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VELBURG.

Millionster Besucher in der König-Otto-Höhle

Daniela Vranjes heißt der völlig überraschte Jubiläumsgast – sie war mit einer Gruppe Erstkommunionkindern in die Schauhöhle gekommen.

  • Daniela Vranjes (in der Bildmitte vorne) wurde vom Vorsitzenden des Tourismusvereins Velburg Hanns-Konrad Winkler (rechts im Bild) sowie von Altbürgermeister Ottfried Schmidt und von der Geschäftsführerin Petra Dürr als millionste Besucherin der König-Otto-Höhle beglückwünscht.

Von Wolfgang Schön

Da hat Daniela Vranjes aus der Nähe von Ingolstadt nicht schlecht gestaunt: Am Wochenende besuchte sie zusammen mit ihrem Sohn Philipp in einer Gruppe von Erstkommunionkindern aus der Pfarrei Böhmfeld die König-Otto-Tropfsteinhöhle bei St. Colomann. Dabei wurde sie von den Verantwortlichen des Tourismusverein Velburg als millionster Besucher der Schauhöhle begrüßt und dann auch entsprechend geehrt.

Daniela Vranjes konnte es gar nicht glauben, als sie vom Vorsitzenden des Tourismusvereins Velburg, Hanns-Konrad Winkler, bei der Begrüßung mitgeteilt bekam, dass gerade sie die millionste Besucherin sei, auf die man an diesem Samstag gewartet hatte. Für die millionste Besucherin gab es neben einer Urkunde auch mehrere persönliche Präsente.

Selbstverständlich hatte sie dann auch freien Eintritt bei der anschließenden Führung durch die geheimnisvolle Unterwelt, die hier so bizarre Tropfsteingebilde birgt und von Kennern nicht zu Unrecht als eine der schönsten Schauhöhlen Deutschlands bezeichnet wird. Sohn Philipp konnte sich zusätzlich über einen Höhlenbären freuen.

Daniela Vranjes konnte selbst nach dem offiziellen Fototermin und dem Interview mit dem Neumarkter Tagblatt die Überraschung immer noch nicht so richtig fassen und teilte mit, dass sie das erste Mal in Velburg sei und zuvor natürlich auch noch nicht in der König-Otto-Höhle gewesen war. Der Besuch in der Schauhöhle sollte für die zehn Kommunionkinder aus der Pfarrei Böhmfeld der Abschluss des Ausflugstages sein, erzählte dann deren Pfarrer Reinhard Förster.

Nicht träumen lassen hätte es sich im Jahr 1895 wohl auch nicht der Schäfer und Korbflechter Peter Federl aus St. Colomann, als er damals durch einen Zufall diese Höhle entdeckte, das hier einmal eine Million Besucher kommen würden, um diese Höhle zu besichtigen.

Wohl aber erkannten die Verantwortlichen des damals schon bestehenden Velburger Verkehrs- und Verschönerungsvereins (Vorläufer des heutigen Tourismusverein) diese naturgeschichtliche Sehenswürdigkeit als eine touristische Attraktion, die es nun galt auch entsprechend zu vermarkten. Nur wenige Jahre nach der Entdeckung wurde die Höhle für die Besichtigung bereits den Besuchern geöffnet.

Die Besucherzahlen waren damals noch eher spärlich, besser wurde es als im Jahr 1954 die Höhle mit elektrischen Licht ausgestattet wurde. Den endgültige Durchbruch als touristische Attraktion erreichte die König-Otto-Höhle 1972, als zwei junge Mitglieder der „Forschungsgruppe Höhlen und Karst Franken“ die „Adventshalle“ entdeckten.

Den beiden Forschern bot sich bei deren Anblick eine derartige Fülle von Tropfsteingebilden, wie man sie zuvor noch nicht gesehen hatte. Der Begriff von der „märchenhaften Wunderwelt“ war Wirklichkeit geworden.

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