MyMz
Anzeige

verein

1919 wurde die SRK gegründet

Zum 100. Jubiläum in Deinschwang stehen ein Gottesdienst, ein Gedenken am Kriegerdenkmal und Ehrungen auf dem Programm.
von Hans Stepper

Die Soldaten- und Reservisten-Kameradschaft Deinschwang feiert am Samstag, 16. November, ihr 100-jähriges Bestehen. Foto: Hans Stepper
Die Soldaten- und Reservisten-Kameradschaft Deinschwang feiert am Samstag, 16. November, ihr 100-jähriges Bestehen. Foto: Hans Stepper

Lauterhofen.Den 16. November, Vorabend des Volkstrauertages, haben die Mitglieder der Soldaten- und Reservisten-Kameradschaft Deinschwang und Umgebung zur Feier ihres 100. Jubiläums gewählt. Es soll für die Kameraden ein Gedenken an die Opfer der Weltkriege sein, aber auch ein Rückblick auf die wechselvolle Vereinsgeschichte.

Das Jubiläum wird um 18 Uhr mit einem Gottesdienst in der St. Martin-Kirche in Deinschwang eröffnet, den Prodekan Gerhard Ehrl hält. Anschließend ist Ehrung der Gefallenen und Vermissten der beiden Weltkriege am Kriegerdenkmal. Nach dem Segen wird Hans Brand aus Ballertshofen die Namen der Gefallenen und Vermissten verlesen. Bürgermeister Ludwig Lang legt am Ehrenmal einen Kranz nieder. Musiker spielen den „Guten Kameraden“, Peter Kirzinger vom Schützenverein Grafenbuch Ballertshofen sorgt für den Salut. Die Ehrenwache bilden Reservisten der SKK Traunfeld. Zum weiteren Programm treffen sich die Mitglieder mit Ehrengästen im Sichert-Altmann-Saal in Ballertshofen. Dazu eingeladen sind neben der Fahnenabordnung der örtlichen Feuerwehr, die Patenvereine SKK Litzlohe und SKK Traunfeld, sowie Pfarrer Ehrl, Landrat Willibald Gailler, Bürgermeister Ludwig Lang und der BSB-Kreisvorsitzende Christian Emmerling. Nach den Grußworten und dem Essen werden treue Mitglieder geehrt.

Laut Vereinschronik verbündeten sich die wenigen Heimkehrer aus dem ersten Weltkrieg 1919 zu einem Krieger- und Kampfgenossen-Verein, der mit 45 Mitgliedern gegründet wurde. Erster Vorsitzender sei Franz Kellermann aus Deinschwang gewesen, sein Stellvertreter Franz Meier aus Ballertshofen.

1920 der erste Höhepunkt

Der Gründung vorausgegangen sei im Januar 1919 ein großer Empfang mit Festgottesdienst für die Kriegsteilnehmer von 1914/18. Erster Höhepunkt in der Vereinsgeschichte war laut Chronik im Jahr 1920 die Fahnenweihe mit einer Fahnen-Deputation des Kriegervereins Stöckelsberg. Der Festgottesdienst unter den großen Linden der Freiberg-Kapelle sei damals vom Gesangverein aus Illschwang mit der Schubert-Messe musikalisch bereichert worden.

Bereits zwei Jahre später sei der Verein bei den Fahnenweihen der Kriegervereine in Litzlohe und in Traunfeld Pate gewesen. 1955 habe man den Verein nach dem Krieg wiederbelebt – als Soldaten- und Kriegerkameradschaft. Initiator sei Matthias Mederer gewesen, der bis 1980 Vorsitzender und dann Ehrenvorsitzenden gewesen sei.

Bald nach der Gründung habe es Bestrebungen gegeben, ein Kriegerdenkmal zu bauen. Die Pläne seien aber erst Anfang der 70er Jahre verwirklicht worden. Die vielen Jahre der Vorbereitung mit oft harten Diskussionen um ein Denkmal seien in einem Festtag gemündet. 1972 sei als weiterer Höhepunkt im Vereinsleben die Einweihung des heutigen Kriegerdenkmals beim 50. Vereinsjubiläum gefeiert worden. Pfarrer Alois Schmidt aus Traunfeld habe damals auf dem Dorfplatz in Deinschwang den Festgottesdienst gefeiert. Bei der Einweihung hielten Soldaten der Bundeswehr am Denkmal eine Ehrenwache, heißt es in der Chronik weiter. Bis zum Bau des neuen Ehrenmals habe am Friedhofeingang ein schlichtes Holzkreuz an die Gefallenen und Vermissten der beiden Weltkriege erinnert. Bereits 1968 sei man in den Deutschen Soldaten- und Kriegerbund, Kreisverband Neumarkt eingetreten.

Erfolgreiche Gartenfeste

Durch einen Mitgliederzuwachs sei das Vereinsleben neu aufgeblüht. In den 80er-Jahren habe sich der Trend fortgesetzt. 1987 habe der Verein ein Gartenfest für den Kindergarten in Lauterhofen veranstaltet, ein Jahr später sei der Erlös des Fests in die eigene Vereinskasse geflossen – unter anderem für die Bepflanzung und Pflasterung des Kriegerdenkmals. Gastgeber war der Jubelverein 1989, als der Kreisverband im Wurschtbachtal ein Biwak mit Feldmesse veranstaltete. Bei einem weiteren Biwak im Wurschtbachtal 1997 habe der Verein rund 50 Reservisten vom Verteidigungsbereichskommando 62 aus Regensburg mit dem Kreisverband Neumarkt begrüßt. 1980 habe dann Georg Kotzbauer aus Ballertshofen den Vorsitz übernommen, nachdem Matthias Mederer aus Altersgründen das Amt abgegeben habe.

Entwicklung

  • 2002:

    Richard Kotzbauer übernahm von seinem Vater den Vorsitz, den er bis heute bekleidet.

  • Heute

    : Der Verein hat 38 Mitglieder.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht