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Glaube

2000 feiern Hochamt am Volksfest

Der Gottesdienst der Schausteller auf dem Volksfest lockt Jahr für Jahr immer mehr Besucher in die Jurahalle.
Von Gerhard Hahn

Pfarrer Martin Fuchs zelebrierte den Gottesdienst. Foto: Gerhard Hahn
Pfarrer Martin Fuchs zelebrierte den Gottesdienst. Foto: Gerhard Hahn

Neumarkt.Mit einem erstaunten „Wow“ ob der gefüllten Großen Jurahalle begrüßte Bergs Pfarrer Martin Fuchs die gut 2000 Gottesdienstbesucher am Donnerstag. Seit 2005 feiern am Morgen von Mariä Himmelfahrt die Schaustellerfamilien des Jura-Volksfests ihren traditionellen Festgottesdienst. Bis vergangenes Jahr reichte dazu trotz steigender Teilnehmerzahlen aus der Kreisstadt und dem Landkreis Neumarkt die Kleine Jurahalle. Dieses Mal reichte die Große kaum mehr aus.

Den beliebten Gottesdienst begleitete in gewohnter Manier die Blaskapelle Dirnhofer aus Stauf, die von Anfang an bei diesen speziellen Hochämtern dabei war. Diese Eingespieltheit war einmal mehr zu spüren.

Die Kollekte aus dem Hochamt mit den beiden Zelebranten Pfarrer i.R. Clemens Bombeck sowie Stadtpfarrvikar Joseph Dantas kommt der Katholischen Circus- und Schausteller-Seelsorge Deutschlands zugute.

Eingangs konnten sich die Gläubigen, die sich nicht dem großen Andrang beim Kräuterschneiden im Hildegard-Heilpflanzengarten im LGS-Park aussetzen wollten, am Halleneingang mit Kräuterbüschl versorgen. Für drei Euro boten die Damen und Herren von der Altötting-Wallfahrt ihre heilenden Kräuter an.

„Die großen Kräuterbuschen sind bei uns ein Zeichen für das Leben und nicht für den Tod, denn für jedes Leiden ist ein Kraut gewachsen“, sagte Pfarrer Martin Fuchs. Er erinnerte daran, dass Jesus Christus, Urheber und Vollender unseres Glaubens, an Maria als erstem Menschen, der in den Himmel gekommen ist, vollzogen habe, was den Gläubigen heute ebenfalls verkündigt sei.

Mit seiner Predigt berührte Fuchs die Herzen der Menschen in der Großen Jurahalle. Und er berichtete von seiner innigen Verbundenheit mit den Schaustellern von seiner Kindheit an. Etwas Nostalgie war herauszuhören, wie er die Karussells schon fast ein bisschen philosophisch betrachtete.

Alleine sechs Kommunionhelfer hatten gut zu tun, den zahlreichen Gläubigen in der Großen Jurahalle die Hostien zu überreichen. Nach dem Segen für die Menschen und einem an Spritzern reichen Segen der Büschl in den Besucherreihen, bat Pfarrer Martin Fuchs die Gläubigen, noch zusammenzubleiben. Er bat sie aber auch darum, Zeugnis davon zu geben, dass zum Glauben auch das Leben und das Feiern gehöre.

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