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1222 Euro für Kinder in Kenia erlaufen

An der Seubersdorfer Schule gab es heuer wegen Corona eine Spendenlauf-Challenge zu Hause. 24 Schüler nahmen daran teil.
Von Günter Treiber

Schulleiter Markus Eigenstetter überreichte den Scheck.
Schulleiter Markus Eigenstetter überreichte den Scheck. Foto: Günter Treiber

Seubersdorf.Der Spendenlauf der Schülerinnen und Schüler der Grund- und Mittelschule Seubersdorf litt auch unter der Corona-Pandemie. Ein gemeinsamer Lauf mit anschließendem Sportfest war diesmal nicht möglich. Trotzdem kamen 1222 Euro für kenianische Schulkinder zusammen. Wie das vor sich ging, berichtete Schulleiter Markus Eigenstetter dem Tagblatt.

„Spendenlauf-Challenge zu Hause haben wir es diesmal genannt“, sagt Eigenstetter. „Dabei sind die Kinder und Jugendlichen, vor allem während der Pfingstferien, zu Hause eine beliebige Strecke gelaufen und das sogar manchmal mit den Eltern.“ Einige seien lieber mit dem Mountainbike gefahren, was beim Schulfest nicht möglich gewesen wäre.

Eltern, Großeltern, Verwandte oder Freunde haben einen selbst festgelegten Geldbetrag pro gelaufener Minute gespendet. „So sind dann 1222 Euro zusammengekommen, die von den 24 teilnehmenden Schülern stammen“, freut sich der Schulleiter.

Hierfür wird das Geld eingesetzt: In Mombasa in Kenia gibt es die Precious Hope School in Mtwapa. Mit dieser Schule hat der Hemauer Verein „Strahlende Kinderaugen Kenia“ eine sogenannte Patenschaft und baut dort auch eine Schule. Josef Regnet ist der Vertreter in Seubersdorf, der sich mit viel Engagement für diese Schule einsetzt und auch schon die dortigen Kinder besucht hat.

„Es waren bisher schon die Ärmsten der Armen“, erklärt Regnet, „aber jetzt, zur Zeit der Pandemie, ist alles noch viel schlimmer geworden.“ Aufgrund der Pandemie seien auch in Kenia alle Schulen geschlossen, sie öffnen erst wieder Anfang 2021. „Da besteht für viele sehr arme Kinder die Gefahr, dass sie in ihren Familien unter Mangelernährung leiden müssen. Es fährt deshalb ein Schulteam mehrmals wöchentlich Lebensmittel zu den Familien und das kostet sehr viel Geld, weil Lebensmittelpreise in Kenia ständig steigen.“

Es wurde auch festgestellt, so erklärt Regnet weiter, dass durch die intensiveren Kontakte zu den Familien die Schlafsituation sehr prekär sei. „Es sind 80 Schülerinnen und Schüler, die zu Hause nur auf dem Boden und ohne Decke schlafen müssen. Jetzt hilft das Team von „Strahlende Kinderaugen Kenia“ und kauft Decken (pro Stück in Kenia 8 Euro), Kissen (7 Euro), Matratzen (35 Euro) und Moskitonetze (10 Euro). Letztere seien aufgrund der Malaria Mücken sehr wichtig.

Dass dabei die 1222 Euro nicht rei-chen, kann man sich an den Händen abzählen. Es besteht die Möglichkeit, weitere Spenden an den Verein zu überweisen oder eine Patenschaft für ein Kind zu übernehmen.

So kann man helfen

  • Konto:

    Raiffeisenbank Oberpfälzer Jura. IBAN: DE 33 7506 9061 0000 0399 77. Spendenquittungen werden zum Jahreswechsel versandt.

  • Spenden:

    Monatlich 15 Euro: Kleidung und Schulmaterial; 30 Euro: Schulbesuch mit zwei Mahlzeiten pro Tag für ein Kind.

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