mz_logo

Region Neumarkt
Sonntag, 25. Februar 2018 2

Unterhaltung

800 Fans waren bei Michl Müller

Der selbsternannte „Dregg-Sagg“ trat in der Mehrzweckhalle in Deining auf - und sorgte für viele Lacher.

Michl Müller sorgte in Deining für viele Lacher. Foto: Sturm

Deining.Um Punkt 20 Uhr eilte ein eher kleiner, unauffälliger Mann in Schwarz durch den Vorraum der Deininger Mehrzweckhalle. Vorbei an Brezen- und Limoverkäufern, um nur Sekunden später im Scheinwerferlicht der Bühne zu einem Giganten der Unterhaltungsindustrie zu mutieren. Das Publikum begrüßte mit einem starken Applaus Michl Müller, der Kunstfigur „Dregg-Sagg“.

Ohne Punkt und Komma agiert er auf der Bühne, unter dem Balkon von Romeo und Julia, dem wohl berühmtesten Liebespaar der Welt und einer verhüllten Büste des Namensgebers seines neuen Programms: „Müller... nicht Shakespeare“.

Nach fünf Minuten hatte er schon viele Themen am Wickel. Nicht fehlen durfte die Kontaktaufnahme mit der ersten Reihe. Mehr als zwei Stunden standen die ersten Anhänger vor der Halle, um diese begehrten Plätze zu erobern. Franz aus Lauterhofen war an diesem Abend an der Reihe. „Auf die Bühne hole ich dich aber nicht nach schlechten Erfahrungen aus der Vergangenheit – nur Vollpfosten.“

Ernsthafte Weltliteratur mit dem „Dregg-Sagg“ hatten die 800 Fans in der Mehrzweckhalle Deining nicht wirklich erwartet – sie kam auch nur in Randnotizen. „Eigentlich sind wir ja alle auf der Suche nach Liebe, Glück und Unsterblichkeit“, war eine seiner Grundaussagen des Abends.

Manchmal derb, dann wieder tiefgründig aber immer irgendwie glaubwürdig komisch ging er dieses Thema aus den unterschiedlichsten Perspektiven an. Missverständnisse zwischen den Geschlechtern gehörten ebenso dazu wie Liebesfilme von Rosamunde Pilcher, Shoppingtouren und Erotiktrends wie die Intimrasur von Mann und Frau. „Wobei die Damenwelt bereits wieder am Aufforsten ist – vom kleinen Streifen bis zur Skyline von Deining?“ Der Mann agiere noch immer getreu dem Motto: „Je kleiner die Hecke, desto größer erscheint das Haus!“

Bunt und rauchig wurde es auf der Bühne, wenn der „Dregg-Sagg“ wieder eines seiner berühmt berüchtigten Lieder performte, weil „singen tut ja heute keiner mehr“. Es ging beispielsweise um die Problematik von Feuermeldern im Schlafzimmer und einer heißen Liebesnacht. „Wie kann man nur!“. Mit vollem Körpereinsatz ahmte Müller auch Prominente nach: Helene Fischer, Putins Gasableser Schröder, der Machthaber der Nordkoreaner oder Recep Tayyip Erdogan. (phs)

Weitere Nachrichten aus der Region Neumarkt lesen Sie hier.

Die Kommentarfunktion steht exklusiv unseren Abonnenten zur Verfügung. Als Abonnent melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich. Alle anderen Nutzer finden preiswerte Angebote in unserem Aboshop.

Anmelden Registrieren Zum Abo-Shop

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht