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Naturschutz

24 Schulen bekommen Umweltpreis

Landrat Willibald Gailler überreichte an die Schulen aus dem Landkreis Neumarkt die Preise für ganz besondere Aktivitäten.
Von Gerd Schlittenbauer

Die drei ersten Preise gewannen die Grundschulen Hasenheide und Holzheim sowie die Mittelschule an der Woffenbacher Straße. Foto: G. Schlittenbauer
Die drei ersten Preise gewannen die Grundschulen Hasenheide und Holzheim sowie die Mittelschule an der Woffenbacher Straße. Foto: G. Schlittenbauer

Neumarkt.„Heute ein Preis, Mann ist das heiß - das ist ja noch besser als ein leckeres Eis“. Schöner als die Pöllinger Grundschulkinder in ihrem kleinen Lied könnte man die Stimmung nicht beschreiben: Landrat Willibald Gailler überreichte im Foyer der Mittelschule West am Donnerstag an 24 Schulen im Neumarkter Landkreis den Umweltpreis 2018.

Zwei Stunden dauerte der von der Schulband umrahmte kleine Festakt, bei dem die ausgezeichneten Schulen ihre im vergangenen Jahr geleisteten Umwelt-Aktivitäten vorstellten - teils als Power Point Präsentation, teils in Liedern oder sogar als Sketch.

„Tatsächlich schmeckt ein selbst angebautes Salatblatt mit einem Loch noch besser als ein makelloses Gekauftes - wir haben es probiert!“, wusste eine Schülerin der Grundschule Wolfstein zu berichten. Die Bandbreite der Umwelt-Aktivitäten, für welche die Schüler ausgezeichnet wurden, war vielfältig. An manchen Schulen wurden „Lichtsheriffs“ oder auch „Lichtminister“ installiert - Schüler, die kontrollieren, ob auch alle Lichter ausgemacht wurden.

Die Preisträger:

  • 1. Preise: GS Hasenheide, Holzheim, MS Woffenbacher Straße
  • 2. Preise: GS/MS Berg, Berching, Dietfurt, Postbauer-Heng, Seubersdorf, Velburg, Freystadt, GS Pölling, Burggriesbach, Wolfstein, Hohenfels, Breitenbrunn, MS Weinberger
  • 3. Preise: GS/MS Berngau, Mühlhausen, Lauterhofen, GS Montessori Sulzbürg, Bräugasse, Pyrbaum, Theo Betz, MS Parsberg

Die Palette reichte von einer Futteraktion für hungernde Eichhörnchen über eine Aktion zum Papierhandtücher-Sparen bis hin zum Beobachten des Verhaltens von Weinbergschnecken. Bei dieser Aktion gaben zum Beispiel die Schüler der Grundschule Hohenfels jeder Schnecke einen Namen „und waren traurig, als wir sie wieder freiließen.“

Bienenvölker an der Schule

Dass man eine Jeans auch mal von einer Freundin übernehmen kann, wenn sie dieser nicht mehr passt, lernten die Schüler und Lehrer beim Festakt ebenso wie die Tatsache, dass es nicht immer neu gekaufte T-Shirts sein müssen, die man trägt. Landrat Willibald Gailler und Schulamtsdirektor Franz Hübl mussten hier als „Models“ dienen und schlüpften - nachdem sie brav ihre Sakkos abgelegt hatten - in alte und auch neue T-Shirts.

Ein brasilianisches Umwelt-Lied auf bayerisch präsentierten die Schüler aus Breitenbrunn und die Freystädter stellten stolz ihr Herzensprojekt vor: Vier Bienenvölker existieren mittlerweile an der Schule und der Landrat und der Schulamtsdirektor bekamen selbst hergestellte Seife und Lippenbalsam geschenkt.

Der Landrat wiederum zeichnete jede der 24 Preisträger-Schulen mit einer Urkunde aus. Acht Schulen bekamen dritte Preise, mit je 100 Euro dotiert. Für die 13 zweiten Preise wurden je 150 Euro ausgeschüttet und die Grundschulen Hasenheide und Holzheim sowie die Mittelschule an der Woffenbacher Straße, welche erste Preise gewannen, erhielten je 250 Euro vom Landkreis. Früher hatte Landrat Gailler Schecks verteilt – weil aber manche Schecks in der Vergangenheit nicht eingelöst wurden, ging der Landkreis nun dazu über, das Geld zu überweisen. Bei aller Freude über die umfangreichen Umwelt-Aktivitäten hatte Landrat Gailler doch auch ein Wort der Kritik übrig. Es hätten nur Grund- und Mittelschulen teilgenommen, sagte er, „und es wäre schön, wenn sich auch einmal eine weiterführende Schule beteiligen würde.“

Die Weichen werden früh gestellt

Der Landrat betonte die wichtige Funktion der Kinder und Jugendlichen beim Umweltschutz, „denn bereits im Kindergarten und in der Schule werden die Weichen gestellt für das künftige Verhalten. Mit eurem Vorbild helft Ihr auch uns Erwachsenen, bewusster mit der Umwelt umzugehen. Wir sind sehr stolz auf Euch, deshalb hat der Gesellschafts-, Kultur- und Sportausschuss des Landkreises in seiner Sitzung am 5. Dezember einstimmig die Umweltpreise verliehen.“

Immerhin verfüge der Landkreis mittlerweile über drei „Umweltschulen in Europa“, eine davon sei UNESCO-Schule und außerdem gebe es zwei Fair-Trade-Schulen.

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