mz_logo

Region Neumarkt
Freitag, 23. Februar 2018 2

Wirtschaft

2017: Ein Rekordjahr für Klebl

Bei der Betriebsversammlung zogen die Verantwortlichen der Neumarkter Firmengruppe eine sehr positive Bilanz.
Von Helmut Sturm

  • Langjährige Mitarbeiter wurden für ihre Treue zum Betrieb geehrt. Fotos: Sturm
  • Einige Mitarbeiter wurden in den Ruhestand verabschiedet. Fotos: Sturm

Neumarkt.Auch 2017 war wieder ein Rekordjahr für die 1200 Mitarbeiter der Firmengruppe Klebl: In allen Baubereichen, im Wohnungsbau, im Wirtschaftsbau und bei öffentlichen Infrastrukturmaßnahmen sei die Nachfrage 2017 noch einmal gesteigen, hieß es bei der Betriebsversammlung am Freitag. Wegen mehrerer großer Bauprojekte habe die Firmengruppe 2017 mit 500 Millionen Euro einen weiteren Umsatz auf Rekordniveau erreicht. Johannes Klebl dankte auch im Namen der Familie den Mitarbeitern, die dieses Top-Ergebnis mit ihrer Arbeitsleistung realisiert hätten.

Wertschätzung für Unternehmen

Oberbürgermeister Thomas Thumann und Landrat Willibald Gailler drückten mit ihrer Teilnahme an der Betriebsversammlung ihre Wertschätzung für das Unternehmen und die Mitarbeitern aus. Sie betonten die wirtschaftliche Potenz der Region, die größtenteils auf dem Erfolg inhabergeführten Unternehmen basiere.

Der Betriebsratsvorsitzende Christian Lang trug die wesentlichen Ergebnisse seines Gremiums vor. Dabei zeigte sich der konstruktive Umgang mit der Firmenleitung. Vieles sei in Zusammenarbeit für die Mitarbeiter erreicht worden – unter anderem Klimageräte für die Wohncontainer, eine freiwillige Leistung bei der Anfahrtspauschale oder der Einsatz bestimmter Videoüberwachungsmaßnahmen.

Sorgen machte sich hingegen Carsten Burckardt von der IG BAU. Ihm ging es um die schwarzen Schafe in der Bauindustrie, die sich durch Ausbeutung ihrer Mitarbeiter Wettbewerbsvorteile verschaffen würden. In gewerkschaftlich organisierten Betrieben wie der Unternehmensgruppe Klebl sei dies undenkbar. Dies dürfe sich dann aber auch nicht als Wettbewerbsnachteil herausstellen.

Firmenchef Johannes Klebl stellte das Zahlenwerk der Firmengruppe vor und sagte, dass es ein Wachstum um jeden Preis oder auf Kosten der Mitarbeiter bei Klebl nicht gebe. „Wir sind ein unabhängiges Familienunternehmen und entscheiden alleine, was gemacht wird.“ Bisweilen auch zum Leidwesen der Kalkulatoren und Aquisiteure – wie er einräumte.

Seit 128 in Familienhand

Das Familienunternehmen bestehe seit 128 Jahren und werde mit Werner Klebl in der vierten Generation und seinen Kindern Kristin und Johannes in der fünften Generation geführt. Hauptauftraggeber seien im vergangenen Jahr wieder Automobilhersteller, große Möbelhäuser und Einzelhandelskonzerne gewesen. OBI und der Spielwarenmarkt Vedes verzeichneten hohe Umsätze und profitierten vom guten Konsumklima in Deutschland.

Eine der Schattenseiten der jahrelangen Hochkonjunktur mache sich besonders in Neumarkt immer deutlicher bemerkbar: Ein Markt für Fachkräfte existiere praktisch nicht mehr. Selbst bei Baustoffen herrsche mittlerweile monatelange Lieferzeit, hieß es.

Vergangenes Jahr habe man 12 Millionen Euro in Betriebsmittel investiert. Zudem habe man die Sand- und Baustoffwerke Neumarkt übernommen. Mit einem großen Auftragsbestand starte Klebl ins Jahr 2018.

Weitere Nachrichten aus der Region Neumarkt finden Sie hier.

Die Geehrten

  • 40. Betriebsjubiläum:

    Josef Kratzer (Sengenthal), Horst Meier (Neumarkt), Johann Pürzer (Velburg), Martin Schmid (Breitenbrunn)

  • 25. Jubiläum:

    Markus Endres (Neumarkt), Jürgen Hofmann (Georgensgmünd), Wolfgang Kelch (Alfeld), Mario Kreutzer (Neumarkt), Petra List (Pilsach), Anna Meier (Neumarkt), Robert Niebler (Neumarkt), Martin Pirzer (Breitenbrunn), Manfred Pröpster (Freystadt), Josef Pröpster (Neumarkt), Uwe Schneider (Henfenfeld), Siegfried Schubert (Deining) und Thomas Zißler (Neumarkt)

  • Verabschiedung in den Ruhestand:

    Johann Auhuber (Sengenthal), Alfred Berschneider (Pollanten), Gottfried Blaha (Neumarkt), Albert Forster (Pilsach), Harald Fritsche (Auma), Dietmar Kirschnick (Reichenbach), Josef Klein (Lupburg), Johann Meier (Berg), Jürgen Michalke (Bad Abbach) und Isolde Toufar (Deining) (phs)

Die Kommentarfunktion steht exklusiv unseren Abonnenten zur Verfügung. Als Abonnent melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich. Alle anderen Nutzer finden preiswerte Angebote in unserem Aboshop.

Anmelden Registrieren Zum Abo-Shop

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht