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Kelheim
Samstag, 21. April 2018 27° 2

Interview

Schulpsychologin hat Pläne in Thaldorf

Studienrätin Schilp ist nun an der Eduard-Staudt-Schule tätig und für die Förderschulen der drei Kreise Kelheim, Landshut und Straubing zuständig.
Von Elfi Bachmeier-Fausten

Johanna Schilp ist Schulpsychologin und Lehrerin an der Eduard-Staudt-Schule. Fotos: Bachmeier-Fausten

Kelheim.Studienrätin Johanna Schilp (40) ist die neue Schulpsychologin an der Eduard-Staudt-Schule, das Sonderpädagogische Förderzentrum (SFZ) Kelheim in Thaldorf. Sie ist für insgesamt 15 Förderschulen in den niederbayerischen Landkreisen Kelheim, Straubing und Landshut zuständig. Zuvor war die Regensburgerin in der Oberpfalz im Schulpsychologischen Dienst tätig. Im Gespräch mit der MZ gewährt die freundliche 40-Jährige, die sowohl über ein abgeschlossenes Studium als Sonderschullehrerin als auch als Schulpsychologin verfügt, Einblick in ihre Tätigkeit und welche Pläne sie an der Eduard-Staudt-Schule hat.

Frau Schilp, was gehört zu Ihrer Tätigkeit als Schulpsychologin?

Ich bin in der Beratung Ansprechpartnerin sowohl für Schüler als auch Eltern, Lehrkräfte und Schulleitungen. Bieten Sie an der Eduard-Staudt-Schule in Kelheim-Thaldorf Sprechstunden an?

Ja, am Montag von 9.30 Uhr bis 11 Uhr, ansonsten persönliche Sprechzeiten nach telefonischer Vereinbarung unter der Handynummer 01 76/ 83 68 24 07 oder der Telefonnummer (09441) 682 97 71.

Wird das Angebot schon angenommen?

Ja, erste Anfragen treffen bereits ein. Die Gespräche sind vertraulich und unterliegen der Verschwiegenheitspflicht. An mich kann sich jeder direkt wenden.

Wie sieht Ihre Arbeit als Schulpsychologin generell aus?

Wichtig sind mir niederschwellige Angebote, insbesondere für Jugendliche.

Was meinen Sie damit?

Zum Beispiel Teestunden oder Sozialtrainings, damit Jugendliche bei Problemen mit ihrer Ansprechpartnerin bereits vertraut sind. Ich bin dabei, mit der Schulleiterin dieses Angebot hier einzuführen.

Wie oft soll es eine Teestunde oder ein Sozialtraining geben?

Bis Weihnachten sind fünf Termine geplant.

Wie sieht das Programm aus?

In der Teestunde geht es um das erste Kennenlernen und den Vertrauensaufbau in der Gruppe. Im Sozialtraining übt man die Bewältigung von Konflikten und den Umgang mit eigenen Gefühlen.

Wie viele Stunden sind Sie insgesamt an der Schule?

Ich bin Vollzeit beschäftigt. 80 Prozent meiner Arbeitszeit entfällt auf die Beratung, fünf Stunden pro Woche erteile ich Unterricht.

Wie ist Ihrer Ansicht nach der psychologische Beratungsbedarf bei jungen Menschen?

Das Jugendalter ist eine Zeit vielfältiger emotionaler Entwicklungskrisen und Umbrüche. Dementsprechend hoch ist der Beratungsbedarf.

Was ist das Schwierige an Ihrer Tätigkeit?

Erfreulich ist, dass die Wertschätzung psychologischer Beratung derzeit immer mehr steigt. Schön ist auch das direkte Feedback, das ich von den Menschen erhalte. Es kann im Arbeitsalltag jedoch schwierig sein, allen Anfragen wirklich vollständig gerecht zu werden.

Müssen Sie die Schüler vor einer Beratung von Eltern auch kennen?

Es ist bei einer Elternanfrage immer hilfreich, den Schüler im Unterricht beobachten zu können.

Kommen auch Schüler zu Ihnen zur Beratung?

Natürlich können sich Schüler jederzeit an mich wenden. Ich bin für Schüler, Eltern und Lehrkräfte stets ansprechbar.

Und zu Ihnen privat – was haben Sie für Hobbys?

Ich habe ein Dutzend Flöten, verschiedener Bauarten und Epochen. In Regensburg spiele ich in einem Flötenensemble bei Verena Kronseder. Mit meinem Mann gehe ich jede Woche zum Tanzen. Wenn neben dem Beruf Zeit bleibt, lese ich oder wandere ich.

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