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Gemeinderat

Wildenberg entscheidet über Radwegenetz

Gemeinde nutzt einmalige Fördersituation: In zwei Losen wird das Radwegenetz Richtung Indorf und Siegenburg ausgeschrieben.
Von Roswitha Priller

Das Radwegenetz in Wildenberg soll ausgebaut werden. Foto: Priller
Das Radwegenetz in Wildenberg soll ausgebaut werden. Foto: Priller

Wildenberg.Das Radwegenetz im Gemeindegebiet Wildenberg ist einen guten Schritt vorangekommen. In der kürzlich stattgefundenen Gemeinderatssitzung einigte sich das Gremium auf die Ausschreibung von zwei Baulosen. Der Radweg soll von der Landkreisgrenze Richtung Landshut bis nach Siegenburg führen. Die Baukosten der Maßnahme liegen laut Schätzung vom Ingenieurbüro Wöhrmann bei 1,68 Millionen Euro zuzüglich Baunebenkosten.

In der Januarsitzung konnte für verschiedene Vorschläge bezüglich der Ausschreibung keine Einigung erzielt werden. Deswegen stand der Punkt erneut auf der Tagesordnung. Hauptdiskussionspunkte waren die Aufteilung der Baulose und die Breite des ausgebauten Weges. Baulos I soll von der Landkreisgrenze bis zum Anwesen „Rosalie“ gehen. Baulos II von dort bis zur Gemeindegrenze Siegenburg. Einige Räte wollten die Baulose aufgrund des größeren Bürgerinteresses an einem Radweg nach Siegenburg in der Reihenfolge verändert.

Landwirte mahnen Sanierung an

Zu 100 Prozent gefördert werden Radwege entlang von Bundesstraßen mit einer Breite von 2,50 Metern. Hier entfielen auf die Gemeindekasse lediglich Planungs- und Baunebenkosten in Höhe von etwa zwölf Prozent der Gesamtkosten sowie etwaige Grunderwerbskosten. Zu großen Teilen besteht der Weg bereits entlang der Bundesstraße, ist aber in einem extrem sanierungsbedürftigen Zustand. Vor allem von den Landwirten wird hier schon seit langem eine Sanierung angemahnt. Für die landwirtschaftliche Nutzung des Weges ist allerdings eine Wegbreite von drei Meter Breite vonnöten. Die Kosten für den zusätzlichen halben Meter müssten komplett von der Gemeinde getragen werden.

Bürgermeisterin Marion Schwenzl stellte zu Beginn der Diskussion klar, dass von Seiten des Straßenbauamtes mit Baulos I begonnen werden müsse.

Auch dürfe der Weg nicht in Schweinbach enden, sondern müsse bis Richtung Indorf weitergeführt werden. Die Anbindung an das Radwegenetz auf Gebiet des Landkreis Landshut sei Aufgabe des Marktes Pfeffenhausen. Schwenzl betonte in Bezug auf die Instandsetzung des bereits vorhandenen Wirtschaftsweges, dass kein Cent an Fördermitteln fließen werde, wenn keine fachgerechte Sanierung stattfände. Denn auch über ein einfaches Überteeren beziehungsweise Aufschottern war in der Januarsitzung diskutiert worden.

Nur rund 500 000 Euro entfällt auf die Gemeinde

Zudem stellte sie erneut die Einmaligkeit der Fördersituation klar. Bei geschätzten Gesamtkosten von 1,88 Millionen Euro entfiele lediglich ein Kostenanteil von gut einer halben Million auf die Gemeinde. Berücksichtigt seien hierbei mit gut 350 000 Euro der Eigenanteil für die drei Meter breite Wegestrecke sowie 200 000 Euro an Baunebenkosten. Letztendlich entschieden die Räte knapp für die Ausschreibung von Baulos I und einstimmig für die von Baulos II.

Weiteres Thema: Für einzelne Liegenschaften, bei denen fraglich ist, ob sie im Innen- oder Außenbereich der Gemeinde liegen, soll eine Überplanung stattfinden. Dies betrifft gemeindliche wie auch private Grundstücke. Es wird eine Ergänzungssatzung erstellt. Die Kosten der Ergänzungssatzung sollen anteilig aufgeteilt werden.

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