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Aktion

3000 Weißtannen für das Klima

Vier Botschafterinnen für Klimagerechtigkeit waren in Dietfurt zu Besuch.

Die vier Botschafterinnen überzeugten mit ihrem Vortrag. Foto: Grad
Die vier Botschafterinnen überzeugten mit ihrem Vortrag. Foto: Grad

Dietfurt.Es ist schon ein sehr ehrgeiziges Ziel, weltweit 1000 Milliarden Bäume zu pflanzen. Aber wer wie die Kinder die Welt vor dem Klimakollaps retten will, muss sehr hohe Ansprüche stellen. Über 15 Milliarden Bäume wurden bisher gepflanzt, auch mit Hilfe vieler Erwachsener. Es bleibt also noch viel zu tun und die Kinder tragen ihre Ideen und Gedanken tüchtig weiter, denn ihnen gehört die Zukunft. Der neunjährige Felix Finkbeiner hat 2007 die Kinder- und Jugendinitiative gegründet, sie hat immer größere Kreise gezogen und sogar bei den Vereinten Nationen durften Kinder ihre Anliegen vorbringen.

Auf sogenannten Akademien werden Kinder von anderen Kindern zu Botschaftern für Klimagerechtigkeit ausgebildet. Vier Botschafterinnen waren jetzt zu Gast an der Grundschule Dietfurt, die bei der Aktion „Plant for the Planet“ mitwirken möchte. Rektorin Elisabeth Plankl stellte Julia, Anna, Lena und Nathalie, sowie Betreuerin Dana Laumbacher, vor, sie kommen aus Lappersdorf und sind zwischen zehn und 13 Jahre alt.

In ihrem Vortrag mit vielen eindringlichen Bildern, Texten und Zahlen wiesen sie nicht nur auf die Zukunft des Klimas hin mit Dürre und Fluten, sondern auch auf Gerechtigkeitskrise und Ungleichheiten in der Welt. Wo fahren die meisten Autos, wo müssen Menschen mit nur einem Euro am Tag auskommen?

Die Mädchen erläuterten den natürlichen und den von Menschen gemachten CO2-Ausstoß und die Entstehung des Treibhaus-Effekts. Es wird immer wärmer, das Eis der Arktis schmilzt sowie das Grönlandeis, dazu überall in den Gebirgen die Gletscher. Länder und Städte sind bedroht und es gibt viele Klimaflüchtlinge. Regierungen, Parlamente, Unternehmen sollen bei Baumpflanzungen mithelfen. „Es wurde schon viel gelabert, es muss was getan werden!“, bekräftigte ganz forsch eines der Mädchen. Deswegen gilt „Stop talking, start planting!“ Auch die Bevölkerung ist zu überzeugen, es gibt Demonstrationen, für Holzhäuser wird geworben, eine Energierevolution hin zu regenerativer Stromerzeugung gefordert und „Gute Schokolade“ über Fair Trade verkauft.

Zweiter Bürgermeister und Förster Oliver Kuhn und die Kinder der dritten und vierten Klasse werden nach den Osterferien zur Tat schreiten und auf dem Kreuzberg an die 300 Weißtannen pflanzen. „Wir müssen den Wald umbauen, denn dieser Baum und andere wie Ahorn, Buche oder Lärche halten die Trockenheit aus“, erklärte der Fachmann. Die anwesenden Elternbeiräte staunten über die Ideen und Bürgermeisterin Carolin Braun fand die ganze Aktion „super toll“. Konrektor Alexander Pöppl bescheinigte die Ideen „gut rübergebracht“ zu haben.(ugr)

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