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Sitzung

37 Jahre im Dienste der Stadt Berching

Geschäftsleiter Ernst Dietlmeier wurde in den Ruhestand verabschiedet. Der Stadtrat behandelte Bedenken gegen Bebauungspläne.
Von Johann Grad

Bürgermeisterin Carolin Braun überreichte Ernst Dietlmeier die Uhrkunde in die Ruhestandsversetzung. Sybille Dietlmeier ehrte sie mit einem Blumengeschenk. Foto: Grad
Bürgermeisterin Carolin Braun überreichte Ernst Dietlmeier die Uhrkunde in die Ruhestandsversetzung. Sybille Dietlmeier ehrte sie mit einem Blumengeschenk. Foto: Grad

Dietfurt.In der letzten Sitzung 2019 behandelte der Stadtrat die Stellungnahmen der Stadt auf Anregungen und Bedenken von Trägern der öffentlichen Belange und Privatpersonen. Diese bezogen sich auf die Bebauungs- und Grünordnungspläne „Gartenweg“, „Bahnhofsstraße“ und Krampelmühlweg“.

Vorher hatte Johannes Seelus (FW) den Antrag zur Tagesordnung gestellt, die Behandlung der Pläne „Gartenweg“ zurückzustellen, da die Verkehrsanbindung der Erschließungsstraße an die Bahnhofsstraße noch nicht geklärt sei. Bürgermeisterin Carolin Braun betonte, die Erschließungsstraße könne ganz normal angeschlossen werden. Gegen die Stimmen der Fraktion wurde die Tagesordnung belassen. Dann ging es um ein zusätzliches Lärmgutachten, um rechtlich eindeutig das Verhältnis Wohnbebauung und Spielbetrieb des TSV Dietfurt zu klären. Stefan Hanrieder von der Ingenieursgesellschaft IBAS in Bayreuth hatte den Verkehrslärm, den Gewerbelärm und besonders den Sportanlagenlärm untersucht. Der Schulsport war dabei nicht zu beurteilen. Für Training und Spielbetrieb ergab sich insgesamt, dass auch bei 200 angenommenen Zuschauern zu den entsprechenden Spielzeiten und mit den Ausnahmetagen der Sportanlagenlärm wie auch der Verkehrs- und Gewerbelärm für die Wohnbebauung erträglich sei. Bürgermeisterin Carlin Braun erklärte, man sei auf der sicheren Seite.

Stadt nahm Stellung

Dann hatte Planer Eckhard Bökenbring die vielen Stellungnahmen der Stadt auf die Einwendungen vorzulesen, zunächst für die Bahnhofsstraße. Der Stadtrat genehmigte sie bei fünf Gegenstimmen der FW-Fraktion. Einstimmig war man für die erneute öffentliche Auslegung. Ebenso verhielt man sich bei den Plänen für den „Gartenweg“. Die Stellungnahmen zum „Krampelmühlweg“ wurden einstimmig gebilligt, ebenso die erneute Auslegung.

Aus dem Stadtrat

  • Städtebauförderung:

    Beantragt wurde die Förderung für Gehbahnen in verschiedenen Gassen der Altstadt und die städtische Modernisieurng des Vogelfängerturms.

  • Mobilfunk:

    Die Stadt beteiligt sich am Förderprogramm. Bei Oberbürg und am WIldensteiner Hang soll untersucht werden, ob dort Mobilfunkmasten sinnvoll sind. Die Förderung beträgt ca. 80 Prozent, maximal 500 000 Euro.

Im Jahresrückblick ging Bürgermeisterin Carolin Braun auf viele Projekte ein. Sie nannte die Baugebiete in Dietfurt, Predlfing, Zell, Hainsberg, wo Plätze verkauft sind und Bebauungspläne vorliegen. Beim Wittlhammer sei die Möglichkeit der Erweiterung geschaffen und für die neue Edeka sind die Weichen gestellt. In der Schule wurden für 100 000 Euro neue Türen eingebaut, die Planungen für die Kinderkrippe Töging sind vorangekommen. Die Parkplatze an der Maxstraße und beim Kindergarten sind fertig, das neue Leichenhaus in Arnsdorf wird am 3. Januar 2020 eröffnet. Die Finanzen sind stabil, die Verschuldung beträgt 1, 8 Millionen Euro. Beim nächsten Haushalt müsse man eine engere Finanzsituation beachten.

Laudatio für Ernst Dietlmeier

Seit 1. September 1982 war Ernst Dietlmeier Geschäftsleiter der Stadt Dietfurt. Er hatte maßgeblich Anteil an einem reibungslosen Verwaltungsgeschehen. Für die vergangenen 37 Jahre sind große Ereignisse zu nennen wie Bau des RMD-Kanals, Anschluss der Ortsteile an die zentrale Kläranlage, Bau der Umgehungsstraße, der 7-Täler-Halle und Erweiterung der Schule. Zu erwähnen ist eine unglaubliche Bandbreite von Themen und Anliegen, mit denen sich Dietlmeier auseinanderzusetzen hatte. Auch die ganzen Veränderungen in der Verwaltung , die EDV und gesetzlichen Umbrüche mussten aufgearbeitet werden. Er war in all dieser Zeit eine Konstante und stand allen Bürgermeistern loyal zur Seite. Kollegen und Bürger haben ihn als Respektsperson anerkannt. Braun bedankte sie sich offiziell im Namen der Stadt, des Stadtrates und der Verwaltung für seinen Einsatz „Es war mir eine Ehre, der Stadt Dietfurt dienen zu dürfen.“

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