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Vorschlag: Kunst unter den Christbaum

Die Kirchmannstiftung aus Abensberg versteigert Bilder afrikanischer Künstler. Die Arbeit in Afrika kommt voran.
Von Wolfgang Abeltshauser

Viele Besucher kamen im März zur Ausstellung in den Kreuzgang.Foto. Abeltshauser/Kirchmann (2)
Viele Besucher kamen im März zur Ausstellung in den Kreuzgang.Foto. Abeltshauser/Kirchmann (2)

Abensberg.Für den, der noch ein interessantes Weihnachtsgeschenk sucht, hat Felicitas Kirchmann ein Angebot parat. Die Kirchmannstiftung versteigert zwei Bilder westafrikanischer Künstler. Die Werke stammen aus dem Kultur- und Begegnungsprojekt „Traum und Wirklichkeit“. „Wir haben sie speziell für besondere Aktionen zurückbehalten“, erzählt sie. Das Mindestgebot für jedes Bild liegt bei 330 Euro. Es kann bis Samstag, 24 Uhr, schriftlich geboten werden per Email an info@stiftung-kirchmann.de.

„Les Retrouvailles“ heißt das Werk des Künstlers Bernardin Bationo. Es erinnert in der Farbgebung durchaus an den Wüstensand in der afrikanischen Sahara. Foto. Abeltshauser/Kirchmann (2)
„Les Retrouvailles“ heißt das Werk des Künstlers Bernardin Bationo. Es erinnert in der Farbgebung durchaus an den Wüstensand in der afrikanischen Sahara. Foto. Abeltshauser/Kirchmann (2)

Kirchmann ist sehr zufrieden mit dem zu Ende gehenden Jahr. „Weil Traum und Wirklichkeit ein großer Erfolg war.“ Die Besuche und Workshops in den Schulen hätten gezeigt, dass nur persönliche Begegnungen Vorurteile abbauen können. Die Kunstausstellung war nach ihren Worten gut besucht, viele Bilder und Masken wurden erstanden. Die Konzerte hätten die Sache musikalische abgerundet. Im März kamen afrikanische Künstler nach Abensberg. Sie stellten ihre Bilder aus und brachten in Schulen Kindern die Kunst näher.

Das war in der Ausstellung zu sehen:

Afrika kommt nach Abensberg

Visite in Nigeria geplant

Vorwärts geht es auch bei den Projekten der Stiftung in Westafrika. Kirchmann bilanziert: In Sina Gali in Nordnigeria schaffte man es, einen reellen Preis für eine Brunnenbohrung auszuhandeln. Im Januar 2019 wird Hanns-Peter Kirchmann nach Sina Gali reisen, um mit den Dorfbewohnern die finanzielle Beteiligung am Projekt festzulegen, denn der Brunnen müsse ja auch betrieben werden.

Das Bild „Femme Fatale“ stammt aus den Händen des Malers Abraham Abga. Es beeindruckt durch starke Farben. Beide Künstler stammen aus Burkina Faso.Foto. Abeltshauser/Kirchmann (2)
Das Bild „Femme Fatale“ stammt aus den Händen des Malers Abraham Abga. Es beeindruckt durch starke Farben. Beide Künstler stammen aus Burkina Faso.Foto. Abeltshauser/Kirchmann (2)

In Serekeni in Burkina Faso hätten die Dorfältesten verstanden, dass etwas gegen das Müllproblem getan werden müsse, bevor man ein neues Krankenhausgebäude baut. Gemeinsam mit Kynarou, einer französischen Organisation, die sich auf sauberes Trinkwasser und Müllkonzepte für die Dritte Welt spezialisiert hat, erstellt die Stiftung ein Konzept. Es soll laut Felicitas Kirchmann als Pilotprojekt für mittlere Kommunen in Westafrika dienen.

Das schaffe auch zusätzliche Arbeitsplätze im Dorf. Damit die Kranken in der Zwischenzeit von Sérékéni ins nächstgelegene Krankenhaus nach Bobo-Dioulasso gebracht werden können, wird auf Kosten der Stiftung ein gebrauchtes Auto zum Krankenwagen umgebaut.

Entwicklungshilfe

Hier kann man nicht gesund werden

Die Abensberger Kirchmann-Stiftung geht ein neues Klinik-Projekt in Burkina Faso an. Doch Müllberge liegen im Weg.

Menschen nehmen Angebot an

In der Bildungseinrichtung in La Porte de l`Espoir in Atar in Mauretanien haben die Schüler sehr gute Ergebnisse bei den Abschlussprüfungen erzielt. Das Jugendzentrum erfreue sich großer Beliebtheit. „Moment haben wir 94 Kinder, die Zusatzkurse in Französisch, Arabisch und Mathematik bekommen und am Abend mit einer warmen Mahlzeit versorgt werden.“

Die Bildergalerie gibt einen Einblick in die Arbeit der Kirchmann-Stiftung in Afrika:

Die Kirchmann-Stiftung in Westafrika

Durch die Förderung der Kreditanstalt für Wiederaubau hat das Zentrum nach ihren Worten im Oktober und November Kurse für junge Mädchen und Frauen in Zuckerbäckerei und Nähen abhalten können. Da die Schulküche noch im Bau ist, hat Mame Sy , die Leiterin des Zentrums, kurzerhand einen Gasbackofen Gasbackofen ausgeliehen, ebenso wie einige Nähmaschinen.

„Improvisation ist in Mauretanien kein Problem.“ Die Kurse waren nach ihren Worten gut besucht. Der Bau der Küche gehe gut voran. Die Stiftung werde die Näherinnen noch einige Zeit im ersten Jahr noch unterstützen – etwa beim Kauf eigener Nähmaschinen. Die Bäckerinnen haben auch schon Anfragen von einem Hotel und einem nahegelegenen Gymnasium, manche träumen bereits vom eigenen Cafe.

Hier finden Sie viele Informationen über das Projekt Traum und Wirklichkeit.

Hier finden Sie weitere Artikel über Abensberg.

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