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Freizeit

600 Gäste bei Carelli-Premiere

Der Circus Carelli machte Halt in Neumarkt. Dabei war die Aufführung nicht nur für die Zuschauer eine Premiere.
Von Luis Münch

  • Francesco Barelli brachte die Araber-Hengste mit seinen Peitschen zum Steigen. Die Zuschauer der Premiere waren beeindruckt. Fotos: Münch
  • Moderator „Sir John“ kündigte für den Höhepunkt des Abends „die schönsten Frauen der Welt“ an. Sie kommen aus Oberbayern und heißen Heidi und Milka.

Neumarkt.Die letzten der insgesamt knapp 600 Zuschauer strömten in das Zirkus-Zelt, die Vorhänge am Eingang wurden geschlossen. Akteure und Publikum – alle warteten gespannt auf die Premiere des Circus Carelli am Freitagabend auf dem Neumarkter Volksfesplatz. Manege frei.

Den Anfang machte Timmy Barelli höchstpersönlich. Begleitet von einem Klavier musizierte er mit sechs sich in der Tonlage unterscheidenden Glocken. Das Publikum klatschte begeistert mit. Sieben Carelli-Hunde hüpften, balancierten und turnten in der Manege, bevor die Vierbeiner zurück in den Zirkus-Waggon Platz für die Gebrüder Barelli machten. Timmy und Francesco Barelli unterhielten die Zuschauer mit einer Schauspieleinlage. Im Anschluss wurde es wieder tierisch im Zirkus-Zelt.

Edi Laforte ließ die sieben Carelli-Hunde durch Reifen springen, Salti machen, auf zwei Beinen hüpfen und Hürden überqueren.
Edi Laforte ließ die sieben Carelli-Hunde durch Reifen springen, Salti machen, auf zwei Beinen hüpfen und Hürden überqueren.

Preisgekrönte spanische Kunst

Sechs Kamele stolzierten auf die Zuschauer zu und blieben keinen halben Meter von ihnen entfernt stehen. Das Publikum staunte über die Tiere, denen sie genau in die Augen schauen konnten. Timmy Barelli unterhielt das Publikum mit einer Jonglier-Schauspieleinlage. Das Jonglieren von drei Kegeln klappt zunächst gut, endet aber abrupt, weil ihm ein Kegel aus der Hand fällt. Gekonnt will er die Kegel mit seinem Fuß in seinen Rucksack lupfen, scheitert allerdings beim dritten Kegel.

Unter dem Gelächter der Zuschauer und mithilfe seiner Hand schafft er es aber auch, den letzten Kegel in den Rucksack zu befördern. Während Barelli den Schauplatz wieder verließ, wurde die Manege für eine preisgekrönte Artistin vorbereitet. Salima Sidney aus dem Spanischem Nationalzirkus in Barcelona verzauberte das Publikum mit ihrer Einlage am Vertikaltuch. Während sie mit ihren Figuren das Publikum erstaunen ließ, fehlten nur Zentimeter zwischen der Akrobatin und dem Dach des Zeltes.

Sechs Kamele stolzierten in die Manege. Francesco Barelli dirigierte die Paarhufer.
Sechs Kamele stolzierten in die Manege. Francesco Barelli dirigierte die Paarhufer.

So gegensätzlich die beiden Pferde Maxi und Minni auch sind, sie harmonierten zusammen in der Manege. Das kleine Pony trabte ohne Probleme unter dem großen Pferd hindurch. Erneut betrat Francesco Barelli, gefolgt von einem Andalusier, die Manege. Mit seinen beiden Peitschen brachte er das Pferd zum Steigen. Mit einem Bein auf einem Podest balancierend begrüßte der Andalusier das Publikum mit einem spanischem Gruß, indem er sein linkes Bein in die Luft hob. Ihren ersten großen Auftritt hatte Ashley Barelli am Premierenabend in Neumarkt. Der Moderator forderte die Zuschauer zum „Schreien, Pfeifen und Füßetrampeln“ auf, als sie den Schauplatz betrat. Mit mehreren Hula-Hoop-Reifen performte sie eine Tanzeinlage, indem sie die Reifen um ihre Finger, Hüfte und Beine schwang.

Es wurde auch „aggressiv“

Der Moderator kündigte anschließend das „schönste, teuerste und aggressivste Pferd“ an. Mit großen Erwartungen nahmen die Zuschauer das Tier in Empfang, das sich als Esel entpuppte. Der Esel überraschte mit einem Kunststück, bei dem er aus einer Flasche nuckelte, während er mit den Vorderfüßen auf einem Podest stand.

So nah wie Timmy Barelli dem Esel aus Mexiko kam, ist ihm das Publikum nicht gekommen. Doch füttern konnten Zuschauer den Esel trotzdem.
So nah wie Timmy Barelli dem Esel aus Mexiko kam, ist ihm das Publikum nicht gekommen. Doch füttern konnten Zuschauer den Esel trotzdem.

Ein Clown darf bei einem Zirkus natürlich nicht fehlen. Mit roter Nase brachte Francesco Barelli zusammen mit seinem Bruder Timmy das Publikum zum Lachen. Francesco behauptete, er sei ein „Professor an der Trompete“. Dass er nur so tat, als würde er Trompete spielen, während Timmy auf Kommando Francescos unter einem Tisch ein Trompetensolo spielte, fiel Moderator Sir John schnell auf.

Francesco Barelli als „Professor an der Trompete“ brachte das Publikum mit seiner Clown-Show zum Lachen.
Francesco Barelli als „Professor an der Trompete“ brachte das Publikum mit seiner Clown-Show zum Lachen.

Nach der Pause imponierte Jongleur Edi Laforte mit seinen Künsten. Hinter dem Rücken, mit dem Fuß und mit dem Mund: Laforte zeigte, dass er kein Körperteil besitzt, das nicht auf das Jonglieren trainiert ist. Dabei spielte es keine Rolle, ob er Bälle, Ringe oder Kegel verwendete. Er räumte die Manege für eine Akrobatin, die sich mit einem Ring im Vertikaltuch durch das Zelt schwang. Dabei nutzte sie den Ring, um verschiedene Figuren in mehreren Metern Höhe auszuführen.

In der einen Hand eine Garrocha, in der anderen die Zügel – Reiterin Sidney führte ihr Pferd mit einem großen Stock in der Hand durch die Manege. Den krönenden Abschluss machten vier mit Federn geschmückte Araber-Hengste. Sie drehten sich um die eigene Achse und stolzieren aneinander vorbei. Abschließend ließ Barelli die vier auf den Hinterbeinen balancieren.

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