mz_logo

Region Neumarkt
Donnerstag, 20. September 2018 26° 1

Völkerverständigung

20 Jahre Freundschaft mit Isola

Die Partnerschaft mit Isola lebt – und wurde bei der Jubiläumsfeier in Mühlhausen nachhaltig gefestigt.
Von Hans Gleisenberg

Der Festakt war das Highlight: Staatsminister Albert Füracker, Bürgermeister Dr. Martin Hundsdorfer mit Tochter und Partnerschaftsreferentin Vera, dahinter Francesco Enrico Gonzo mit Frau Elena, Heidi Hundsdorfer und recht der Bürgermeister von Marau Jura Kurtz mit Frau (v. l.). Foto: Gleisenberg
Der Festakt war das Highlight: Staatsminister Albert Füracker, Bürgermeister Dr. Martin Hundsdorfer mit Tochter und Partnerschaftsreferentin Vera, dahinter Francesco Enrico Gonzo mit Frau Elena, Heidi Hundsdorfer und recht der Bürgermeister von Marau Jura Kurtz mit Frau (v. l.). Foto: Gleisenberg
Margit Walterham: Ich bin zwar noch nicht so in die Partnerschaft involviert, freue mich aber als Missionspfarrerin im Dekanat, wenn sich Menschen in Freundschaft treffen und so einen wichtigen Beitrag zur Völkerverständigung leisten. Foto: Gleisenberg
Margit Walterham: Ich bin zwar noch nicht so in die Partnerschaft involviert, freue mich aber als Missionspfarrerin im Dekanat, wenn sich Menschen in Freundschaft treffen und so einen wichtigen Beitrag zur Völkerverständigung leisten. Foto: Gleisenberg

MÜHLHAUSEN.Die Partnerschaft mit der italienischen Kommune Isola Vicentina, die seit 20 Jahren besteht, wurde am Wochenende mit einem rauschenden Fest gefeiert. Darüber hinaus gab es neue Impulse, die dieses Bündnis auch die nächsten Jahre zukunftsweisend gestalten.

So hat sich die Verbindung zwischen südländischem Temperament und Oberpfälzer Lebensfreude als beständig erwiesen. Höhepunkt war der Festakt am Sonntag, zu dem sich auf dem Rathausplatz mehr als 1000 Menschen aus Mühlhausen, Isola Vicentina und dem brasilianischen Marau versammelt hatten. Musikalisch begleitet wurde der Festakt vom Sulztalorchester und dem St.-Josephs-Chor.

Ansteckende Gemeinsamkeit

Zu den Festgästen gesellte sich auch Staatsminister Albert Füracker, der ebenfalls beeindruckt von dieser, so Füracker, ansteckenden Gemeinsamkeit war. Gastgeber Bürgermeister Dr.Martin Hundsdorfer, Francesco Gonzo und Jura Kurtz zeigten sich ebenfalls erfreut, dass hier die Völkerverständigung großgeschrieben werde und Menschen in fröhlicher Gemeinsamkeit ihren Zusammenhalt demonstrierten.

Hilde Seitz: Ich habe die Partnerschaft von Anfang an miterlebt und war bei fast allen Besuchen in Venetien dabei. Es haben sich viele dauerhafte Verbindungen gestaltet und jetzt, wo auch Marau einbezogen ist, wird dieBeziehung sicher noch viele neue Akzente bekommen. Foto: Gleisenberg
Hilde Seitz: Ich habe die Partnerschaft von Anfang an miterlebt und war bei fast allen Besuchen in Venetien dabei. Es haben sich viele dauerhafte Verbindungen gestaltet und jetzt, wo auch Marau einbezogen ist, wird dieBeziehung sicher noch viele neue Akzente bekommen. Foto: Gleisenberg

Nach der Überreichung des Jubiläumsgeschenks an Isola, eine Eichenbank und eine jungen Eiche, die laut Dr. Hundsdorfer die lebendige Partnerschaft demonstriert, gab es einen bewegenden Moment, als die Hymnen der drei Länder jeweils von der Delegationen gesungen wurden.

