von einem Treffen einiger Radenthusiasten hat sich das „Race24“ zu einem Massenevent gewandelt. Rund 1100 Starter stehen in der Anmeldeliste, die noch bis Samstag geöffnet ist. Während sich bei den Herrenmannschaften (105 Teams) und auch bei den Damen (10 Teams) in etwa die üblichen Zahlen zeigen, legen vor allem die Mixed-Quintette grandios zu: 38 gemischte Mannschaft greifen an. Auch die Senioren-Equipen mit 26 Teams kommen stark daher. Die solistische Qual nehmen 205 Einzelfahrer auf sich, darunter 25 Frauen.

Durch eine Race-App sollen sich die Wechsel geordneter gestalten. Foto: Rutrecht
Durch eine Race-App sollen sich die Wechsel geordneter gestalten. Foto: Rutrecht

Verstärkt will Ausrichter RSC Kelheim die Zuschauer einbinden. „Wir versuchen, mehr auf die Unterhaltung abzuzielen. Das Rennen soll nicht mehr nur eine reine Sportveranstaltung sein“, erläutert Vorsitzender Klaus Roithmeier. Dafür sorgen soll unter anderem eine große LED-Leinwand am Stadtplatz, die den Besuchern Live-Bilder von der Strecke, aus dem Fahrerlager und aus der Wechselzone übermittelt. „Wir wollen diese Möglichkeit nutzen, um über den Rennverlauf zu informieren“, erklärt Johannes Raab vom RSC Kelheim.

Für frischen Wind beim Traditionsrennen soll zudem ein neuer Moderator sorgen. Nach knapp 20 Jahren beendete der RSC die Zusammenarbeit mit Radio-Charivari-Sportchef Armin Wolf. Man brauche Veränderung, da sich manches „eingeschliffen“ habe, sagt Vereinsmitstreiter Rudi Eberl. Neuer Mann für die Mobilisierung der Fans und Motivation der Fahrer ist Radiomoderator Bernhard Fleischmann. Von ihm erhofft sich Johannes Raab „eine gesunde Mischung aus Entertainment und sportlichem Event“.

Challenge fordert die Promis

Der 50-jährige Fleischmann, der unter anderem durch die „Bayern3-Frühaufdreher“ bekannt ist, will alles daran setzen, den Erwartungen an ihn zu entsprechen. „Die Leute sollen sich gut unterhalten fühlen und mit einem guten Gefühl nach Hause gehen.“ Für die musikalische Gestaltung wird DJ Rich aus Kelheim sorgen.

Am Ende ist jeder ein Sieger, so wie hier Dameneinzel-Gewinnerin Janine Wienke. Foto: Rutrecht/Archiv
Am Ende ist jeder ein Sieger, so wie hier Dameneinzel-Gewinnerin Janine Wienke. Foto: Rutrecht/Archiv

Eine weitere Neuerung wird die Race24-App sein. „Dadurch können die Teams den Standort ihres Fahrers auf der Strecke ermitteln, damit beim Wechsel nicht so viel Uneinigkeit und Chaos herrscht“, berichtet Roithmeier. Besonders viel Mühe hat sich der Veranstalter heuer mit der Gestaltung des Rahmenprogrammes gegeben.

Am Samstagabend ist eine „Promi-Challenge“ geplant: Bei dem Wettkampf sollen sich bekannte Kelheimer in drei Disziplinen miteinander messen. Neben gesunder Physis soll auch ein helles Köpfchen gefragt sein. „Wir stellen uns das Fahren auf einem Ergometer und ein Sport-Quiz mit radspezifischen Fragen vor“, so Raab.

Keine Übertragung des WM-Finales

  • Endspiel:

    Drei Stunden nach Ende des Race24 am 15. Juli um 14 Uhr ertönt in Russland der Anpfiff zum Finale der Fußball-WM. „Es gab die Überlegung, das Spiel zu übertragen. Wir werden es aber nicht tun“, erklärt RSC-Mitorganisator Rudi Eberl.

  • Arbeitseinsatz:

    Hauptgrund ist der notwendige Abbau des Zeltes am Stadtplatz. „Unsere Helfer sind dann schon 24 Stunden im Einsatz. Wir können sie nicht bis in die Nacht hinhalten“, so Eberl, der sagt: „Deutschland kommt sowieso nicht ins Finale.“

Am Samstagnachmittag gehört die Bühne den Kindern. Das Programm gestaltet der RSC zusammen mit Kelheims Kindergärten. Am späten Abend hat der Veranstalter noch ein richtiges Highlight geplant: Thomas Dietz, Weltmeister im Jonglieren, wird eine artistische Einlage mit Leucht- und Musikeffekten präsentieren. Im Mittelpunkt werden beim Race24 wie immer die Athleten stehen. Drei Stunden nach Ende dürfen die WM-Finalisten übernehmen. (ekt/mar)

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