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Beschluss

Saal modernisiert alte Bebauungspläne

Künftig haben Häuslbauer mehr Möglichkeiten, ihre Wünsche zu realisieren, beispielsweise in Form zweigeschossiger Häuser
Von Roland Kugler

Für das gemeinsame neu entstehende Heim von Tennisspielern und Schützen wurden weitere Arbeiten vergeben. Foto: Kugler
Für das gemeinsame neu entstehende Heim von Tennisspielern und Schützen wurden weitere Arbeiten vergeben. Foto: Kugler

Saal.In der jüngsten Sitzung des Gemeinderates wurden einige wichtige Entscheidungen – vor allem für künftige Bauherren – getroffen. Zwei Baugebiete, deren Bebauungspläne schon vor vielen Jahren beschlossen wurden die aber jetzt erst bebaut werden können, wurden moderneren Vorstellungen von der Verwirklichung eines eigenen Heimes angepasst.

Bauplätze sind nicht mehr so groß wie früher, dafür umso teurer. Glücklich, wer überhaupt einen bekommt. Was heute ein Bauplatz kostet, das kostete früher der Baugrund und das ganze Haus mit dazu. Gleichzeitig sind die Quadratmeter Wohnfläche je Bewohner in den letzten Jahrzehnten aber ebenso gestiegen.

Teurer kleiner Platz, hoch hinaus

Um dennoch genügend Platz im eigenen Heim zu haben müssen Bauherren höher bauen. Der klassische Bungalow der Siebziger wird schon länger nicht mehr gebaut. Es sei denn man hat mindestens 1000 Quadratmeter für eine großzügige Gestaltung und den passenden Garten dazu. „Baubewerber wollen heute zweigeschossig bauen“ sagt Geschäftsführer Tobias Zeitler bei der Vorstellung des Änderungsantrages für das Baugebiet „Alte Turnhalle“. „Die Leute wollen oft Toskanahäuser oder ein Jurahaus bauen. Zwei Vollgeschosse statt einem, mit Dachgeschoss, damit sie genügend Platz haben.“ Viele Pläne von Baugebieten sind schon vor vielen Jahren, oft vor Jahrzehnten, erstellt worden. Werden aber heute erst erschlossen und vergeben. Seitdem haben sich die Gegebenheiten, Vorstellungen und Moden zu Bauen teilweise jedoch erheblich geändert. Deshalb wollen viele Kommunen diese neuen Wünsche durch Änderungen ihrer alten Bebauungspläne ermöglichen. Neben dem Gebiet „Alte Turnhalle“ aus dem Jahr 2000 in Saal stand auch das Baugebiet „Schmiedfeld 3“ von 1992 in Mitterfecking zur Abstimmung. „Wir hatten schon im Baugebiet „Heide 2“ eine solche Änderung, und es gab keinerlei Probleme oder Beschwerden“ sagt Bürgermeister Christian Nerb.

Das Dorfbild ändert sich

„Der Charakter und das Bild eines Dorfes oder Ortes ändern sich allerdings schon sehr stark, wenn immer enger und höher gebaut wird“ gab Wolfgang Ludwig von der SPD zu Bedenken. Stimmte aber zum Wohl und den Möglichkeiten der künftigen Bauherren wie alle Gemeinderäte den Änderungen zu. In Zukunft dürfen also sowohl ein Erdgeschoss mit Dachgeschoss als auch zwei Vollgeschosse mit Dachgeschoss gebaut werden. Maße wie Firsthöhen oder Dachneigungen sind jedoch jeweils zu beachten, und bei der Gemeinde zu erfragen.

Fortschritte gibt es beim Bau des Tennis- und Schützenheimes zu vermelden. Als nächste Abschnitte wurden folgende Arbeiten vergeben: Schreinerarbeiten für rund 17 000 Euro an das Unternehmen Plank in Viehhausen; Schlosserarbeiten für 24 000 Euro an die Firma Göttler in Saal, und Fliesenarbeiten für 29 000 Euro an die Firma Blomberger aus Mitterfecking.

Teugner Straße

  • Starkregen:

    Immer wieder kommt es bei sehr starkem Regen zu Ausschwemmungen bei Feldern und Überflutungen in der Straße von der Bundesstraße 16 nach Teugn.

  • Maßnahmen:

    „Die Gemeinde Saal hat bereits verschiedene bauliche Maßnahmen wie Regenrinnen und Rückhaltebecken geschaffen“ sagt Bürgermeister Nerb. „Aber ganz wird das Problem bei extremen Starkregen nicht zu lösen sein.“

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