Giovanni Novello: Partnerschaftsreferent bin ich zwar erst drei Jahre, war aber bei der Gründung dabei. Mühlhausen kenne ich schon recht gut und mit Roland Horvath verbindet mich eine enge Freundschaft. Die Kontakte sind gut und dauerhaft. Foto: Gleisenberg
Giovanni Novello: Partnerschaftsreferent bin ich zwar erst drei Jahre, war aber bei der Gründung dabei. Mühlhausen kenne ich schon recht gut und mit Roland Horvath verbindet mich eine enge Freundschaft. Die Kontakte sind gut und dauerhaft. Foto: Gleisenberg

Für Marau begleitete Vera Hundsdorfer auf dem Klavier das „Rio Grande do Sul, für Isola Vicentina gab es die Veneto- Hymne und die Bayernhymne intonierte das Sulztalorchester. Den Abschluss bildete der Song „Merico“, der an die italienischen Auswanderer nach Brasilien erinnerte, dargeboten vom St. Josephschor. Ein farbenfroher und nicht enden wollender Festzug führte dann zum Festgelände, wo neben den schon genannten Rathauschefs und den Partnerschaftsreferenten auch Altbürgermeister Anton Galler, der damals die Partnerschafturkunde unterzeichnete, seine Glückwünsche überbrachte.

Ein beschwingter Nachmittag mit dem Sulztalorchester und der Band 4Fun regte zum Gedankenaustausch an und es wurden auch schon wieder Pläne für die nächsten Treffs geschmiedet.

Schon am Freitag war die gut 80 Personen starke italienische Delegation aus der Provinz Venetien, angeführt von Bürgermeister Francesco Enrico Gonzo, angereist und nutzte dann den Samstag schon vor den offiziellen Feierlichkeiten, um sich in der Sulzgemeinde umzusehen.

25 Gäste aus Brasilien

Michele Filipetto: Mit dem Mühlhausner Freundeskreis haben wir beste Erfahrungen gemacht. Wir sprechen uns ab und die Abmachungen werden eingehalten. Besonders die kulinarische Verbindung ist erfrischend. Bier in Mühlhausen und Wein in Isola verbindet ebenfalls sehr. Foto: Gleisenberg
Michele Filipetto: Mit dem Mühlhausner Freundeskreis haben wir beste Erfahrungen gemacht. Wir sprechen uns ab und die Abmachungen werden eingehalten. Besonders die kulinarische Verbindung ist erfrischend. Bier in Mühlhausen und Wein in Isola verbindet ebenfalls sehr. Foto: Gleisenberg

Mit dabei waren auch 25 Vertreter aus dem brasilianischen Marau, die seit etwa zwei Jahren auch freundschaftliche Beziehungen nach Mühlhausen unterhalten. Schon die die Begrüßung war äußerst herzlich und Umarmungen sowie Freundschaftsküsschen beherrschten die Ankunft in Mühlhausen. Schon Samstag früh gab es eine Besichtigung der Firma Burkhardt, die von Bürgermeister Dr. Martin Hundsdorfer und Partnerschaftsreferentin Vera Hundsdorfer, die dolmetschte, angeführt wurde. Später wurde die Partnergemeinde auf eigene Faust erkundet und mittags wurden bayerische Spezialitäten in den heimischen Gaststätten getestet.

Offiziell ging es dann am Samstagabend los. Die Bürgermeister lobten die jahrzehntelange Freundschaft und die Bürger der Partnergemeinden feierten unter den Klängen der Volksmusikgruppe „Ziacho“ ihr Jubiläum, auch wenn die Verständigung manchmal etwas holprig war. Wenn es dann wichtig wurde, halfen die Dolmetscher Vera Hundsdorfer und Roland Horvath. Aber Prost oder Salute wurde auf beiden Seiten problemlos verstanden und als man die jeweilige Spezialität aus dem anderen Ort probierte, war „Bon Apetito“ allgemeiner Tenor. Hilde Seitz machte deutlich, dass viele, die vor 20 Jahren bei der Gründung federführend mit dabei waren, schon in den Partnerschaftshimmel eingegangen seien. Doch auch die Erben indentifizieren sich mit den Idealen der Freundschaft. Die bestätigte auch Partnerschaftsurgestein Roland Horvath.

Auch König Ludwig alias Karl Regnath gab sich beim Jubiläum die Ehre.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht